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Sadhana mit dem materiellen Körper

 
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Posted: Fri Nov 24, 2017 8:28 am    Post subject: Ads

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anadi
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Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Wed Apr 19, 2017 3:13 pm    Post subject: Sadhana mit dem materiellen Körper Reply with quote

Am Anfang ist man an der materiellen Energie (Unterstützung) angewiesen,
aber durch den Vorgang der "Reinigung" wird man immer mehr entfernt von der materiellen Energie.

Zum Beispiel wenn man als Ziel der spirituellen Praxis das Ereichen der spirituellen Liebe (prema) gesetzt hat, man fängt an mit materiellen Tätigkeiten an.
Man hat z. B. keine Wahrnehmung von dem Transzendentalen Herrn, man ist auf die materiellen Sinnen angewiesen.
Also, gut wäre, wenn man ein Bildnis des Transzendentalen Herrn hätte, welches von diejenige, welche Ihn gesehen haben erstellt wird, oder unter ihrer Führung erstellt wird.
Alles ist noch materiell: das Bildnis, die Art der Wahrnehmung, aber mit dem Transzendentalen Herrn doch verbunden.
Am Anfang man verehrt
•das Bildnis des Transzendentalen Herrn,
•mit dem materiellen Körper
•und nicht aus Liebe. sondern weil so ist der Vorgang, welchen die Bhakti-Yogis empfehlen
Anderer zusätzliche Vorgang ist Gemeinschaft mit den spirituellen Persönlichkeiten zu pflegen und immer mehr Zeit mit ihnen zu Verbringen, um zu sehen wie sie wirklich sind.

Man ist immer noch in dem materiellen Körper.
Man hört von diesen Persönlichkeit Erzählungen über die Taten des Transzendentalen Herrn, und die Ohren sind immer noch materiell.
Man singt Mantras für die Befreiung der Seele und für die Verehrung des Transzendentalen Herrn mit der materiellen Zunge.
Man lebt mit dem materiellen Körper an Orten, wo der Transzendentalen Herrn erschienen ist ... in der Gemeinschaft der spirituellen Persönlichkeiten
Man meditiert mit dem materiellen Geist über den Transzendentalen Herrn und seine Spiele.

Letztendlich wird der Geist immer reiner, und damit wird er sich mit keine materielle Angelegenheiten mehr beschäftigen.
Der materielle Körper selbst wird "spiritualisiert", immer weniger abhängig von der materiellen Energie.
Man wird immer mehr in dem spirituellen Bereich, in den spirituellen Spielen des Transzendentalen Herrn absorbiert, auch ohne ausdrücklich gewollt zu haben,
und beim Verlassen des Körpers bekommt man keinen materiellen Körper mehr, sondern einen spirituellen Körper, aus spiritueller Energie.

śuddha-sattva-viśeṣātmā / prema-suryāḿśu-sāmyabhāk
rucibhiś citta-māsṛṇya kṛd asau bhāva ucyate


Wenn die Seele atmā ihre ursprüngliche reine Tugend śuddha-sattva erreicht
und eine spezifische viśeṣa liebevolle Beziehung zwischen der Seele und dem Herrn sich zu etablieren anfängt,
dann manifestieren sich sāmyabhāk die Strahlen der göttlichen Anziehung prema-suryāḿśu
als ihr ursprüngliches Bewusstsein citta welches durch eine Mischung der Geschmäcker rucibhiś,
schmelzt māsṛṇya und man erreicht den Zustand des Knospen der Göttlichen Liebe bhāva genannt

Die reine spirituelle Liebe ist die angeborene Anziehung der Seele zum Herrn.
Krishna Das Kavi-raj Gosvami schreibt in Caitanya-caritamrita (Madhya lila 22.107):

nitya-siddha krishna-prema sadhya kabhu naya
shravan-adi shuddha-citte karaye udaya


Die spirituelle Liebe für den All Anziehender - Krishna-prema ist die ewig bestehende Wirklichkeit der Seele;
Sie ist nicht durch sadhana (das praktische Prozess) erzeugt.
Sie manifestiert sich automatisch in der gereinigten Seele,
gereinigt durch das sadhana bhakti, angefangen mit Hören (shravan –adi) über die Spiele des Herrn.
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anadi
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Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Fri May 12, 2017 2:24 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Die Transzendenz ist also die Abwesenheit der Egozentrik, der Egomanie
und des Egoismus.



Hallo Ente,

Das ist richtig, aber meiner Meinung nach, bedarf es ein Paar Kommentare, um ein besseres Verständnis zu bekommen.

In der materiellen Welt stellen wir "uns" in der Mittelpunkt. aber das nur der Anscheind nach.
Das was wir hier in Mittelpunkt stellen ist unsere Rolle, die wir in einer bestimmten Leben bekommen haben,
und mit dem wir uns durch das Falsche Ego (ahamkar) indentifizieren,
nicht wir selbst, den wir kennen uns gar nicht.
Wir sind wie ein Schauspiler der denkt er sei die Rolle die er interpretiert.
Und das sind wir nicht.

Was wir sind, und das was unsere Natur ausmacht, wurde von verschiedene vewirklichte Persönlichkeiten offenbart und in den Vedischen Literatur aufgenommen, wie z. B. in Caitanya Caritamrita 2.20.108:

jīvera 'svarūpa' haya — kṛṣṇera 'nitya-dāsa'
kṛṣṇera 'taṭasthā-śakti' 'bhedābheda-prakāśa'
Caitanya Caritamrita 2.20.108

Die intrinsischen Natur des Lebewesens ist -jīvera 'svarūpa' haya
ein ewiger Diener Krishnas (des Transzendentalen Herrn) zu sein - kṛṣṇera 'nitya-dāsa'
(die Seeele) ist die marginale Energie Krishnas -kṛṣṇera taṭasthā-śakti (weil es zwischen den spirituellen und materiellen Welten – in dem Ozean der Ursachen manifestiert wurde)
es ist eine Manifestation (Krishnas) verschieden und nicht verschieden (von Ihm) - prakāśa' bheda abheda

Und damit, wie du gesagt hast, ist die Seele, wenn sie in der transzendentalen Welt versetzt wird,
nicht mehr "Ego-Zentrisch" sondern stellt die befreite Seele
den Transzendentale Herr in Zentrum
und nicht sich selbst
und seine ewige Rolle.

Allerdings das Visum für die spirituelle Welt ist die spirituelle Liebe - prema für den Transzendentalen Herrn - bhagavan.
Deswegen ist das höhere Ziel des Yoga Praxis, die Liebe - prema

kṛti sādhya bhavet sādhya / bhāvā sa sādhanābhidhā

Das was getan wird um das Ziel zu verwirklichen - kṛti sādhya sādhya
was der Zustand bekannt als der Anfang der spirituellen Liebe ist - sa bhavet bhāvā
heißt die Praxis (der spirituellen Hingabe) - ābhidha sādhana

Dieser bhava ist ewig existierend in der Seele, und manifestiert sicht, oder wird erweckt
wen man die Praxis - sadhana bhakti folgt. Ohne Sadhana Bhakti zu praktizieren, wird die spirituelle Liebe nicht erweckt.

nitya siddhasya bhāvasya / prākatyam hṛdi sādhyatā

Durch diese (sadhana - Praxis), wird sich dei ewige, vollkommene Liebe - asya nitya siddhasya bhāva
im Herzen als Verwirklichung manifestiert - hṛdi sādhyata prākatyam

In dieser Welt können wir prema nicht erreichen, sindern nur bhava.

Denn in dem Moment als wir prema erreicht haben, werden wir in unserem spirituellen Körper in der spirituellen Welt gelangen
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