Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch Forum Index Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch
Gaudiya Vaishanvism - Parakya Bhava
 
 FAQFAQ   SearchSearch   MemberlistMemberlist   UsergroupsUsergroups   RegisterRegister 
 ProfileProfile   Log in to check your private messagesLog in to check your private messages   Log inLog in 

Tirthayatra Parva – Die Pilgerreise

 
Post new topic   Reply to topic    Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch Forum Index -> Vedas Upanishads Puranas deutsch
View previous topic :: View next topic  
Author Message
Ads






Posted: Fri Nov 24, 2017 8:21 am    Post subject: Ads

Back to top
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Sun May 05, 2013 3:20 pm    Post subject: Tirthayatra Parva – Die Pilgerreise Reply with quote

80 – Sehnsucht nach Arjuna

Janamejaya fragte:
Oh Heiliger, was taten die Söhne des Pandu, nachdem mein Urgroßvater Arjuna sie in den Wäldern von Kamyaka zurückließ? Mir scheint, daß der mächtige Bogenkämpfer und Vernichter feindlicher Armeen ihre Zuflucht war, wie Vishnu die Zuflucht der Himmlischen ist. Wie verbrachten meine heldenhaften Großväter ihre Zeit im Walde ohne den Helden, der Indra an Heldenmut glich und niemals einer Schlacht den Rücken kehrte?

Vaisampayana erzählte:
Nachdem der unerschrockene Arjuna die Wälder Kamyakas verlassen hatte, überkam seine Brüder Kummer und Trauer. Mit freudlosen Herzen glichen sie Perlen, die man von einer Kette abgestreift hatte. Sie waren wie Vögel ohne Flügel. Selbst der Wald schien ohne den Helden mit den reinen Taten so trüb zu sein, wie die Chaitraratha Wälder ohne Kuvera. So lebten die Söhne Pandus ohne Arjuna vollkommen niedergeschlagen dahin und erlegten als mächtige Krieger mit reinen (unvergifteten) Pfeilen viele wilde Tiere des Waldes als Opfertiere für die Brahmanen.

Eines Tages mußte die Prinzessin von Panchala ganz besonders an ihren dritten Ehemann denken und sprach besorgt zu Yudhishthira:
Ohne unseren Arjuna, der mit seinen beiden Händen dem tausendarmigen Arjuna von einst Konkurrenz machen kann, ist der Wald in meinen Augen nicht mehr so schön wie zuvor. Wohin ich auch meine Blicke richte, ohne ihn scheint mir die Erde verlassen zu sein. All die blühenden Bäume und wunderbaren Orte scheinen mir ohne Arjuna jeglicher Freude beraubt.

Ich kann mich am Kamyaka Wald nicht mehr erfreuen, ohne ihn, der blauen Wolken gleicht, einen würdevollen Gang wie ein Elefant und Augen wie Lotusblüten hat. Wenn ich an den Helden denke, der mit der linken Hand seine Bogensehne spannen kann, die dann wie Donner klingt, empfinde ich kein Glück mehr, oh König.

Als Bhima diesen Strom von Klagen hörte, sprach er zu Draupadi:
Oh gesegnete Dame mit der schlanken Taille, ich stimme deinen Worten voll und ganz zu, und sie erfreuen mein Herz, als ob ich Nektar schlürfte. Ohne ihn, dessen Arme lang, ebenmäßig, stark, rund, wie Eisenkeulen oder fünfköpfige Schlangen und von den Narben der Bogensehne gezeichnet sind, den Bogen, Schwert und andere Waffen schmücken, ebenso wie goldene Armreifen, ohne diesen Tiger unter den Männern scheint mir selbst der Himmel in diesem Wald ohne Sonne zu sein.

Auf ihn vertrauen die Panchalas und Kauravas und fürchten nicht einmal die eisern kämpfenden Reihen der Himmlischen. Ohne den ruhmreichen Helden, mit dessen Armkraft wir alle sicher sind und alle Feinde als bereits besiegt erachten, ach, ohne Phalguna, der bereits die Erde gewonnen hat, kann ich keinen Frieden in den Wäldern von Kamyaka finden. Alle Himmelsrichtungen erscheinen mir leer und in dichte Düsternis gehüllt. Wo meine Blicke auch weilen, die Erde ist mir öde.

Und mit tränenerstickter Stimme schloß sich Nakula an:
Welche Freude können wir ohne diesen vorzüglichen Recken mit den außergewöhnlichen Taten auf dem Schlachtfeld haben, über die sich sogar die Götter unterhalten? Er hat im Norden hunderte Gandharva Anführer besiegt und gewann uns damit zahllose, windesschnelle und bildschöne Tittiri und Kalmasha Pferde, die während des großen Rajasuya Opfers unserem König angeboten wurden. Ohne diesen lieben und ruhmreichen Bruder, diesen nach Bhima geborenen, schrecklichen Kämpfer, ohne den göttergleichen Helden möchte ich nicht länger in den Kamyaka Wäldern leben.

In Nakulas Klagen stimmte auch Sahadeva ein:
Er hat in der Schlacht mächtige Krieger besiegt, Schätze und Jungfrauen zum großen Rajasuya des Königs heimgebracht, mit nur einer Hand die versammelten Yadavas in der Schlacht gedemütigt, Subhadra mit Erlaubnis von Krishnas geraubt und das Reich von Drupada als Lohn für unseren Lehrer Drona gewonnen.

Oh König, wenn ich hier in unserer Einsiedelei auf das leere Graslager von Arjuna blicke, verweigert mein Herz jeglichen Trost. Ich denke, es wäre gut, aus diesem Wald fortzugehen, oh Feindebezwinger, denn ohne den Helden kann uns dieser Wald nicht mehr erfreuen.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Sun Jun 02, 2013 9:23 pm    Post subject: Reply with quote

81 – Besuch von Narada

Vaisampayana sprach:
Nach diesen sorgenvollen Worten seiner Brüder und denen von Draupadi wurde Yudhishthira, der Gerechte, melancholisch und erblickte im gleichen Moment den himmlischen Rishi Narada vor sich, der Brahma Harmonie ausstrahlte wie die Flamme nach einer Opfergabe. Yudhishthira und seine Brüder sprangen auf und grüßten den ruhmreichen Rishi respektvoll.

Dabei strahlte der gutaussehende Anführer der Kurus mit seinen Brüdern wie der Gott der hundert Opfer mit den Himmlischen. Auch Draupadi erhob sich, die den Regeln der Moral folgte und standhaft an der Seite der Pritha Söhne blieb, wie Savitri mit den Veden verbunden ist und die Strahlen der Sonne mit dem Gipfel des Meru. Der ruhmreiche Rishi Narada nahm die Ehren an, und sprach sanft zum Sohn von Dharma, dem hochbeseelten König Yudhishthira:
Sag mir, oh du Bester unter den tugendhaften Menschen, was suchst du und was kann ich für dich tun?

Da verbeugte sich der königliche Sohn von Dharma nebst seinen Brüdern und sprach mit gefalteten Händen:
Oh, du bist höchst gesegnet und in allen Welten geehrt! Wenn du mit mir zufrieden bist, dann erachte ich alle meine Wünsche aufgrund deiner Gnade als erfüllt, oh du mit den exzellenten Gelübden. Und wenn ich und meine Brüder deine Gunst verdienen, oh du Sündenloser, dann zerstreue diesen Zweifel in meinem Geist, oh bester Muni. Erkläre mir bitte in allen Einzelheiten, welchen Verdienst erlangt einer, der um die Welt wandert und die heiligen Wasser und Schreine sehen möchte?

Narada antwortete:
So höre aufmerksam, oh König, was der kluge Bhishma einst von Pulastya vernahm. Vor einiger Zeit lebte der tugendhafte Bhishma zusammen mit Munis in einer entzückenden und heiligen Gegend nahe der Quelle der Ganga, welche auch gern von himmlischen Rishis, Gandharvas und Göttern selbst besucht wird, und folgte dem Pitrya Gelübde (ausdauerndes Fasten und tägliches Opfern zu Ehren der verstorbenen Ahnen).

Während er dort lebte, erfreute der Strahlende mit seinen Opfergaben die Pitris, Götter und Rishis, denn er folgte den Riten aus den heiligen Schriften. Eines Tages, als Bhishma mit seinen stillen Rezitationen beschäftigt war, sah er Pulastya, den Besten der Rishis in seiner wunderbaren Erscheinung.

Als er den ernsthaften Asketen mit dem wunderschönen Strahlen erblickte, erfüllte Bhishma großes Entzücken und höchstes Erstaunen. Dann ehrte der tugendhafte Bhishma den gesegneten Rishi, reinigte sich und trat mit Arghya in der Hand und voll konzentrierter Achtsamkeit vor den Brahmarshi. Er rezitierte laut dessen Namen und sprach:
Oh du mit den vorzüglichen Gelübden, gesegnet seist du. Ich bin Bhishma, dein Sklave. Bei deinem Anblick werde ich von allen Sünden gereinigt.

Dann schwieg Bhishma und stand still wartend mit gefalteten Händen. Als der Muni Bhishma betrachtete, wie er mager und ausgemergelt vor ihm stand, seine Gelübde einhielt und die Veden studierte, da erfüllte ihn große Freude.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Wed Jul 03, 2013 6:41 pm    Post subject: Reply with quote

82 – Über den Verdienst von Pilgerreisen

Pulastya sprach:
Oh du mit den hervorragenden Gelübden, ich bin höchst zufrieden mit deiner Demut, deiner Selbstbeherrschung und deiner Wahrhaftigkeit. Du bist in Moral gegründet. Oh Sündenloser, diese Tugenden gewannest du dir mit der Achtung deiner Ahnen. Ich freue mich über dich, und so ward dir mein Anblick gewährt, mein Sohn. Oh Bhishma, meine Blicke können alles durchdringen. Sag mir, was ich für dich tun kann, du Bester des Kuru Geschlechts. Ich werde dir gewähren, wonach du mich auch bitten magst.

Bhishma antwortete:
Oh höchst Gesegneter, wenn du, den die drei Welten verehren, mit mir zufrieden bist, und ich deshalb mit deinem überragenden Anblick gesegnet wurde, dann erachte ich mich bereits mit Erfolg gekrönt. Und wenn ich deine Gunst verdiene, du höchst Tugendhafter, dann werde ich dir meine Zweifel beschreiben und dich bitten, sie zu zerstreuen. Oh Heiliger, ich habe einige religiöse Zweifel bezüglich der Pilgerorte. Belehre mich ausführlich darüber, ich höre dir zu! Oh du Himmlischer, du zweifachgeborener Rishi, was ist der Verdienst eines Menschen, der um die ganze Welt zieht (und heilige Schreine besucht)? Oh überzeuge mich!

Pulastya sprach:
Mein Sohn, höre aufmerksam zu, ich werde dir den Verdienst erläutern, der mit Tirthas (Pilgerorten, heilige Wasser) verbunden und die Zuflucht der Rishis ist. Dessen Hände und Füße, Wissen und Gedanken, Askese und Taten unter nützlicher Kontrolle sind, der erfreut sich an den Früchten von Tirthas.

Wer keine Geschenke mehr erwartet, zufrieden ist
und ohne Hochmut, der erfreut sich an den Früchten von Tirthas.

Wer ohne Sünde ist, nicht mit Absicht handelt, sich leicht ernährt,
wer seine Sinne unter Kontrolle hat und frei von Schuld ist, der erfreut sich an den Früchten von Tirthas.

Wer sich vom Zorn befreit und an die Wahrheit bindet,
seine Gelübde standhaft befolgt und alle Wesen als sein Selbst erachtet, der erfreut sich an den Früchten von Tirthas.

Die Rishis haben in den Veden die Opfer in rechter Reihenfolge und deren Früchte für jetzt und später beschrieben. Oh Herr der Erde, stattliche Opfer können nicht von einem Armen ausgeführt werden, denn man benötigt dafür zahllose Materialien und reiche Ressourcen. Nur wohlhabende Könige und vor allem Reiche können dies tun.

Doch ich werde dir nun, oh bester Krieger, den Ritus beschreiben,
dessen Früchte denen der Opfer vollkommen gleichen,
und zu dem jeder Mensch in der Lage ist, sei er ohne Besitz, Freunde, Ehefrau und Kinder oder überhaupt ohne jegliche Mittel.

Reise zu den Tirthas, denn sie sind verdienstvoll und bewahren ein großes Geheimnis der Rishis. Sie sind sogar höher einzuschätzen als Opferzeremonien.

Nur der ist ein wirklich armer Mensch, der nie zu einer Tirtha pilgerte,
nie für drei Nächte gefastet hat, oder nie Gold und Kühe verschenkt hat.

Tatsächlich erreicht man mit einem Agnistoma und anderen, großzügigen Opfern längst nicht soviel Verdienst, wie mit einer Pilgerreise. In der Welt der Menschen gibt es eine Tirtha des Gottes der Götter, die in allen drei Welten unter dem Namen Pushkara gefeiert wird.

Wer dorthin pilgert, wird der Gottheit ebenbürtig. Oh hochbeseelter Sohn des Kuru Geschlechts, während des Zwielichts und zu Mittag erscheinen in Pushkara hundert tausend Millionen Tirthas. Die Adityas, Vasus, Rudras, Sadhyas, Maruts, Gandharvas und Apsaras sind immer in Pushkara anwesend. Dort haben die Götter, Daityas und Brahmarshis asketische Hingabe geübt, großen Verdienst angesammelt und sind schließlich göttlich geworden.

Menschen mit Selbstbeherrschung werden schon von ihren Sünden gereinigt und als im Himmel lebend angesehen, wenn sie nur an Pushkara denken. Oh Bhishma, der ruhmreiche Große Vater, der den Lotus als Thron hat, lebte mit großem Vergnügen in dieser Tirtha. Ja, es war in Pushkara, wo die Götter und Rishis einst ihren großen Verdienst und damit höchsten Erfolg erworben haben.

Die Weisen sagen, daß ein Mensch, der hingegeben an die Verehrung von Göttern und Ahnen in dieser Tirtha badet, sich Verdienst gewinnt, der zehnmal so groß ist wie bei einem Pferdeopfer. Wer in den Pushkara Wäldern nur einen einzigen Brahmanen sättigt, der wird hier und nachher glücklich für diese Tat.

Wer sich vegetarisch von Früchten und Wurzeln ernährt, mag mit frommer Achtung und Respekt eben solche Nahrung einem Brahmanen anbieten. Mit solcher Gabe erwirbt der Weise sich den Verdienst eines Pferdeopfers. Wahrlich ruhmreich ist der Kshatriya, Brahmane, Vaisya oder auch Shudra, der in Pushkara badet und sich damit vom Zwang der Wiedergeburt befreit.

Und wer bei Vollmond im Monat Kartika nach Pushkara pilgert, gewinnt sich die ewigwährenden Regionen im Bereich Brahmas. Wer mit gefalteten Händen des Morgens und Abends an Pushkara denkt, gleicht dem Badenden in jeder Tirtha. Ob Mann oder Frau, welche Sünden der Mensch auch seit seiner Geburt beging, sie werden alle aufgelöst beim Bad in Pushkara.

Wie der Vernichter von Madhu (Indra) der Höchste unter den Himmlischen ist, so ist Pushkara die Beste unter den Tirthas. Wer für zwölf Jahre rein und mit geordneten Gelübden in Pushkara lebt, erlangt den Verdienst aller Opfer dieser Welt und geht in den Bereich Brahmas ein.

Wer hundert Jahre das Agnihotra Opfer durchführt, erlangt denselben Verdienst, als wenn er den Monat Kartika in Pushkara verlebt. Es gibt drei weiße Berge und drei Quellen, die seit ferner Vergangenheit unter dem Namen Pushkara bekannt sind. Nun, wir wissen nicht, warum. Doch es ist schwierig, nach Pushkara zu gelangen, schwierig, in Pushkara asketische Enthaltsamkeit zu üben, schwierig, in Pushkara Gaben zu verteilen und schwierig, überhaupt in Pushkara zu leben.

Wer zwölf Nächte in Pushkara mit regelmäßigen Diäten und Gelübden verbracht hat, der umschreite den Ort und begebe sich dann nach Jamvumarga.

Wer sich an diesen, von Himmlischen, Rishis und Pitris oft besuchten Ort begibt, erlangt den Verdienst eines Pferdeopfers und die Früchte all seiner Wünsche.

Wer in Jamvumarga für fünf Nächte lebt, dessen Seele wird von allen Sünden gereinigt und er gewinnt sich hohen Erfolg. Niemals kann solch einer in die Hölle absinken.

Danach sollte man nach Tandulikashrama gehen. Von da an gibt es kein zurück, sondern man steigt in die Bereiche Brahmas auf. Wer zum See des Agastya geht, sich dort der Verehrung der Pitris und Himmlischen widmet und für drei Nächte fastet, erlangt die Früchte eines Agnistoma.

Lebt man dort vegetarisch von Früchten, dann erreicht man den Kaumara Status. Als nächstes sollte man die schöne Einsiedelei des Kanwa besuchen, die in der ganzen Welt verehrt wird. Diesen heiligen Wald gibt es schon sehr, sehr lange, oh Bulle des Bharata Geschlechts.

Sobald man ihn betritt, wird man von allen Sünden befreit. Wer dort fastend und enthaltsam die Pitris und Götter ehrt, gewinnt sich den Segen eines Opfers, welcher alle Wünsche erfüllen kann.

Dann sollte man die Einsiedelei umschreiten und zu dem Ort gehen, an dem Yayati herabfiel. Wer dorthin anlangt, gewinnt den Verdienst eines Pferdopfers. Danach sollte man mit beherrschten Sinnen und enthaltsamer Nahrung nach Mahakala gehen. Badet man in der Tirtha namens Koti, erhält man den Verdienst eines Pferdeopfers.

Ein tugendhafter Mensch sollte als nächstes zur Tirtha des Sthanu (Shiva) pilgern, dem Gatten der Uma, die in allen drei Welten unter dem Namen Bhadravata bekannt ist. Diese Besten unter den Menschen, die dorthin gelangen, schauen Ishana (Shiva) und gewinnen sich denselben Verdienst, als ob sie tausend Kühe verschenkt hätten.

Durch Mahadevas Gnade erlangen sie den Status Ganapatya (ein Ergebener Shivas), der mit Wohlstand, Frieden und Barmherzigkeit gesegnet ist. Dann gehe man nach Narmada, diesem berühmten Fluß, und opfere den Pitris und Göttern sein heiliges Wasser. Auch damit gewinnt man den Verdienst eines Pferdopfers.

Wer am südlichen Ozean dem Brahmacharya Gelübde folgt und seine Sinne zügelt, erhält die Früchte eines Agnistoma Opfers und steigt in den Himmel auf. Dann begebe man sich mit achtsamen Sinnen und enthaltsamer Nahrung nach Charmawati. Auf Geheiß von Rantideva erhält man dort den Verdienst eines Agnistoma.

Dann muß man nach Arvuda reisen, diesem Sohn des Himavat, oh tugendhafter Krieger, wo einst vor langer Zeit ein Loch durch die Erde ging. Dort gibt es eine weltberühmte Einsiedelei des Vasishta. Bleibt man dort für eine Nacht, erhält man den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen.

Wer nach Brahmacharya Art lebt und in der Tirtha Pinga badet, gewinnt sich denselben Verdienst, als ob er hundert Kapila Rinder (ein Kuh mit glücksverheißenden Zeichen, die immer Milch gibt, wenn es nötig ist) verschenkt hätte.

Als nächstes muß man zur vorzüglichen Tirtha namens Prabhasa pilgern. Hier ist Hutashana (Agni) immer in seiner eigenen Gestalt anwesend. Dieser Freund von Pavana (Vayu, Gott des Windes), oh Held, ist der Mund der Götter. Wer mit gezügelter und geheiligter Seele in dieser Tirtha badet, erhält mehr Verdienst, als jedes Agnistoma oder Atiratra Opfer je geben kann.

Als nächstes reise man zu dem Ort, wo die Sarasvati in den Ozean mündet. Hier erhält man den Verdienst der Gabe von tausend Kühen und den Himmel und, oh Bulle der Bharatas, man strahlt in alle Zeit wie Agni selbst. Wer in diesen königlichen Gewässern mit beherrschter Seele badet, den Pitris und Göttern opfert und drei Nächte dort bleibt, der erstrahlt wie der Mond und erhält auch die Früchte eines Pferdeopfers.

Danach sollte man zur Tirtha Varadana pilgern, wo der Rishi Durvasa dem Vishnu seinen Segen gewährte. Auch hier gewährt ein Bad solchen Verdienst, als ob man tausend Kühe verschenkt hätte. Die Reise sollte einen dann mit gezügelten Sinnen und geregelter Diät nach Dwaravati führen.

Dort bade man in Pindaraka und gewinne sich die Frucht des Verschenkens von viel Gold. Oh Gesegneter, es ist wunderbar zu erzählen, daß in dieser Tirtha bis heute Münzen mit dem Zeichen des Lotus und dem Zeichen des Dreizacks zu sehen sind, denn Mahadeva ist an diesem Ort.

Und wenn man dann zu dem Ort geht, an dem sich Sindhu mit dem Meer vermischt, dann sollte man mit beherrschter Seele in der Tirtha des Varuna baden und den Pitris, Rishis und Göttern das Wasseropfer darbringen.

Dann erstrahlt man in eigenem Glanze und gewinnt sich die Bereiche Varunas. Die weisen Menschen sagen, daß man den zehnfachen Verdienst wie bei einem Pferdopfer erlangt, wenn man den Gott mit dem Namen Shanku-karn-eshwara ehrt.

Oh Bulle des Bharata Geschlechts, dann umschreite man diese Tirtha und pilgere zur in allen drei Welten gefeierten Tirtha namens Drimi (oder Dami). Diese Tirtha reinigt von jeder Sünde. Dort ehrten die Götter und Brahma den Maheshvara. Nach dem Bade und der Verehrung von Rudra und den anderen Göttern wird man von allen Sünden seit seiner Geburt gereinigt und gewinnt sich die Früchte eines Pferdeopfers. Denn alle Götter ehren die Tirtha Drimi, oh bester Mann.

Nachdem Vishnu, der Schöpfer des Universums, die Daityas und Danavas geschlagen hatte, kam er hierher, um sich zu reinigen. Als nächstes pilgere man zur geehrten Vasudhara. Mit nur einer Reise zu dieser Tirtha erhält man die Früchte eines Pferdeopfers. Wer dort mit gezügelter Seele und Achtsamkeit badet und den Göttern und Pitris Wasser opfert, der steigt in die Region Vishnus auf und wird dort verehrt.

In dieser Tirtha befindet sich der heilige See der Vasus. Wer darin badet und sein Wasser trinkt, wird von den Vasus geachtet. Dann gibt es noch die gefeierte Tirtha namens Sindhuttama, die jede Sünde zerstört. Oh bester Mann, wer dort badet, erhält dieselben Früchte, als ob er große Mengen an Gold verschenkt hätte.

Wer alsdann mit geheiligter Geist und reinem Betragen in Bhadratunga anlangt, gewinnt sich die Bereiche Brahmas und einen hohen gesegneten Status.

Dann gibt es noch die Tirtha Kumarikas von Indra, die viel von den Siddhas besucht wird. Wer dort badet, kommt in die Bereiche Indras. In Kumarika gibt es noch eine andere Tirtha, Renuka genannt, die auch von den Siddhas heimgesucht wird. Wenn ein Brahmane darin badet, wird er so hell wie der Mond.

Pilgere dann mit gezügelten Sinnen und gemäßigter Diät zur Tirtha Panchanada. Dort gewinnt man sich die Früchte von den fünf Opfern, die nacheinander in den Schriften beschrieben werden.

Dann, oh Bhishma, sollte man zur vorzüglichen Region des Bhima reisen und dort in der Tirtha namens Yoni baden. Ein Mensch wird dadurch zum Kind einer Göttin. Er wird Perlenohrringe tragen und den Verdienst erlangen, den man für das Verschenken von tausend Kühen erhält.

Als nächstes pilgere man zur in allen drei Welten gefeierten Tirtha Sri-kunda und ehre den Großen Herrn. Dadurch erlangt man die Frucht des Verschenkens von tausend Kühen.

Oh Tugendhafter, danach reise man zur vorzüglichen Tirtha namens Vimala, wo man bis heute goldene und silberne Fische entdecken kann. Wer dort badet, erreicht die Regionen Vasavas (Indras). Seine Seele wird von allen Sünden gereinigt und er gelangt in einen höchst gesegneten Zustand.

Weiter reise man nach Vitatsa und gebe den Pitris und Göttern das Wasseropfer. So gewinnt man sich den Verdienst eines Vajapeya Opferrituals. Diese sündenauflösende Tirtha befindet sich im Lande der Kashmiras und ist die Heimstatt der Naga Takshaka.
Wer in ihr badet, gelangt zu höchster Seeligkeit.

Dann sollte man zur überall gefeierten Vadava pilgern. Man bade dort nach allen Regeln am Abend und opfere der Gottheit der sieben Flammen in Butter und Milch gekochten Reis, soweit man es vermag. Die Weisen sagen, daß eine Gabe an die Pitris an diesem Ort unerschöpflich wird. Die Rishis, Pitris, Götter, Gandharvas, alle Stämme der Apsaras, die Guhyakas, Kinnaras, Yakshas, Siddhas, Vidyadharas, Menschen, Rakshasas, Daityas, Rudras und Brahma selbst opferten dort nach tausend Jahren Buße mit beherrschten Sinnen in Milch und Butter gekochten Reis, um Vishnus Gnade zu gewinnen.

Sie offerierten ihm die Gabe und ein jeder gab die sieben Rischis (ein Mantra aus dem Rigveda) dazu. Zufrieden überreichte ihnen Kesava die achtfachen Attribute namens Aishwaryya und andere Dinge, welche sie begehrten. Danach verschwand der Gott vor ihren Augen, wie ein Blitz in den Wolken. Dadurch wurde die Tirtha unter dem Namen Saptacharu (sapta = sieben, charu – in Milch und Butter gekochter Reis) bekannt. Wer dorten der siebenflammigen Gottheit Charu opfert, erhält Verdienst, der die Gabe von tausend Kühen übersteigt, hundert Rajasuya Opfer und auch hundert Pferdeopfer.

Dann verlasse man Vadava, oh Bhishma, und reise nach Raudrapada. Wer dort Mahadeva erblickt, erhält den Verdienst eines Pferdeopfers. Dann pilgere man mit beherrschter Seele und der Art des Brahmacharya folgend nach Manimat, bleibe dort für eine Nacht und gewinne damit den Verdienst eines Agnistoma Opfers.

Dann sollte man zur gefeierten Tirtha Devika reisen. Wir haben vernommen, daß dort zum ersten Mal die Brahmanen ins Dasein kamen. Es ist auch der weithin bekannte Bereich dessen, der den Dreizack trägt. Hat man in Devika gebadet und Maheshvara nach seinen Möglichkeiten in Milch und Butter gekochten Reis geopfert, erlangt man den Verdienst eines alle Wünsche erfüllenden Opfers.

Es gibt noch eine Tirtha des Rudra, die Kamakhya genannt wird, zu der sich oft die Götter begeben. Wer dort badet, erlangt schnellen Erfolg. Und wer die Wasser von Yajana, Yaijana, Brahmavaluka und Pushpamva berührt, der wird von allen Sorgen nach diesem Leben befreit.

Die Gelehrten haben gesagt, daß die geheiligte Tirtha Devika die Zuflucht der Götter und Rishis und fünf Yojanas lang und ein halbes Yojana breit ist. Danach sollte man der Tradition gemäß nach Dirghasatra gehen. Dort führen die Götter mit Brahma an ihrer Spitze ihre langen Opferriten aus mit regelmäßigen Gelübden, Rezitationen und der Befolgung des vorhergehenden Gebots. Wenn man nur nach Dirghasatra ginge, oh Bhishma, hätte man schon Verdienst gewonnen, der sowohl das Rajasuya als auch das Pferdeopfer übersteigt.

Als nächstes pilgere man mit gezügelten Sinnen und geregelter Diät nach Vinasana, wo Sarasvati an Merus Brust verschwand und in Chamasa, Shivodveda (Sivodbheda) und Nagodveda (Nagodbheda) wieder erschien.

Wer in Chamodveda (Chamasobheda) badet, erhält den Verdienst eines Agnistoma Opfers. Wer in Shivodveda badet, den des Schenkens von tausend Kühen. Und wer in Nagodveda badet, gelangt in die Regionen der Nagas.

Danach sollte man zur unzugänglichen Tirtha von Shashayana reisen, wo die Kraniche in Gestalt von Shashas (= Mondflecken oder Hasen) verschwinden, jedes Jahr im Monat Kartika wiederkommen und in der Sarasvati baden, oh Bharata. Wer dort sein Bad nimmt, der erstrahlt wie der Mond und erhält den Verdienst der Gabe von tausend Kühen.

Dann reise man mit beherrschten Sinnen nach Kumarakoti und ehre dort badend die Götter und Pitris. Der Verdienst des Schenkens von zehntausend Kühen ist der Lohn, und die Ahnen werden in höhere Bereiche erhoben.

Als nächstes pilgere man, oh du Tugendhafter, mit gezügelter Seele nach Rudrakoti, wo sich in alten Tagen zehn Millionen Munis versammelten. Mit großem Eifer sehnten sie sich danach, Mahadeva zu schauen, und ein jeder von ihnen rief: „Ich werde den Gott zuerst sehen! Ich werde den Gott als Erster sehen!“ Um jeglichen Disput zwischen den Rishis mit den beherrschten Seelen zu vermeiden, vervielfachte sich der Herr des Yoga dank seiner Yoga Kraft zehn Millionen mal und erschien vor jedem von ihnen.

Da sprach jeder Rishi: „Ich habe ihn zuerst gesehen.“ Zutiefst zufrieden über ihre Hingabe gewährte Mahadeva den Munis einen Segen. Er sprach: „Von heute an soll eure Rechtschaffenheit anwachsen.“ Nun, oh Tiger unter den Männern, wer mit reinem Geist in Rudrakoti badet, gewinnt sich den Verdienst eines Pferdeopfers und erlöst seine Ahnen.

Danach sollte man zur höchst gefeierten und heiligen Region pilgern, wo sich Sarasvati mit dem Meer vermischt. Dorthin gehen die Götter mit Brahma und alle asketisch reichen Rishis, um Kesava am vierzehnten Tag der hellen Monatshälfte Chaitra zu verehren.

Badend gewinnt man sich dort denselben Verdienst, als ob man viel Gold verschenkt hätte. Die Seele wird von allen Sünden gereinigt, und man steigt in die Region Brahmas auf. Dort haben die Rishis viele Opfer vollendet. Eine Reise an diesen Ort gewährt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Sat Jul 06, 2013 7:26 pm    Post subject: Reply with quote

83 – Weitere Pilgerreisen und ihr Verdienst

Pulastya fuhr fort:
Nun sollte man zum verehrten Kurukshetra pilgern, bei dessen Anblick alle Kreaturen von ihren Sünden befreit werden. Wer beständig spricht: „Ich werde in Kurukshetra leben!“ wird von allen Sünden erlöst. Schon der Staub, den der Wind über Kurukshetra aufwirbelt, führt einen sündigen Menschen zu einem gesegneten Leben. Kurukshetra liegt südlich der Sarasvati und nördlich von Drisadvati, und es wird gesagt, wer in Kurukshetra lebt, lebt im Himmel.

Oh Held, dort sollte man für einen Monat bleiben, du bester Krieger. Die Götter, Brahma, Rishis, Siddhas, Charanas, Gandharvas, Apsaras, Yakshas und Nagas begeben sich oft ins höchst heilige Brahmakshetra. Schon beim dem Wunsch, nach Kurukshetra zu reisen, werden Sünden bereinigt und man geht schließlich in die Region Brahmas ein.

Wer nach Kurukshetra mit frommem Geisteszustand reist, erhält die Früchte eines Rajasuya und Pferdeopfers. Wer dann den Yaksha Mankanaka grüßt, diesen mächtigen Torhüter (von Kuvera) erhält dieselbe Frucht, als ob er tausend Kühe weggegeben hätte.

Oh Tugendhafter, danach sollte man zur vorzüglichen Region Vishnus reisen, wo Hari allseits anwesend ist. Badend und sich vor Hari verbeugend, dem Schöpfer der drei Welten, erhält man den Verdienst eines Pferdeopfers und gelangt zur Heimstatt von Vishnu.

Nun sollte man nach Pariplava pilgern, dieser in allen drei Welten gefeierten Tirtha. Wer dort badet, erhält mehr Verdienst, als Agnistoma und Atiratra Opfer zusammen einbringen.

Danach gehe man zur Tirtha Prithivi und gewinne sich den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Ein Pilgernder sollte als nächstes nach Shalukini reisen, in Dash-ashwamedha baden und den Verdienst von zehn Pferdeopfern erlangen. Dann begebe man sich nach Sarpadi, dieser vorzüglichen Tirtha der Nagas, gewinne sich den Verdienst eines Agnistoma Opfers und die Region der Nagas.

Oh Tugendhafter, als nächstes reise man zu Tarantuka, dem Torhüter, und bleibe dort für eine Nacht, damit man den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen erhalte. Mit gezügelten Sinnen und mäßiger Nahrung pilgere man sodann nach Panchanada und bade in der Tirtha namens Koti mit dem Verdienst eines Pferdeopfers.

Wer als nächstes zur Tirtha der Aswin Zwillinge reist, erhält körperliche Schönheit. Oh Tugendhafter, dann begebe man sich zur vorzüglichen Tirtha mit dem Namen Varaha, wo einst Vishnu in Gestalt eines Ebers erschien. Wer dort badet erhält den Verdienst eines Pferdopfers. Beim Bad in der Tirtha Soma in Jayanti erhält man den Verdienst eines Rajasuya Opfers, in Ekahansa den des Schenkens von tausend Kühen.

Wer zu den Tirthas in Kritashaucha pilgert, gewinnt die lotusäugige Gottheit (Vishnu) und eine vollkommen reine Seele. Munjavata ist ein dem ruhmreichen Shtanu heiliger Ort. Wer dort eine Nacht ohne Nahrung bleibt, gelangt in den Status Ganapatya. Dort befindet sich die wunderbare Tirtha Yakshini, in der man die Erfüllung aller Wünsche erlangen kann. Oh Bulle der Bharatas, diese Tirtha wird als das Tor zu Kurukshetra erachtet.

Ein Pilger sollte sie mit konzentrierter Aufmerksamkeit umwandern. Genau wie Pushkara wurde sie einst vom hochbeseelten Rama, dem Sohn des Jamadagni, geschaffen. Wer dort badet und Göttern und Ahnen opfert, erhält den Verdienst eines Pferdopfers und wird in allen Dingen erfolgreich.

Die Pilgerreise gehe sodann mit konzentrierter Seele nach Ramahrdas, wo eben dieser heldenhafte Rama mit der strahlenden Energie die Kshatriyas mit seiner Macht vernichtete, fünf Seen ausgrub und sie mit dem Blut seiner Opfer füllte. Es wird erzählt, daß Rama dann seinen verstorbenen Vätern und Großvätern das Blut der Kshatriyas opferte. Zufrieden sprachen da die Rishis zu ihm: Oh Rama, Rama, du mit dem glücklichen Schicksal, wir sind zufrieden mit dir, oh du aus dem Geschlecht des Bhrigu, wegen deiner Achtung vor den Ahnen und wegen deines Heldenmutes, du Ruhmreicher. Gesegnet seist du, und bitte um den Segen, den du begehrst. Was wünschst du, höchst Strahlender? – Und der kriegerische Rama antwortete den Pitris am Sternenhimmel mit gefalteten Händen: Wenn ihr mit mir zufrieden seid und ich eure Gunst verdiene, dann bitte ich darum, daß ich Freude an asketischer Enthaltsamkeit finden möge. Laßt mich auch durch eure Macht von der Sünde befreit sein, daß ich aus Zorn das Geschlecht der Kshatriyas auslöschte. Und mögen meine Seen aus Blut zu gefeierten Tirthas werden.

– Höchst erfreut über diese gesegneten Worte Ramas antworteten ihm die Pitris: Möge deine Askese aus Achtung vor den Ahnen anwachsen. Du hast zwar aus Zorn die Kshatriyas vernichtet, doch von dieser Sünde bist du längst befreit, denn sie vergingen wegen ihrer eigenen Übeltaten. Ohne Zweifel werden diese Seen zu Tirthas werden. Wer in ihnen badet und ihr Wasser den Ahnen opfert, dem werden die Ahnen seine Wünsche gewähren wie den ewigen Himmel, auch wenn die Wünsche in der Welt schwierig zu erfüllen sind.

– Dann grüßten die Pitris voller Freude den Rama und verschwanden. So wurden die Seen des ruhmreichen Rama aus dem Geschlecht des Bhrigu zu heiligen Orten. Wie ein Brahmacharya Art sollte man leben und heiligen Gelübden folgen, wenn man in diesen Teichen badet und Rama ehrt. Denn dann erhält man den Verdienst des Schenkens von viel, viel Gold.

Nun pilgere man nach Vansha-mulaka, bade dort und erhebe sein eigenes Geschlecht. Als nächstes reise der Pilger zur Tirtha Kayshodhana, um nach dem Bade mit reinem Körper in gesegnete Regionen von unvergleichlicher Herrlichkeit einzugehen. Danach sollte man zur berühmten Tirtha Lokodhava wandern, wo einst der ruhmreiche Vishnu die Welten erschuf.

Wer zu dieser in allen Welten hochgeehrten Tirtha gelangt, gewinnt sich im Bade zahllose Welten. Nun sollte man mit beherrschter Seele zur Tirtha namens Shri pilgern, welche großen Wohlstand gewährt, wenn man in ihr badet und die Pitris und Götter ehrt.

Der Brahmacharya Art folgend und mit konzentrierter Seele reise man als nächstes nach Kapila, und gewinne sich dort die Früchte des Schenkens von tausend Kapila Kühen, während man badend die Götter und Pitris ehrt. So sollte man weiterreisen zur Tirtha namens Surya, baden, fasten und mit gezügelter Seele die Ahnen und Götter ehren.

Dies gewährt die Früchte eines Agnistoma Opfers und schließlich die Region der Sonne. Reist der Pilger nach Gobhavana und nimmt dort ein Bad, erlangt er den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. In Shankini gibt das Bad in der Devi Tirtha großen Heldenmut.

Die Tirtha Tarandaka in der Nähe der Sarasvati gehört dem ruhmreichen Anführer der Yakshas an, der ein Torhüter (von Kuvera) ist. Sie gibt den Verdienst eines Agnistoma Opfers. Brahmavarta gibt den Zugang zum Reich Brahmas. In Sutirtha sind alle Götter und Pitris anwesend. Wer sie badend ehrt, erlangt den Verdienst eines Pferdopfers und erreicht die Regionen der Pitris. Und deshalb wird diese Tirtha in Amvumati als besonders vorzüglich bezeichnet.

Ein Bad in Kashishwara (ein Name Shivas; Der Ort wird auch Benares oder Kashi genannt, und die nachfolgenden vier Tirthas existieren bis heute. ) befreit von allen Krankheiten, und man wird im Hause Brahmas verehrt.

Die nächste Tirtha dort wird Matri genannt. Sie ist äußerst kraftvoll und gewährt großen Wohlstand. Die nächste Tirtha namens Shitavana gewährt etwas, was kaum eine andere kann, denn sie gibt dem Pilger große Heiligkeit, wenn er seinem Haar entsagt.

Die nächste Tirtha heißt Shwavillomapaha, in der gelehrte Brahmanen mit dem Eintauchen in ihre Wasser große Zufriedenheit erlangen. Gute Brahmanen erreichen dort mittels Pranayama (Atemkontrolle) Heiligkeit und mit dem Scheren ihrer Haare einen hohen Status. Es gibt dort noch eine andere Tirtha namens Dash-ashwamedhika. Wer dort badet, wird erhöht.

Dann kommt Manusha, wo einst eine von den Pfeilen des Jägers gepeinigte Herde schwarzer Antilopen ins Wasser eintauchte und in menschliche Wesen verwandelt wurde. Wer hier als Brahmacharya mit gezügelten Sinnen badet, wird von allen Sünden befreit und im Himmel geehrt.

Im Abstand eines Crosha östlich von Manusha fließt der Strom Apaga, welchen die Siddhas gerne aufsuchen. Wer hier zu Ehren der Götter und Pitris Shyamaka Körner opfert, erlangt großen religiösen Verdienst. Und wer hier nur einen Brahmanen sättigt, macht sich verdient, als ob er zehn Millionen Brahmanen ernährt. Man bleibe für eine Nacht, bade und ehre die Ahnen und Götter. Dann erhält man den Verdienst eines Agnistoma Opfers.

Als nächstes pilgere man zu dieser herrlichen Region Brahmas, die auf Erden unter dem Namen Brahm-odumvara bekannt ist. Dann tauche in die Wasserstelle der sieben Rishis mit reinem Geist und beherrschter Seele ein und dann in die Tirtha des hochbeseelten Kapila namens Kedara. Wer dort Brahma schaut, geht mit von allen Sünden gereinigter Seele in die Heimstatt Brahmas ein.

Danach begebe man sich zur schwer erreichbaren Tirtha des Kapishtala und verbrenne seine Sünden mit asketischer Buße, um die Kraft zu erlangen, nach Belieben verschwinden zu können. Wer nach Saraka pilgert und Mahadeva am vierzehnten Tag der dunklen Monatshälfte schaut, bekommt all seine Wünsche erfüllt und geht in den Himmel ein.

In Saraka und auch in Rudrakoti, sowohl in den Quellen und Teichen dort gibt es dreißig Millionen Tirthas. Wer in die Tirtha Ilaspada eintaucht und die Götter und Pitris ehrt, sinkt niemals in eine Hölle hinab und gewinnt sich die Früchte eines Vajapeya Opfers. Kindana und Kinjapa gewähren den Verdienst des Schenkens von Bergen von Reichtümern und des unermüdlichen Rezitierens von Gebeten. Ein hingebungsvolles und achtsames Bad in Kalashi gibt die Frucht eines Agnistoma Opfers.

Östlich von Saraka existiert die glücksverheißende Tirtha Ambajanma des hochbeseelten Narada. Wer darin badet erhält nach dem Tod auf Geheiß Naradas viele unvergleichliche Regionen.

Am zehnten Tag der hellen Monatshälfte sollte man nach Pundarika pilgern, denn sie gewährt den Verdienst eines Pundarika Opfers. In der weithin berühmten Tirtha Tripistata fließt der heilige und sündenauflösende Fluß Vaitarani. Man bade und ehre dort den Gott, der als Zeichen den Stier hat und den Dreizack in der Hand trägt. Und wenn dann die Seele von allen Sünden gereinigt ist, erreicht man den höchsten Status.

In Falakivana waren die Götter lange anwesend, denn dort haben sie für viele tausend Jahre asketische Buße geübt. Drisadvati gewährt mehr Verdienst, als Agnistoma und Atiratra Opfer zusammen. Sarvadeva gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Panikatha gibt Verdienst jenseits von Agnistoma, Atiratha und Rajasuya Opfer und die Region der Rishis.

Uns wurde auch erzählt, daß in der Tirtha Mishraka der hochbeseelte Vyasa zum Wohle der Brahmanen alle Tirthas vermischt hat. Wer also in Mishraka badet, taucht in alle Tirthas ein. Weiter geht es zur Tirtha Vyasavana und zu Manojaya, welches den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen gewährt.

In der Devi Tirtha in Madhuvati erhält man auf Geheiß der Göttin den gleichen Verdienst, als wenn man mit gezügelten Sinnen und gemäßigter Diät den Göttern und Ahnen opfert. Wer im Zusammenfluß von Kausiki und Drishadwati badet, wird von allen Sünden gereinigt. In Vyasastali trauerte der kluge Vyasa um seinen Sohn, beschloß, seinen Körper aufzugeben, und wurde von den Göttern wieder getröstet. Wer dorthin pilgert, erhält den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen.

Wer in die Quelle Kindatta einige Hände voll Sesam wirft, wird von allen Schulden befreit und gewinnt sich großen Erfolg. Das Bad in Vedi gibt großen Verdienst und das in Ahas und Sudina gibt die Reise in die Region der Sonne. Mrigadhumna und die Verehrung von Mahadeva gibt den Verdienst eines Pferdeopfers.

Wer auch die Devi Tirtha ehrt, erhält noch den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Vamanaka wird in allen Welten gefeiert. Wer dort in Vishnupada eintaucht und Vamana (den Zwerg, Vishnu) ehrt, geht mit gereinigter Seele in den Bereich von Vishnu ein.

Kulampuna heiligt das eigene Geschlecht. Dann reise man nach Pavana-hrada (Teich des Pavana/ Windgottes), dieser vorzüglichen Tirtha der Maruts. Wer dort badet, wird in der Region des Windgottes geachtet. Wer in Amara-hrada (himmlischer Teich) eintaucht und mit Hingabe den Anführer der Götter ehrt, wird im Himmel verehrt und reist in Begleitung der Unsterblichen in einem wunderbaren Wagen.

Shali-surya in Shalihotra gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen und Srikunja in der Sarasvati den eines Agnistoma. Als nächstes pilgere man nach Naimisha-kunja. Dort schworen die asketisch enthaltsamen Rishis im Naimisha Wald einst ihren Pilgereid und begaben sich nach Kurukshetra. Dort errichteten sie einen kleinen hölzernen Schrein, damit er ihnen auch als Ruheort diene und sie erfreue. Wer an diesem Platz in der Sarasvati badet, gewinnt sich den Verdienst eines Agnistoma Opfers.

Kanya gibt den Verdienst des Verschenkens von tausend Kühen. Und wer von den drei niederen Kasten in Brahma eintaucht, erhält den Status eines Brahmanen. Badet ein Brahmane in Brahma, wird seine Seele von jeder Sünde gereinigt und er erlangt den höchsten Status. Wer in Soma eintaucht, gelangt in die Bereiche Somas.

In Sapta-Saraswat erlangte der gefeierte Rishi Mankanaka asketischen Erfolg. Wir haben vernommen, daß er sich damals mit einem scharfen Kusha Grashalm in die Hand schnitt. Doch aus der Wunde floß kein Blut, sondern Pflanzensaft. Daraufhin tanzte der Rishi mit staunend weit aufgerissenen Augen, und alle Kreaturen wurden von seiner Macht überwältigt und tanzten mit ihm.

Die Götter und asketisch reichen Rishis nebst Brahma sahen dies besorgt mit an und baten Mahadeva: „Oh Gott, es ziemt sich für dich so zu handeln, daß der Rishi aufhört zu tanzen.“ Mit freudigem Herzen und zum Wohle der Götter trat da Mahadeva vor den tanzenden Rishi und sprach zu ihm: „Oh großer Rishi, warum tanzt du? Was ist der Grund für deine überquellende Freude?“ Der Rishi antwortete: „Oh bester Brahmane, ich bin ein Asket auf dem Pfade der Tugend. Siehst du nicht, daß aus meiner Wunde an der Hand Pflanzensaft strömt? Dies erfüllt mich mit großer Verwunderung und auch Freude, und deswegen tanze ich!“

Da lachte der Gott beim Anblick des Rishi, den seine Gefühle blind gemacht hatten und er sprach: „Oh Brahmane, das verwundert mich nicht. Schau mich an!“ Und Mahadeva drückte mit seiner Fingerspitze auf seinen Daumen, und aus der Wunde schoß Asche so weiß wie Schnee. Da schämte sich der Muni und fiel zu Füßen des Gottes nieder. Er erkannte, daß niemand besser und größer war als Gott Rudra und verehrte ihn mit diesen Worten:

Oh Träger des Dreizacks, du bist die Zuflucht der Himmlischen und Asuras und tatsächlich des ganzen Universums. Du erschufest die drei Welten mit all ihren beweglichen und unbeweglichen Wesen darin. Und am Ende des Yuga saugst du wieder alles in dich ein. Nicht einmal die Götter können dich erfassen, von mir ganz zu schweigen. Oh du Sündenloser, in dir zeigen sich die Götter mit Brahma an ihrer Spitze. Du bist alles, Schöpfer und Lenker der Welten. Durch deine Gnade leben die Götter ohne alle Sorge und Furcht.

Und weiter sprach der Rishi: „Oh Gott der Götter, gewähre mir deine Gnade, so daß meine Askese sich nicht verringere.“ Da antwortete Mahadeva mit der freudvollen Seele: „Durch meine Gunst vertausendfache sich deine Askese, oh großer Muni. Von nun an werde ich hier mit dir in deiner Einsiedelei leben. Wer in Sapta-Saraswat badet und mich ehrt, wird hier und nachher überall hingelangen können. Und zweifellos wird derjenige schließlich in den Bereich der Sarasvati kommen.“ Danach verschwand Mahadeva.

Als nächstes sollte man nach Ansanasa (von Usanas, einer der vielen Namen des Sukracharya, dem spirituellen Lehrer der Asuras) pilgern, welches in allen drei Welten berühmt ist. Dort waren die Götter mit Brahma an ihrer Spitze, die an Askese reichen Rishis und der ruhmreiche Kartikeya immerwährend der Dämmerungen und zu Mittag anwesend, als sie Bhargava (Usanas) Gutes tun wollten.

Es gibt da noch eine andere Tirtha namens Kapalamochana, welche von jeder Sünde befreit. Die Tirtha Agni bringt einen in die Region Agnis und erhebt die eigene Familie. Dann gibt es noch eine Tirtha, welche zu Vishvamitra gehört. Wer in ihr badet, erlangt den Status eines Brahmanen.

Mit reinem Körper und beherrschter Seele reise man danach zu Brahmayona, erlange badend die Regionen Brahmas und heilige sein Geschlecht sieben Generationen in jede Richtung. Die gefeierte Tirtha Prithudaka gehört zu Kartikeya. In sie sollte man eintauchen und Götter und Ahnen ehren. Denn welch üble Tat man aus menschlichen Motiven auch beging, ob wissend oder unwissend, ob Frau oder Mann, hier wird alles aufgelöst mit einem Bad in dieser Tirtha. Und man gewinnt auch den Verdienst eines Pferdeopfers nebst dem Himmel.

Die Gelehrten sagen: Kurukshetra ist heilig. Heiliger ist die Sarasvati. Und heiliger als die Sarasvati sind alle Tirthas zusammen. Doch noch heiliger als dies ist Prithudaka. Wer hier, in dieser Besten aller Tirthas, Gebete sprechend seinen Körper losläßt, wird unsterblich.

Sanatkumara und der hochbeseelte Vyasa besangen es, und auch die Veden sagen, daß man mit gezügelter Seele nach Prithudaka pilgern soll. Keine Tirtha ist besser als sie, denn sie ist reinigend, heilig und Sünden auflösend. Jeder Sünder geht hier mit einem Bad in den Himmel ein. Das sagen die Wissenden.

Es gibt dort noch eine Tirtha mit Namen Madhusrava. Sie gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Die Tirtha am Zusammenfluß von Sarasvati und Aruna ist ebenfalls heilig und berühmt. Wer hier badet und für drei Nächte fastet, wird von der Sünde des Brahmanenmordes gereinigt und erhält Verdienst, der höher als der eines Agnistoma oder Atiratra Opfers ist.
Außerdem rettet man seine Familie bis in die siebte Generation in beide Richtungen.

Es gibt dort noch eine Tirtha, die Ardhakila genannt wird. Darbhi schuf vor langer Zeit diese Tirtha aus Mitgefühl mit den Brahmanen. Wer hier Gelübden folgt, die heilige Schnur anlegt, fastet, die rechten Riten ausführt und Mantras rezitiert, wird ein Brahmane. Es wurde auch schon beobachtet, daß einst Gelehrte ohne alle Riten und Mantras, nur durch ein Bad in dieser Tirtha gelehrt wurden und den Verdienst von eingehaltenen Gelübden erhielten. Darbhi brachte damals auch die vier Ozeane an diesem Ort zusammen. Wer hier badet, fällt später nie mehr ins Unglück und bekommt den Verdienst des Schenkens von viertausend Kühen.

Danach sollte man zur Tirtha Shata-sahasraka reisen und zur Tirtha Sahasraka. Beide sind berühmt, und wer in ihnen badet erlangt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Fasten und Gaben vermehren ihren Verdienst hier tausendfach.

Renuka reinigt von jeder Sünde und gibt den Verdienst eines Agnistoma Opfers, wenn man badend Götter und Pitris ehrt. Wer mit kontrollierten Sinnen und Leidenschaften in Vimochana eintaucht, wird von allen Sünden gereinigt, die aus der Annahme von Geschenken kommen.

Als Brahmacharya und mit gezügelten Sinnen sollte man sich Panchavati nähern. Denn eine Reise dorthin gibt viel Tugend und die Achtung der Tugendhaften. Als nächstes pilgere man zur Tirtha des Varuna namens Taijasa, die aus sich heraus strahlt. In dieser Tirtha ist der Herr des Yoga anwesend, Shtanu selbst, der den Stier als sein Reittier hat. Wer hier den Gott der Götter ehrt, erfährt Erfolg. Und es war hier, wo die Götter nebst Brahma und die askesereichen Rishis Guha als Oberbefehlshaber der Himmlischen einsetzten.

Im Osten liegt eine andere Tirtha mit Namen Kuru. Wer hier badet und die Sinne zügelt wird von allen Sünden gereinigt und gelangt in die Bereiche Brahmas. Danach sollte man maßvoll in Essen und Lebensweise nach Sargadwara (=Tor zum Himmel) pilgern, denn dort erlangt man den Verdienst eines Agnistoma Opfers und die Heimstatt Brahmas.

Die Pilgerreise sollte dann nach Anaraka führen. Wer hier badet, wird niemals wieder Unglück erfahren. Dort sind Brahma, die Götter und Narayana immer anwesend, oh Tiger unter den Männern. Auch die Gattin von Rudra ist immer da. Wer die Göttin erblickt, erfährt kein Leid mehr. Und auch Vishweshara (Shiva) ist hier, der Gemahl von Uma. Wer ihn, den Gott der Götter, schaut, ist von allen Sünden gereinigt. Und wer Narayana schaut, dessen Nabel der Lotus entsprang, der erstrahlt und geht in die Regionen Vishnus ein. Wer in dieser Tirtha der Götter badet, ist von allem Leid befreit und erstrahlt wie der Mond.

Danach sollte der Pilger nach Swastipura wandern und den Ort umrunden, damit er sich den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen gewinnt. Pavana gibt den Verdienst eines Agnistoma, wenn man Göttern und Pitris Opfer anbietet.

Kupa in der Nähe von Gangahrada enthält dreißig Millionen Tirthas. Wer dort badet, gewinnt sich den Himmel. Wer in Gangahrada badet und Maheshvara ehrt, erlangt den Status eines Ganpatya und rettet sein Geschlecht.

Sthanuvata gibt den Himmel. Vadaripachna ist die Einsiedelei von Vasishta. Dort sollte man für drei Nächte fasten und dann Datteln essen. Ob man für zwölf Jahre von Datteln lebt oder drei Nächte an dieser Tirtha fastet, ist gleich, was den gewonnenen Verdienst anbelangt.

Wer in Indramarga für drei Tage und Nächte fastet, wird in der Heimstatt Indras verehrt. Erreicht der Pilger Ekaratra und folgt für eine Nacht seinen Gelübden und bleibt bei der Wahrheit, dann wird er in der Heimstatt Brahmans verehrt. Danach sollte der Pilger in die Einsiedelei von Aditya (Sonne) gehen, dieses ruhmreichen und gewaltig strahlenden Gottes. Wer beim Bade den Gott des Lichtes ehrt, geht in die Bereiche Adityas ein und rettet seine eigene Familie.

Als nächstes pilgere man zur höchst heiligen und weltbekannten Tirtha des ruhmreichen Dadhicha. Hier wurde Angiras aus dem Geschlecht Saraswata geboren, dieser Ozean an asketischer Enthaltsamkeit. Wer hier badet, gewinnt den Verdienst eines Pferdeopfers und zweifellos eine Heimstatt in den Bereichen der Sarasvati. Ein Bad in der Sarasvati während einer Sonnenfinsternis gibt den Verdienst von hundert Pferdopfern und jedes Opfer, welches man dann ausführt, verleiht ewigen Verdienst.

Mit gezügelten Sinnen und als Brahmacharya nähere man sich dann Kanyashrama. Achtsam und enthaltsam bleibe der Pilger für drei Nächte und gewinne sich hundert himmlische Damen und die Bereiche Brahmas. In Sannihati verleihen die Götter mit Brahma und den asketisch reichen Rishis viel Tugend.

Alle Tirthas auf Erden oder im Firmament, alle Flüsse, Bächlein, Quellen, große oder kleine Wasserstellen und heiligen Orte sind gewissen Gottheiten heilig, und vermischen sich Monat für Monat mit Sannihati. Daher kommt ihr Name (Sannihati = Vereinigung von Vielem). Wer in ihr badet und ihr Wasser trinkt, wird im Himmel geehrt.

Höre nun, oh Bhishma, welchen Verdienst ein Sterblicher erlangt, wenn er das Sraddha hier am Tag des Neumondes während einer Sonnenfinsternis ausführt. Es ist der Verdienst von tausend ordentlich ausgeführten Pferdopfern. Jede Sünde, die Mann oder Frau begehen können, wird durch ein Bad in dieser Tirtha ausgelöscht, und man steigt in einem Lotuswagen in die Wohnstatt Brahmas auf. Als nächstes bade man in Koti- Tirtha, nachdem man den Yaksha Torhüter Machakruka verehrt hat, und erhalte den Verdienst, viel Gold verschenkt zu haben.

Die Tirtha Naimisha wirkt Gutes auf Erden, Pushkara im Firmament und Kurukshetra in allen drei Welten. Das heilige Kurukshetra wird von den Brahmarshis als Altar für die Götter geehrt. Die Sterblichen, welche dort leben, haben nichts zu leiden zu keiner Zeit. Das Gebiet, welches zwischen Tarantuka und Arantuka und den Seen von Rama und Machakruka liegt, heißt Kurukshetra. Es wird auch Samanta-panchaka oder der nördliche Altar des Großen Vaters genannt.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Thu Jul 11, 2013 1:41 pm    Post subject: Reply with quote

84 – Noch mehr Pilgerorte und ihr Verdienst

Pulastya fuhr fort:
Nun sollte man zur hervorragenden Tirtha von Dharma pilgern, an welcher der ruhmreiche Gott der Gerechtigkeit einst höchst verdienstvolle Askese übte. Damit machte er den Ort zu einer heiligen Tirtha und verlieh ihr seinen Namen. Ein tugendhafter Mensch mit konzentrierter Seele heiligt seine Familie mit einem Bad bis ins siebte Glied.

Danach gehe man nach Jnana-pavana, gewinne sich den Verdienst eines Agnistoma Opfers und die Region der Munis. In Saugandhikavana leben die Himmlischen mit Brahma, die askesereichen Rishis, Siddhas, Charanas, Gandharvas, Kinnaras und die großen Schlangen. Wer in diese Wälder eintritt, ist sogleich von allen seinen Sünden gereinigt.

Dann sollte man zur heiligen Göttin Sarasvati reisen, dort als Göttin Plaksha bekannt, dieser beste Strom und vorzüglichste Fluß. Hier sollte man aus einem Ameisenhügel heraus ins Wasser gleiten, Götter und Pitris ehren und damit den Verdienst eines Pferdeopfers erlangen. Es gibt dort eine seltene Tirtha namens Isanadhyushita, die fünf shamya Würfe entfernt (ein Holzstab, dem man in Opferzeremonien benutzt) vom Ameisenhügel liegt.

Wie man in den Puranas sehen kann, erwirbt sich ein Mensch mit dem Bad in dieser Tirtha den Verdienst des Schenkens von tausend Kapila Rindern und den eines Pferdeopfers. Die Reise nach Sugandha, Satakumbha und Panchasyaka gibt Verehrung im Himmel.

Trishulakhata gewährt den Status eines Ganapatya nach dem Tod. Danach sollte man zu dem Ort der Göttin pilgern, die in allen drei Welten unter dem Namen Sakamvari gefeiert wird. Denn einst lebte die ihren Gelübden treue Dame für tausend himmlische Jahre, Monat für Monat, nur von Kräutern. Aus Verehrung für die Göttin zog es viele askesereiche Rishis zu diesem Ort, und sie alle wurden von ihr mit Kräutern gespeist. Daher gaben sie ihr den Namen Sakamvari. Wer hier ankommt, mit gespannter Achtsamkeit und als Brahmacharya drei Nächte in Reinheit verbringt und sich nur von Kräutern ernährt, erhält nach dem Wunsch der Göttin denselben Verdienst, als ob er für zwölf Jahre nur von Kräutern gelebt hätte.

Als nächstes besuche man die weltberühmte Tirtha Suvarna, wo Vishnu einst dem Rudra seine Verehrung zollte und dafür viele Segen gewährt bekam, die sogar für Götter schwer zu erlangen sind. Denn wohlwollend und zufrieden sprach damals der Vernichter von Tripura: „Oh Krishna, du wirst zweifellos der Beste im Universum sein und viel geliebt.“ Wer dorthin pilgert und die Gottheit mit dem Bullen als Zeichen ehrt, erhält den Verdienst eines Pferdeopfers und den Status eines Ganapatya.

In Dhumavati faste man für drei Nächte und bekommt alle ersehnten Wünsche erfüllt. Südlich davon liegt Rathavarta, welchem man sich mit hingebungsvollem Herzen und kontrollierten Sinnen nähern sollte. Dann erlangt man durch die Gunst Mahadevas einen höheren Status. Nachdem man den Ort umrundet hat, pilgere man nach Dhara, welches alle Sünden abwäscht. Ein Bad befreit einen von allen Sorgen. So verneige man sich vor dem Großen Berg (Himavat), und weiter geht die Reise zur Quelle der Ganga, die ohne Zweifel ein Tor zum Himmel ist.

Mit konzentriertem Geist bade man in Koti, gewinne den Verdienst eines Pundarika Opferrituals und errette sein Geschlecht. Wer dort für eine Nacht bleibt, erlangt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Wer in Saptaganga, Triganga und Shakravarta den Ahnen und Göttern Wasser opfert, wird in den Bereichen der Tugendhaften verehrt. Dann bade man in Kanakhala und faste dort für drei Nächte. Damit bekommt man den Verdienst eines Pferdopfers und geht in den Himmel ein.

Als nächstes wandere der Pilger nach Kapilavata, der gefeierten und ruhmreichen Tirtha von Kapila, dem König der Nagas. Nagatirtha gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kapila Rindern, Lalitika, die Tirtha von Santanu, läßt einen niemals ins Unglück absinken und der Zusammenfluß von Ganga und Yamuna gibt den Verdienst von zehn Pferdeopfern und die Rettung des eigenen Geschlechts.

Sugandha reinigt von jeder Sünde und gewährt einem Achtung in der Region Brahmas. Ein Bad in Rudravarta läßt einen in den Himmel aufsteigen. Wer in den Zusammenfluß von Ganga und Sarasvati eintaucht, gewinnt den Verdienst eines Pferdopfers und geht auch in den Himmel ein. Bhadrakarneshvara und die aufrechte Verehrung der Götter läßt einen niemals in Leiden versinken, und man wird im Himmel geehrt.

Kuvjamraka gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen und den Himmel. Nach Arundhativata sollte der Pilger mit konzentrierter Seele und gemäß den Brahmacharya Gelübden wandern. Wer in der Samudraka badet und für drei Nächte fastet, erhält den Verdienst eines Pferdeopfers, des Schenkens von tausend Kühen und die Rettung seiner Familie.

Gleichsam gezügelt geht die Pilgerreise weiter nach Brahmavarta, was den Verdienst eines Pferdeopfers und die Region Somas gibt. Ein Bad in der Quelle der Yamuna sowie die Ankunft in Darvisankramana gewähren Verehrung im Himmel und den Verdienst eines Pferdeopfers. Danach sollte man zur Quelle des Indus pilgern, die von den Siddhas und Gandharvas verehrt wird. Wer dort für fünf Nächte bleibt, erhält den Verdienst des Verschenkens von viel, viel Gold. Die schwer zugängliche Tirtha Vedi gibt den Verdienst eines Pferdeopfers und den Aufstieg in den Himmel.

Die Reise führe einen als nächstes zu Rishikulya und Vasishta. Letztere gewährt allen Kasten die Brahmanenschaft. In ersterer sollte man für einen Monat bleiben, baden, Götter und Ahnen ehren und sich nur von Kräutern ernähren. Dann wird man von allen Sünden gereinigt und gelangt in die Bereiche der Rishis.

Bhrigutunga gibt den Verdienst eines Pferdopfers, Virapramoksha befreit von jeder Sünde und Krittika und Magha geben Verdienst, der den von Agnistoma und Atiratra Opfer übersteigt. Wer am Abend in der hervorragenden Tirtha Vidya badet, gewinnt sich verläßliche Tüchtigkeit in allen Arten von Wissen. Bleibt man für eine Nacht mit nur einem Mahl in Mahashrama, welche in der Lage ist, jede Sünde zu zerstreuen, gewinnt man sich viele glücksverheißende Bereiche und errettet zehn vergangene und auch zukünftige Generationen seines Geschlechts.

Danach lebe man für einen Monat in Mahalya und faste dort für drei Tage und Nächte. Dies befreit von allen Sünden und gibt Verdienst, als ob man Berge von Gold verschenkt hätte. Vetasika wird vom Großen Vater höchst geschätzt und gewährt den Verdienst eines Pferdeopfers und den Status eines Ushanas.

Dann pilgere man nach Sundarika, welches die Siddhas verehren, und gewinne sich Schönheit der Person, wie es die Alten bezeugen können. Wer nach Brahmani pilgert, reist in einem lotusfarbenen Wagen gen in Himmel. In der heiligen Naimisha lebte Brahma für lange Zeit mit den Göttern. Die Tirtha wird von Siddhas gern besucht, und wer sich nur wünscht, dorthin zu pilgern, bekommt bereits die Hälfte seiner Sünden erlassen.

Wer in ihr badet, wird von allen Sünden rein gewaschen. Der beherrschte Pilger wollte für einen Monat hier bleiben, denn Naimisha vereint alle Tirthas der Erde in sich. Ein Bad mit gezügelten Sinnen und einfacher Nahrung gibt den Verdienst eines Kuhopfers und heiligt das eigene Geschlecht bis ins siebte Glied. Wer in Naimisha mit Fasten seinem Leben entsagt, erfreut sich der höchsten Glückseligkeit in den himmlischen Regionen, so sagen die Weisen. Naimisha ist ewigwährend heilig.

Danach sollte der Pilger nach Gangodveda gehen, für drei Nächte fasten und den Verdienst eines Vajapeya Opfers erhalten. Damit wird er zu Brahmaa selbst. Die Sarasvati gewährt Glückseligkeit in den Regionen namens Saraswata. In Vahuda sollte man wie ein Brahmacharya leben und seine Seele zügeln. Eine Nacht an diesem Ort gewährt Verehrung im Himmel und den Verdienst eines Devasatra Opfers.

Danach pilgere man zur heiligen Kshiravati, welche von höchst geheiligten Menschen aufgesucht wird. Das Ehren der Pitris und Götter gibt an diesem Ort den Verdienst eines Vajapeya Opfers. Mit beherrschter Seele und dem Brahmacharya Gelübde folgend wandere man als nächstes nach Vimalashoka, bleibe für eine Nacht und gewinne sich Verehrung im Himmel. Dann pilgere man zur vorzüglichen Gopratara am Ufer der Sarja, wo einst Rama mit all seinen Gefolgsleuten und Haustieren seinen Körper verließ und einzig aufgrund der Wirksamkeit der Tirtha in den Himmel aufstieg. Durch Ramas Wohlwollen und durch die Tugend der eigenen Taten wird man bei einem Bad an diesem Ort von allen Sünden gereinigt und im Himmel geachtet und verehrt. Die Rama Tirtha am Ufer der Gomati gibt den Verdienst eines Pferdeopfers und heiligt das eigene Geschlecht. Mit geregelter Nahrung und gezügelten Sinnen gibt Satasahasrika den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen, während die unvergleichliche Bharthristhana den Verdienst eines Pferdeopfers gewährt.

Dann reise man nach Varanasi und ehre bei einem Bad in Kapilahadra den Gott, der den Bullen zum Zeichen hat. Dann bekommt man den Verdienst eines Rajasuya Opfers. Wer in Avimukta den Gott der Götter schaut ist sogleich und vom Anblick allein sogar von der Sünde des Brahmanenmordes gereinigt. Wer dort sein Leben ablegt, ist erlöst.

Die schwer zugängliche Tirtha namens Markandeya ist in aller Welt berühmt und befindet sich an der Mündung der Ganga. Sie gibt den Verdienst eines Agnistoma Opfers und erlöst die Familie. Mit beherrschten Sinnen und als Brahmacharya pilgere man dann nach Gaya, erhalte den Verdienst eines Pferdeopfers und errette sein Geschlecht. Dort in dieser Tirtha wächst der in allen drei Welten gerühmte Akshayavata (ewiger Banian). Was unter ihm den Pitris geopfert wird, wird unerschöpflich. Ein Bad in der Mahanadi und ein Opfer an Götter und Pitris gibt die ewigen Bereiche und die Rettung der Familie.

Im Walde Dharma liegt Brahmasara. Eine Nacht dorten gewährt den Bereich Brahmas. Im Teich errichtete Brahma einst eine heilige Säule. Wer diese Säule umrundet, gewinnt sich den Verdienst eines Vajapeya Opfers. In Dhenuka bleibe man für eine Nacht, verschenke Sesam und Kühe und reinige seine Seele von jeder Sünde, damit man sicher in die Region Somas eingehe. In den dortigen Bergen wanderte einst die Kuh namens Kapila mit ihrem Kalb, und ihre Hufabdrücke sind heute noch zu sehen. Wer in einem der Abdrücke badet, ist von jeder Sünde gereinigt, die er begangen haben mag.

Gridhravata ist dem dreizacktragenden Gott heilig. Man sollte vor die Gottheit mit dem Stier treten und seinen Körper mit Asche einreiben. Ein Brahmane erlangt damit den Verdienst eines zwölfjährigen Gelübdes, und jeder andere wird von allen Sünden reingewaschen. Der Berg Udyanta hallt von melodischem Gesang wider.

Dort kann man den Fußabdruck von Savitri sehen. Der gelübdetreue Brahmane, welcher hier morgens, mittags und abends seine Gebete aufsagt, gewinnt denselben Verdienst, als ob er diesen Dienst für zwölf Jahre ausgeführt hätte. Dann gibt es noch den berühmten Yonidwara, oh Bharata. Wer dorthin gelangt, wird vom Leid der Wiedergeburt befreit. Ja, es ist gut, für einen ganzen Monat in Gaya zu bleiben, denn damit heiligt man sein eigenes Geschlecht bis in die siebte Generation. Man wünsche sich viele Söhne und dies ist ebenso verdienstvoll in Gaya, wie ein Pferde- oder Stieropfer.

Dann pilgere man nach Falgu und gewinne sich großen Erfolg und den Verdienst eines Pferdeopfers. In Dharmapristha lebte Dharma vor langer Zeit. Ein Trunk aus der Quelle, ein reinigendes Bad und ein Opfer für Götter und Ahnen wäscht alle Sünden ab und gewährt den Aufstieg in den Himmel. Dort gibt es auch die Tirtha des großen Rishi Matanga, der seine Seele unter vollkommener Kontrolle hatte. Wer in seine schöne Einsiedelei eintritt, die alle Müdigkeit und Sorgen stillen kann, der gewinnt sich den Verdienst eines Gavayana Opfers.

Wer Dharma berührt, gewinnt die Früchte eines Pferdeopfers. In Brahmasthana ist Brahma anwesend, dieser Beste aller männlichen Wesen. Wer vor ihn tritt, bekommt den Verdienst von Rajasuya und Pferdeopfer zusammen. Wer in Rajagriha eintaucht lebt so glücklich wie Kakshivat. Nachdem man sich selbst gereinigt hat, sollte man von den täglichen Opfergaben für Yakshini nehmen, denn Yakshinis Gunst befreit sogar von der Sünde des Brahmanenmordes.

Maninaga gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Und wer etwas von dem ißt, was an der Tirtha Maninaga wächst, der erliegt keinem Schlangengift, wenn er gebissen wird. Und wer noch drei Nächte bleibt, wird von allen Sünden gereinigt. Sodann pilgere man zum Lieblingswald des Brahmarshi Gautama. Wer im See Ahalya badet, erreicht einen hohen Status. Dann schaue man das Bild von Sri und erhalte großen Wohlstand. Es gibt dort eine weltbekannte Quelle. Wer in ihr badet, erhält den Verdienst eines Pferdeopfers. Und es gibt noch die Quelle des Rishi Janak, welche ihm heilig ist und von den Göttern geehrt wird. Ein Bad in ihr läßt einen in den Bereich Vishnus aufsteigen. Vinasana vernichtet alle Sünden, gewährt den Verdienst eines Vajapeya Opfers und den Aufstieg in die Region Somas.

Gandaki füllt sich mit dem Wasser aller Tirthas und gewährt den Verdienst eines Vajapeya Opfers nebst den Sonnenbereichen. Der gefeierte Fluß Visala gibt den Verdienst eines Agnistoma Opfers und den Himmel. Der waldige Sitz der Asketen mit Namen Adhivanga gewährt großes Glück inmitten der Guhyakas.

Der von den Siddhas besuchte Fluß Kampana gibt den Verdienst eines Pundirika Opfers und den Aufstieg in den Himmel. Der Strom Maheshvari gewährt den Verdienst eines Pferdeopfers und die Errettung des eigenen Geschlechts. Wer die Reise zur Wasserstelle der Himmlischen schafft, erntet Immunität gegen Unglück und den Verdienst eines Pferdeopfers. Mit beherrschter Seele und als Brahmacharya sollte man sich danach Somapada nähern. Ein Bad in Maheshvarapada gewährt den Verdienst eines Pferdeopfers, denn in dieser Tirtha versammeln sich zehn Millionen Tirthas.

Ein hinterhältiger Asura in Gestalt einer Schildkröte trug sie einst davon, und der mächtige Vishnu holte sie von ihm zurück. Hier sollte man seine Waschungen vornehmen und sich damit den Verdienst eines Pundirika Opfers und den Aufstieg in den Bereich Vishnus sichern.

Dann pilgere man zu dem Ort, wo Narayana immer anwesend ist. Hier verehren die Götter, Brahma, askesereichen Rishis, Adityas, Vasus und Rudras Janarddana. In dieser Tirtha wurde Vishnu mit den wunderbaren Taten als Salagrama bekannt. Wer vor den ewigen Vishnu hintritt, diesen Herrn der drei Welten und Gewährer allen Segens, erhält den Verdienst eines Pferdeopfers und geht in seinen Bereich ein. Es gibt hier auch eine Quelle, die in der Lage ist, alle Sünden zu zerstreuen.

Die vier Ozeane sind in dieser Quelle immer anwesend. Wer in ihr badet, der wird kein Unglück erfahren. Wer den segenspendenden, ewigen und auch furchtbaren Mahadeva schaut, strahlt wie der Mond, der hinter den Wolken hervortritt. Wer mit reinem Geist und gezügelten Sinnen in Jatismara eintaucht, erlangt die Erinnerungen an sein früheres Leben.

In Maheshvarapura ehre man den Gott mit den Bullen an seiner Seite, faste eine Weile und erhalte die Früchte all seiner Wünsche. Vamana vernichtet jede Sünde, und wer dorten Hari schaut, erfährt kein Elend mehr. Die Einsiedelei des Kushika kann von jeder Sünde befreien. Der Fluß Kausiki reinigt auch von großen Sünden, und ein Bad in ihm bringt den Verdienst eines Rajasuya Opfers.

Dann reise man zum wunderbaren Wald von Champaka. Eine dort verbachte Nacht gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Auch Jyeshthila, eine Tirtha von seltenem Wert, kann dies vollbringen. Wer dort den strahlenden Vishveshara mit seiner göttlichen Gemahlin schaut, erreicht die Region von Mitravaruna. Drei gefastete Nächte bringen den Verdienst eines Agnistoma Opfers. Ein Besuch in Kanyasamvedya mit gezügelten Sinnen und einfacher Nahrung gewährt die Region des Manu, dieses Herrn der Schöpfung. Die Rishis mit den strengen Gelübden haben gesagt, daß für einen, der in Kanya Reis oder irgendeine andere Gabe weggibt, diese Gabe ewig währt.

Die in allen drei Welten gefeierte Tirtha Nishira gibt den Verdienst eines Pferdeopfers und die Bereiche von Vishnu. Und wer an der Mündung der Nishira gibt, erlangt die gesegnete Region Brahmas. Dort befindet sich auch die Einsiedelei vom weithin berühmten Vasishta, welche den Verdienst eines Vajapeya Opfers schenkt. Devakuta wird von den himmlischen Rishis aufgesucht und gewährt die Frucht eines Pferdopfers und die Rettung der eigenen Familie.

Dann sollte man zum See des Muni Kausika pilgern, wo sich Kausikas Sohn, Vishvamitra, hohen Erfolg gewann. Ein Bad im See gewährt den Verdienst eines Vajapeya Opfers, und wer einen Monat bleibt gewinnt sich den Verdienst eines Pferdeopfers. Wer nach Mahahrada kommt, erfreut sich an der Unempfänglichkeit für Leiden und am Verdienst des Schenkens von Bergen von Gold. Dann sollte man Kartikeya schauen, wie er in Virashrama lebt, und den Verdienst eines Pferdeopfers ernten.

In Agnidhara kann man nach einem Bad den ewigen und segenspendenden Vishnu schauen, diesen Gott der Götter, und den Verdienst eines Agnistoma bekommen. Das Bad in der Wasserstelle des Großen Vaters in der Nähe des Monarchen der Berge gibt den Verdienst eines Agnistoma Opfers. Von dieser Wasserstelle fällt der die Welt heiligende Strom Kumara Dhara herab, der in allen drei Welten geehrt wird. Wer in ihn eintaucht, erachtet alle seine Wünsche als erfüllt.

Ein dreitägiges Fasten befreit von allen Sünden sogar von der des Brahmanenmordes. Danach sollte der Pilger zum Gipfel der großen Göttin Gauri aufsteigen, die in allen Welten berühmt ist. Dort sollte man an Stanakunda herantreten, seine Wasser berühren und sich den Verdienst eines Vajapeya Opfers gewinnen. Ein Bad und das Ehren von Göttern und Pitris gibt den Verdienst eines Pferdeopfers und den Aufstieg in die Bereiche Indras.

Als nächstes wandere man zur Quelle Tamraruna, die häufig von den Göttern besucht wird. In ihr erhalte man den Verdienst, der an die Opfer der Menschen gebunden ist. Ein Bad im Zusammenfluß von Kirtika, Kausiki und Aruna und ein Fasten für drei Nächte befreit einen Gelehrten von allen seinen Sünden.

Dann pilgere der Weise nach Urvasi, Somashrama und Kumbhakarnashrama und erlange Achtung in der Welt. Unsere Vorfahren wußten, daß eine Berührung der Wasser der Kokamukha unter standhafter Einhaltung der Gelübde und als Brahmacharya die Erinnerungen an frühere Leben belebt.

Der Fluß Nanda befreit zügig wandernde Zweifachgeborene von ihren Sünden und läßt sie mit kontrollierter Seele in Indras Regionen aufsteigen. Die Ankunft in der von Kranichen gemiedenen Insel Rishava und das Bad in Sarasvati läßt das Individuum im Himmel erstrahlen.

Auddalaka wird von den Munis oft besucht und befreit von allen Sünden. Die heilige Tirtha Dharma wird von den Brahmarshis besucht und gewährt den Verdienst eines Vajapeya Opfers und Respekt im Himmel. Danach pilgere man nach Champa und bade in der Bhagirathi. Dann wandere man nach Dandaparna und gewinne den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Als nächstes reise man zur heiligen Lalitika, die mit der Anwesenheit der Tugendhaften geschmückt ist. Sie gibt den Verdienst eines Rajasuya Opfers und Achtung im Himmel.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Fri Jul 12, 2013 8:51 am    Post subject: Reply with quote

85 – Weit mehr Pilgerorte und ihr Verdienst

Und Pulastya fuhr fort:
Am Abend gelangt man zur vorzüglichen Tirtha namens Samvedya, welche Wissen gewährt, wenn man ihr Wasser berührt. Durch Ramas Energie wurde vor langer Zeit die Tirtha Lohittya geschaffen, und sie gibt den Verdienst des Schenkens von viel Gold.

Am Fluß Karotoya sollte der Pilger für drei Nächte fasten und sich damit den Verdienst eines Pferdeopfers gewinnen. Und höre nun das Gebot des Schöpfers selbst, wie es die Weisen berichten: Wer an den Ort reist, wo sich die Ganga ins Meer ergießt, dort ein Bad nimmt und für drei Nächte fastet, wird von allen Sünden gereinigt.

Auch Vaitarani ist in der Lage, alle Sünden zu vernichten. Wer in Viraja anlangt, strahlt wie der Mond, heiligt und rettet sein Geschlecht und reinigt sich von allen Sünden. Außerdem gibt ein Bad in Viraja den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen.

Wer in reinem Zustand am Zusammenfluß von Sona und Jyotirathi den Göttern und Pitris das Wasseropfer darbringt, erlangt den Verdienst eines Agnistoma Opfers. Der Verdienst eines Pferdeopfers ist dem gewiß, der das Wasser von Vansagulma berührt, welches die Quelle für sowohl Sona als auch Narmada ist.

An der Tirtha Rishava in Kosal sollte man für drei Nächte fasten, sich den Verdienst eines Vajaypeya Opfers gewinnen und sein Geschlecht erlösen. Kala liegt auch in Kosal und gibt den Verdienst, den man erlangt, wenn man elf Stiere verschenkt.

Ein Bad in Pushpavati und ein Fasten für drei Nächte heiligt die Familie und gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Vadarika gewährt ein langes Leben und den Himmel.

Ein Bad in der Baghirati nahe Champa und die Schau von Danda gibt ebenfalls den tausend- Kühe- Verdienst. Die heilige Tirtha Lapetika ist mit der Anwesenheit der Frommen geziert. Sie gibt den Verdienst eines Vajapeya Opfers und die Achtung der Götter.

Der Berg Mahendra wurde einst von Jamadagni bewohnt. Wer in die dortige Tirtha des Rama eintaucht, erlangt den Verdienst eines Pferdeopfers. Matangas Tirtha wird Kedara genannt und gewährt den Verdienst des Verschenkens von tausend Kühen. Am Berge Sri sollte der Pilger die Wasser des dortigen Stromes berühren und den Gott verehren, der den Bullen zum Zeichen hat. Das gibt den Verdienst eines Pferdeopfers. Hier lebte der strahlende Mahadeva glücklich mit der Göttin, so auch Brahma und andere Götter.

Wer im See Deva mit reinem und gezügeltem Geist ein Bad nimmt, gewinnt sich hohen Erfolg und die Frucht eines Pferdeopfers. Der Berg Rishabha in Pandya wird von den Göttern geehrt und gibt den Verdienst eines Vajapeya Opfers und Freude im Himmel.

Der von Apsaras besuchte Fluß Kaveri gibt den tausend- Kühe- Verdienst. Kanya am Ufer des Meeres reinigt von allen Sünden. Die höchst verehrte Tirtha Gokarna befindet sich inmitten der Tiefe, wo einst die Götter mit Brahma an ihrer Spitze, die askesereichen Rishis, die Geister, Yakshas, Pisachas, Kinnaras, die großen Nagas, Siddhas, Charanas, Gandharvas, Menschen, Pannagas, Flüsse, Teiche und Berge den Herrn der Uma verehrten.

Dort sollte man Ishana ehren und für drei Nächte fasten. Dies gibt den Verdienst eines Pferdeopfers und den Status eines Ganapatya. Wer zwölf Nächte bleibt, dessen Seele wird von allen Sünden befreit.

Dann pilgere man nach der überall bekannten Gayatri, bleibe für drei Nächte und erlange sich den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Man kann dort Wunderliches bezüglich der Brahmanen entdecken, oh Herr der Menschen. Wenn nämlich ein Brahmane, ob nun von einer Brahmanin oder einer anderen Frau geboren, an diesem Ort das Gayatri rezitiert, wird der Gesang rhythmisch und harmonisch, während eine Person, die keine Brahmane ist, das Mantra gar nicht angemessen singen kann.

Als nächste begebe man sich zur schwer erreichbaren Wasserstelle des Brahmanen Rishi Samvarta, welche Schönheit und Wohlstand bringt. Das Wasseropfer für Götter und Pitris in Vena gewährt einen Wagen, welcher von Pfauen und Kranichen gezogen wird.

Das von den Siddhas besuchte Godavari gibt den Verdienst eines Kuhopfers und die vorzüglichen Bereiche Vasukis (oder Vayu, des Windgottes). Wer in der Mündung der Venna badet, erhält den Verdienst eines Vajapeya Opfers, und ein Bad in der Mündung der Varada gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen.

In Brahmasthana sollte man für drei Nächte bleiben, damit man den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen und den Aufstieg in den Himmel erhält. Kushaplavana nähere sich der Pilger mit beherrschter Seele und als Brahmacharya, bleibe für drei Nächte und bade für den Verdienst des Pferdeopfers.

Wer dann in der romantischen Devahrada, welche von den Wassern der Krishna- Venna gespeist wird, und als nächstes in der Jatismarahrada badet, erhält die Erinnerungen an frühere Leben. Hier zelebrierte der Herr der Himmlischen seine hundert Opfer und stieg in den Himmel auf. Wer den Ort nur betrachtet, erhält schon den Verdienst eines Agnistoma Opfers.

Sarva-devahrada gibt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen, genau wie ein Wasseropfer an Götter und Pitris an der höchst heiligen Wasserstelle Payoshini. Auch im heiligen Dandaka Wald sollte der Pilger in den dortigen Gewässern baden, denn er gewinnt sich damit selbigen Verdienst.

In der Einsiedelei von Sarabhanga und Suka erlangt man Unberührtheit von Elend und die Rettung des eigenen Geschlechts. Dann sollte man nach Surparaka pilgern, wo einst der Sohn des Jamadagni lebte. Ein Bad in Ramas Tirtha gibt den Verdienst des Schenkens von viel, viel Gold.

Sich diätisch ernährend und mit gezügelten Sinnen reise man als nächstes nach Saptagodavara und erhalte großen Verdienst und die Bereiche der Himmlischen. Dengleichen Gelübden folgend pilgere man nach Devahadra, welche den Verdienst eines Devasatra Opfers gibt.

Weiter geht es nach Tungaka, wo in alten Tagen der Muni Saraswata den Asketen die Veden lehrte. Später gingen die Veden verloren, und Angirasas Sohn sprach klar und betont das Wort OM, als er entspannt auf den Oberkleidern von Munis saß. So erinnerten sich die Munis wieder an das, was sie einst erlernt hatten. Hier ernannten auch die Rishis, die Götter Varuna, Agni, Prajapati, Narayana, welcher auch Hari genannt wird, Mahadeva und der ruhmreiche Große Vater mit dem großen Glanze den strahlenden Bhrigu als Aufseher über das Opfer. Erst erfreute der ruhmreiche Bhrigu Agni mit Gaben von geklärter Butter gemäß der Tradition, dann führte er für die Rishis das Agnyadhana Opfer noch einmal aus, so daß die Rishis und Götter zufrieden in ihre Bereiche zurückkehrten.

Wer in den Tungaka Wald eintritt, wird von jeder Sünde gereinigt. In dieser Tirtha sollte man einen Monat bleiben, seine Sinne zügeln und die Nahrung bescheiden. Denn dann geht man in die Region Brahmas ein und errettet seine Familie. Medhavaka und ein dortiges Wasseropfer an Ahnen und Götter gibt den Verdienst eines Agnistoma Opfers, Erinnerungsvermögen und Klugheit. Es gibt in dieser Tirtha einen Berg, der in allen Welten als Kalanjara bekannt ist. An seinem Fuße liegt ein himmlischer Teich. Wer darin badet, gewinnt den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen. Und ein Wasseropfer für Pitris und Götter am Fuße des Kalanjara Berges schenkt zweifellos Achtung im Himmel.

Der Fluß Mandakini kann jede Sünde vernichten und fließt am Besten der Berge, Chitrakuta. Ein Bad und das übliche Wasseropfer gibt den Verdienst eines Pferdeopfers und führt zu einem hohen Status. In der wunderbaren Tirtha Bhartristhana lebt allzeit das Oberhaupt der himmlischen Armeen, Kartikeya. Schon die Reise an diesen Ort gewährt großen Erfolg. Taucht man als nächstes in Koti ein, gibt das den Verdienst des Schenkens von tausend Kühen.

Nachdem man Koti umrundet hat, pilgere man weiter nach Jyeshthasthana. Wer dorten Mahadeva schaut, erstrahlt wie der helle Mond. Es gibt noch eine gefeierte Quelle an diesem Ort, in welcher sich die vier Meere sammeln. Wer in dieser Quelle badet, die Pitris und Götter mit beherrschter Seele ehrt, wird von allen Sünden gereinigt und gelangt in einen hohen Status. So sollte man weiterreisen zur großen Sringaverapura, wo einst Rama, Dasarathas Sohn, die Ganga überquerte. Ein Bad an dieser Stelle reinigt von allen Sünden. Und überhaupt, wer in die Ganga eintauchend seine Sinne zügelt und wie ein Brahmacharya lebt, wird von seinen Sünden gereinigt und erhält den Verdienst eines Vajapeya Opfers.

Mayuravata ist dem äußerst klugen Mahadeva gewidmet. Man verbeuge sich vor dem Gott, umschreite den Ort, gelange in den Ganapatya Status und reinige sich in der Ganga badend von allen Sünden.

Prayaga wird von den Rishis lobend besungen. Die Götter nebst Brahma leben hier, die Himmelsrichtungen, Lokapalas, Siddhas und die in der Welt geehrten Pitris, auch die großen Rishis wie Sanatkumara, die makellosen Brahmarshis wie Angiras, die Nagas, Suparnas, Flüsse, Ozeane, Gandharvas, Apsaras und der Herr Hari mit Prajapati. Es gibt hier gefährliche Stromschnellen, zwischen denen die Ganga, diese Beste aller Tirthas, schnell und heftig strömt. In dieser Gegend vereint sich die weltenreinigende Tochter der Sonne, Yamuna, mit der gefeierten Ganga. Das Land zwischen Ganga und Yamuna wird als der Venushügel der Welt erachtet und Prayaga als der vorzüglichste Ort in diesem Gebiet.

Die Tirthas Prayaga, Pratisthana, Kamvala, Ashwatara und Bhagabat sind die Opferplattformen des Schöpfers. Hier verehren die Veden und Opfer in ihrer verkörperten Form und auch die an Askese reichen Rishis Brahma, wie auch die Götter und Herrscher der Territorien ihre Opfer zelebrieren. Die Gelehrten sagen, daß von all diesen Tirthas Prayaga die heiligste und sogar die vorzüglichste in den drei Welten ist. Wer zu ihr pilgert, ihr Loblied singt oder ein wenig Erde von ihr aufnimmt wird von jeder Sünde gereinigt. Und wer in dieser gefeierten Mündung ein Bad nimmt, erlangt den Verdienst von Rajasuya und Pferdeopfer zugleich. Diesen Opferplatz ehren die Götter besonders, so daß eine geringe Gabe an diesem Ort sich tausendfach vergrößert.

Oh Kind, mögen weder theoretische Schriften noch die Meinungen der Menschen deinen Geist vom Wunsche abbringen, in Prayaga sterben zu wollen. Man sagt, daß sechshundert Millionen und zehntausend Tirthas in Prayaga existieren.

Wer im Zusammenfluß von Ganga und Yamuna badet, erhält den Verdienst, der am vierfachen Wissen und an der Wahrheit hängt. In Prayaga gibt es die hervorragende Tirtha von Vasuki namens Bhogabati, die den Verdienst eines Pferdeopfers schenkt.

Ramaprapatana in der Ganga gewährt den Verdienst von zehn Pferdeopfern. Wer auch immer in die Ganga eintaucht, der gewinnt denselben Verdienst, als ob er nach Kurukshetra pilgern würde. Zugunsten Kanakhala jedoch gibt es eine Ausnahme, wobei der Verdienst bezüglich Prayaga der Größte ist. Wer hundert Sünden begangen hat, verbrennt alle seine Sünden mit einem Bad in der Ganga, wie ölgetränkte Baumwolle vom Feuer verbrannt wird.

Man sagt, daß im Satya Yuga alle Tirthas heilig waren, während im Treta Yuga Pushkara allein geheiligt war, im Dwapara Yuga Kurukshetra und im Kali Yuga einzig allein die Ganga.

In Pushkar sollte man Enthaltsamkeit üben, und in Mahalya sollte man geben. In den Malaya Bergen sollte man den Scheiterhaufen besteigen und in Bhrigutunga seinem Körper entsagen, in dem man die Nahrung aufgibt. Ein Bad in Pushkara, Kurukshetra, Ganga und dem Zusammenfluß (von Ganga und Yamuna) heiligt das eigene Geschlecht bis ins siebte Glied in beide Richtungen. Wer den Namen der Ganga rezitiert, wird gereinigt. Wer sie betrachtet, erhält Wohlstand. Wer in ihr badet und ihr Wasser trinkt, heiligt seine Familie für sieben Generationen.

So lang die eigenen Knochen in Verbindung mit der Ganga bleiben, so lange verweilt man im Himmel, genauso wie man im Himmel weilt, wenn man sich durch fromme Pilgerreisen zu heiligen Orten Verdienst gewonnen hat.

Keine Tirtha gleicht der Ganga. Kein Gott gleicht Kesava. Und niemand ist höher gestellt als die Brahmanen.
Dies hat sogar der Große Vater gesagt.

Das Gebiet, durch welches die Ganga fließt, sollte als fromme Einsiedelei betrachtet werden, und jeder Flecken an ihrem Ufer kann der Erlangung asketischen Erfolgs dienen.

Diese wahrhafte Beschreibung (der Tirthas) sollte man nur den Zweifachgeborenen, den Frommen, seinen Söhnen, Freunden, Schülern und Untertanen erzählen. Die Aufzählung ist heilig, gesegnet und ohnegleichen und führt in den Himmel. Sie reinigt und gibt Verdienst und hohen Wert. Sie ist ein Geheimnis, welches vor Sünde schützt und von den großen Rishis sorgfältig bewahrt wird. Wer sie inmitten von Brahmanen aufsagt, wird von allen Sünden gereinigt und steigt in den Himmel auf.

Die Beschreibung der Tirthas ist glücksverheißend und bezwingt die Feinde. Sie ist die Beste aller Beschreibungen, denn sie schärft den Intellekt. Wenn der Sohnlose sie liest, bekommt er einen Sohn, der Arme gelangt zu Reichtum, der Edle aus königlichem Hause erobert die ganze Erde, der Vaisya wird wohlhabend, der Shudra erlangt die Erfüllung all seiner Wünsche, und der Brahmane überquert den Ozean (der Welten).

Wer täglich den Verdiensten der verschiedenen Tirthas lauscht, nachdem er sich gereinigt hat, der erinnert sich schließlich an viele frühere Geburten und erfreut sich am Himmel. Von den Tirthas, die ich dir aufgezählt habe, sind manche einfach und andere schwer zu erreichen. Doch wen der Wunsch inspiriert, alle Tirthas zu sehen, der sollte in Gedanken reisen.

Die Vasus, Siddhas, Adityas, Maruts, Aswins und die himmlischen Rishis haben alle in diesen Tirthas gebadet, um sich Verdienst zu gewinnen. Und so folge auch du den Traditionen, wie ich sie dir beschrieben habe, und pilgere mit gezähmten Sinnen zu diesen Tirthas, um deinen Verdienst zu vergrößern, oh du mit den hervorragenden Gelübden.

Fromme und gelehrte Menschen sind in der Lage, die Tirthas zu sehen, denn sie haben ihre Sinne gereinigt, vertrauen an die Gottheit und sind mit den Veden vertraut.

Wer keinen Gelübden folgt, sein Geist nicht unter Kontrolle hat, unrein oder ein Dieb ist und einen hinterhältigen Geist hat badet nicht in Tirthas. Doch du, oh Kaurava, achtest die Tugend und hast einen reinen Charakter. Mit deiner Tugend hast du schon Vater, Großvater und Urgroßvater erfreut, sowie die Götter und Rishis mit Brahma an ihrer Spitze. Du gleichst Vasava, wirst ewigen Ruhm auf Erden gewinnen und in die Bereiche der Vasus eingehen.

Narada fuhr fort:
So sprach der ruhmreiche Rishi Pulastya voller Freude zu Bhishma, verabschiedete sich dann höchst zufrieden und verschwand. Und Bhishma, dieser Tiger unter den Männern, verstand sehr wohl die wahre Bedeutung der Shastren und pilgerte über die Erde, den Worten Pulastyas folgend.

In der Tirtha Prayaga, welche alle Sünden vernichten kann, beendete er seine höchst verdienstvolle Pilgerreise. Der Mensch, der nach diesen Anweisungen die Erde durchwandert, erhält die besten Früchte von hundert Pferdeopfern und hernach Erlösung. Auch du, oh Sohn der Pritha, wirst dir damit achtfachen Verdienst gewinnen, gerade wie Bhishma ihn einst gewann. Und wenn du diese Asketen zu den Tirthas führst, wird dein Verdienst sogar noch größer sein. Denn in den Tirthas wimmelt es von Rakshasas und niemand außer dir kann dorthin pilgern.

Wer sich zeitig erhebt und die heilige Aufzählung des himmlischen Pulastya rezitiert, wird von allen Sünden befreit. Die besten Rishis wie Valmiki, Kasyapa, Atreya, Kundajathara, Vishvamitra, Gautama, Asita, Devala, Markandeya, Galava, Bharadvaja und Vasishta, auch Uddalaka, Saunaka und sein Sohn, Vyasa, Durvasa und der enthaltsame Javali erwarten dich.

Begegne ihnen, oh mächtiger König, indem du Tirthas besuchst. Ein großer Rishi mit unermeßlicher Energie, Lomasa mit Namen, wird zu dir kommen. Folge ihm und mir, und besuche eine Tirtha nach der anderen, oh Tugendhafter. Damit wirst du wie König Mahabhisha großen Ruhm gewinnen.

Du wirst wie der tugendhafte Yayati und König Pururavas in Reinheit erstrahlen. Unter den Königen wirst du sonnengleich glänzen wie Bhagirathi und der ruhmreiche Rama. Und du wirst in der Welt berühmt sein, oh großer König, wie Manu, Ikshvaku, der berühmte Puru und Vainya. Und wie der Vernichter von Vritra vor langer, langer Zeit alle seine Feinde schlug und nun die drei Welten mit sorglosem Geist regiert, so wirst du über deine Untertanen herrschen, nachdem du all deine Feinde besiegt hast. Denn wenn du die Erde gemäß den Bräuchen deiner Kaste beherrschst, oh Lotusäugiger, wirst du aufgrund deiner Tugend Ruhm ernten wie Karttaviryaryuna.

Und Vaisampayana fuhr fort:
Oh großer König, so beruhigte der ruhmreiche Rishi Narada den Monarchen, bat um seinen Abschied und ging wieder seiner Wege. Yudhishthira dachte über das Thema sorgfältig nach und berichtete den ihn begleitenden Asketen vom Verdienst, der an Tirthas gebunden ist.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Wed Jul 17, 2013 1:47 pm    Post subject: Reply with quote

86 – Yudhishthira spricht zu Dhaumya über Arjuna

Vaisampayana fuhr fort:
Yudhishthira wußte nun um die Meinung des klugen Narada, befragte auch seine Brüder und wandte sich dann an Dhaumya, der dem Großen Vater selbst glich:
Um Waffen zu erlangen, habe ich Jishnu, diesen Tiger unter den Männern fortgesandt, denn sein Heldenmut kann niemals erschüttert werden, er hat lange Arme und verfügt über unermeßliche Intelligenz. Oh du mit dem Reichtum an Askese, der Held ist mir zugetan, ergeben, äußerst fähig und waffengeübt, wie der hohe Vasudeva selbst.

Ich kenne beide, Krishna und Arjuna, diese Vernichter von Feinden mit ihrer heldenhaften Kraft, genau wie der mächtige Vyasa sie kennt. Ich weiß, daß Vasudeva und Dhananjaya niemand anders sind, als Vishnu selbst.

Auch Narada weiß es und hat es mir gesagt. Ich erkenne sie als die Rishis Nara und Narayana. Und weil ich um dies und seine Fähigkeiten weiß, habe ich meinen Bruder auf diese Mission gesandt. Er ist Indra nicht unterlegen und völlig geeignet. Deshalb habe ich den Sohn eines Gottes ausgeschickt, um vor den Herrn der Himmlischen zu treten und ihn um Waffen zu bitten.

Bhishma und Drona sind Atirathas (in der Lage, auf ihrem Streitwagen sehr viele andere Krieger gleichzeitig zu besiegen), Kripa und Dronas Sohn sind unbesiegbar, und sie werden Duryodhanas Heere kommandieren. Sie sind auch gelehrt in den Veden, heldenhaft und wissen um jede Waffe. Sie sind stark und werden mit Arjuna kämpfen wollen.

Auch Karna aus der Suta Kaste ist ein gewaltiger Krieger, der himmlische Waffen leichthin handhabt. Seine Waffen sind durchschlagend, und er hat die Kraft des Windgottes. Er gleicht der feurigen Flamme und seine Pfeile sind der Schärfe seiner Zunge ebenbürtig. Wenn er mit der linken, lederbewehrten Hand zuschlägt kommt ein Geräusch zustande wie das Krachen des Holzes im Feuer. Der Staub auf dem Schlachtfeld ist für ihn wie Rauch.

Wenn die Söhne Dhritarashtras ihn anfeuern, wie der Wind das Feuer anfacht, dann wird Karna wie das vom Tod gesandte, alles vernichtende Feuer am Ende des Yuga meine Truppen verschlingen wie eine Flamme trockenes Stroh. Nur die große Wolke Arjuna mit dem helfenden Krishna als mächtigem Sturm kann mit himmlischen Waffen wie mit schrecklichen Blitzen die lodernde Flamme Karna löschen, mit seinen weißen Pferden, als segelnde Kraniche im Wind, dem unerträglichen Gandiva als Regenbogen und seinen Pfeilen als Regenschauer, die er mit unermüdlicher Standhaftigkeit entlassen wird.

Mein Bruder Arjuna, wird ganz gewiß erfolgreich sein und von Indra alle himmlischen Waffen voller Leben und Größe erlangen. Nur er ist dazu in der Lage, so meine ich. Sonst wird es für uns unmöglich, alle unsere Feinde zu schlagen, welche in all ihren Plänen so erfolgreich waren. Wir werden Arjuna wieder sehen, und er wird all die himmlischen Waffen tragen, und nach Vollendung seiner Aufgabe nicht unter ihrem Gewicht schwanken.

Doch ohne diesen Helden, diesen Besten der Männer, können weder wir Brüder noch Draupadi ruhig in Kamyaka verweilen. Oh nenne uns einen anderen Wald, der heilig und angenehm ist, der viele Früchte und Nahrung bietet und von frommen Menschen bewohnt wird. Dort mögen wir einige Zeit verbringen und auf den kriegerischen und heldenhaften Arjuna warten, wie ein Chataka auf die Regenwolken wartet (ein Vogel, der mit aufgerichtetem Schnabel fallende Regentropfen trinkt, und dessen Ruf den Worten „ein klarer Wassertropfen“ auf Sanskrit ähnelt). Oh erzähle uns von Einsiedeleien der Zweifachgeborenen, und von Teichen und Strömen und schönen Bergen. Oh Brahmane, ohne Arjuna mag niemand von uns hierbleiben. Wir möchten woanders hingehen.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4646
Location: Germany

PostPosted: Mon Jul 22, 2013 3:49 pm    Post subject: Reply with quote

87 – Dhaumya erzählt von den Tirthas im Osten

Vaisampayana fuhr fort:
Da sprach Dhaumya beruhigend auf die von Sorgen geplagten und niedergeschlagenen Pandavas ein:
Oh Bullen des Bharata Geschlechts, hört mir zu, und ich erzähle euch von einigen heiligen Einsiedeleien, Rückzugsorten, Tirthas und Bergen, welche die Brahmanen loben. Höre oh König, höre auch du, Tochter von Drupada, und ihr Brüder, denn es wird euch von eurem Kummer befreien.

Schon wenn ihr von diesen Orten hört, wird es euch Verdienst bringen. Und wenn ihr sie besucht, gewinnt ihr euch hundertfachen Verdienst, oh bester Mann. So laß mich zuerst vom schönen Osten des Landes erzählen, sofern ich mich erinnere, denn diese Gegend wird von den königlichen Rishis höchst geachtet. Dort liegt ein Ort namens Naimisha, von den Himmlischen geliebt. Es gibt in dieser Gegend viele heilige Tirthas, die zu verschiedenen Göttern gehören.

Dort fließt auch die geheiligte und schöne Gomati, die von den himmlischen Rishis verehrt wird. Man findet dort den Opferplatz der Götter und den Opferpfahl von Surya. In dieser Gegend befindet sich auch dieser Beste aller Berge, der heilige und hochgeachtete Gaya. Auf ihm befindet sich der glücksverheißende See Brahmasara, den die himmlischen Rishis ehren. Die Alten sagen, man möge viele Söhne bekommen, so daß wenigstens einer unter ihnen Gaya besuchen kann, ein Pferdeopfer feiern oder einen Nila Bullen verschenken, denn damit errettet man seine Familie für zehn Generationen in Vergangenheit und Zukunft.

Es gibt auch diesen großen Fluß und einen Ort namens Gayashira, wo ein Banian Baum wächst, den die Brahmanen ewig heißen. Denn wer hier seinen Ahnen Nahrung opfert, versorgt sie in Ewigkeit mit Nahrung. In der Nähe fließt der große Strom Phalgu, dessen Wasser höchst heilig sind. Dort findet man auch die Kausiki, deren Wasserstellen mit reichen Früchten und Wurzeln gesegnet sind, und wo der askesereiche Vishvamitra die Brahmanenschaft erlangte.

Weiter östlich strömt die heilige Ganga, an deren Ufer Bhagiratha viele Opfer mit reichen Geschenken zelebrierte. Es wird gesagt, daß es im Land der Panchala einen Wald namens Utpala gibt, wo Vishvamitra aus dem Geschlecht des Kushika mit seinen Söhnen viele Opfer durchführte. Und als Rama, der Sohn des Jamadagni, die Relikte von Vishvamitras übermenschlichen Kräften sah, rezitierte er die Lobgesänge seiner Ahnen. In Kamyaka trank Kushikas Sohn mit Indra Soma Saft. Danach verließ er die Kaste der Kshatriyas und sprach: „Ich bin ein Brahmane.“

In dieser Himmelsrichtung, oh Held, liegt auch der geheiligte Zusammenfluß von Ganga und Yamuna, der in aller Welt gefeiert wird. Diese Tirtha ist heilig und vernichtet Sünden, so daß die Rishis sie sehr achten. Hier richtete die Seele aller Dinge, der Große Vater, vor langer, langer Zeit seine Opfer aus, und seither wird der Ort Prayaga (Opferplatz) genannt. In dieser Richtung liegt auch die wunderbare Einsiedelei Agastyas und der von vielen Asketen bewohnte Wald Tapasa.

Hier liegen die große Tirtha Hiranyavinda auf den Kalanjara Bergen und der nach Agastya benannte schöne, glücksverheißende und heilige Berg. Der Berg Mahendra befindet sich ebenfalls hier, der dem ruhmreichen Rama aus dem Geschlecht des Bhrigu heilig ist. Der Große Vater führte in dieser Gegend einst viele Opfer durch. Die heilige Bhagirathi fließt in den See (Manikarnika) und auch der heilige Fluß mit dem Namen des segenspendenden Brahmashala, an dessen Ufern Menschen leben, die ihre Sünden abgewaschen haben, und deren Anblick allein schon Verdienst spendet.

Weiter in diese Richtung liegt die vorzügliche Einsiedelei des hochbeseelten Matanga, welche Kedara genannt wird, und die heilig, glücksverheißend und in der Welt gefeiert wird. Auch der Berg Kundoda ist hier zu finden, der so entzückend ist und reich an Früchten, Wurzeln und reinem Wasser. Hier löschte einst Nala, der König der Nishadas seinen Durst und ruhte sich für eine Weile aus.

In dieser Gegend befindet sich der malerische Devavana, welcher mit Asketen geziert ist. Die Flüsse Vahuda und Nanda strömen an der Flanke des Berges. So habe ich dir alle Tirthas und heiligen Orte des Ostens genannt, oh mächtiger König. Höre nun die heiligen Tirthas, Flüsse, Berge und geheiligten Orte in den anderen drei Himmelsrichtungen.
Back to top
View user's profile Send private message Send e-mail
Display posts from previous:   
Post new topic   Reply to topic    Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch Forum Index -> Vedas Upanishads Puranas deutsch All times are GMT + 2 Hours
Page 1 of 1

 
Jump to:  
You cannot post new topics in this forum
You cannot reply to topics in this forum
You cannot edit your posts in this forum
You cannot delete your posts in this forum
You cannot vote in polls in this forum



Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group

Abuse - Report Abuse - TOS & Privacy.
Powered by forumup.de free forum, create your free forum! Created by Hyarbor & Qooqoa
Confirmed - Auto ICRA

Page generation time: 1.025