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Weltliche Moral und die Seele

 
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anadi
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Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4657
Location: Germany

PostPosted: Sun Feb 01, 2009 10:40 am    Post subject: Weltliche Moral und die Seele Reply with quote

Weltliche Moral und die Seele

Arjuna war durcheinander. Er wusste nicht mehr was er tun soll.

Einerseits war seine dharma (vorgeschriebene Pflicht und Moral) als Krieger , unabhängig von Umstünden,
zu kämpfen, aber als er zwischen den beiden gegenseitig antretende Armeen stellte, sah er auf der gegnerischen Seite seine Verwandten, Lehrer und andere hoch erachtete Persönlichkeiten.


Arjuna sagte: Mein lieber Kṛṣṇa, beim Anblick meiner Freunde und Verwandten, die mit solcher Kampfbegierde vor mir stehen, beginne ich am ganzen Körper zu zittern, und mein Mund trocknet aus.

Mein ganzer Körper zittert, und meine Haare sträuben sich. Mein Bogen Gandiva gleitet mir aus der Hand, und meine Haut brennt.
Ich sehe nicht, wie etwas Gutes entstehen kann, wenn ich in dieser Schlacht meine eigenen Verwandten töte; mein lieber Krishna ebenso wenig begehre ich die Folgen dieses Tötens, wie Sieg, Besitz des Königreichs oder Glück.

O Govinda, was nützt uns ein Königreich, Glück oder sogar das bloße Leben, wenn all jene, für die wir dies begehren, jetzt in Reih und Glied von uns auf dem Schlachtfeld stehen?
O Madhusūdana, wenn Lehrer, Väter, Söhne, Großväter, Onkel müterlicherseits, Schwiegerväter, Enkel, Schwäger und andere Verwandte bereit sind, ihr Leben und ihre Besitztümer aufzugeben, und vor mir stehen – warum sollte ich da den Wunsch haben, sie zu töten, selbst wenn sie sonst mich töten würden?

O Madhusudhan, ich bin nicht bereit, mit ihnen zu kämpfen, nicht einmal wenn ich dafür die drei Welten bekäme, geschweige denn diese Erde. Welche Freude werden wir daraus ziehen, wenn wir die Söhne Dhṛtarāṣṭras töten?
Sünde wird über uns kommen, wenn wir solche Angreifer töten. Daher ziemt es sich nicht für uns, die Söhne Dhṛtarāṣṭras und unsere Freunde zu töten. Was können wir schon gewinnen, o Madhava, und wie können wir glücklich sein, wenn wir unsere eigenen Verwandten töten?

O Janārdana, dieser Männer, deren Herzen von Gier überwältigt sind, mögen keinen Fehler darin sehen, die eigene Familie zu töten oder mit Freunden zu streiten, aber warum sollten wir, die wir sehen können, welches Verbrechen es ist, eine Familie zu zerstören, solche sündige Taten begehen?
Mit der Zerstörung der Dynastie wird die ewige Schule der Moral vernichtet, und so gerät der Rest der Familie auf einen unmoralischen, nicht pflichtbewussten (a-dharma) Pfad.

Wenn a-dharma (falsche Moral und Pflicht) vorherrscht, o Krishna, verlieren die Frauen der Familie ihre Reinheit, und wenn auf diese Weise die Moral der Frauen verfällt, o Nachkomme Vrischnis, entsteht unerwünschte Nachkommenschaft.

Wenn die unerwünschte Bevölkerung zunimmt, verursacht dies sowohl für die Familie als auch für diejenigen, die die Familientradition zerstören, ein höllisches Dasein.

Die Vorväter fallen von den Planeten der Ahnen, weil die Zeremonien, bei denen man ihnen Speise und Wasser darbringt, vollständig eingestellt werden.

Durch die üblen Machenschaften derer, die die Familientradition zerstören und somit die Entstehung unerwünschter Kinder verursachen, werden die Schule der Moral – kula-dharma und die pflichtgemäße Tätigkeiten jati-dharma zunichte gemacht.

O, Janardana, ich habe durch die Schülernachfolge gehört, dass diejenigen, die die Schule der Moral und Pflicht zerstören, immer wieder auf die höllischen Planeten geschickt werden.

Es wäre besser für mich, wenn ich auf dem Schlachtfeld unter den Waffen der Söhne Dhritaraschtras unbewaffnet sterben würde, ohne Widerstand zu leisten.

Sañjaya (der Sekreter des blinden Königs Dhritaraschtrasa, welcher in yogische Trance die Vorkommnisse auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra erzählte) sagte:

Nachdem Arjuna auf dem Schlachtfeld diese Worte gesprochen hatte, warf er seinen Bogen und seine Pfeile zur Seite und setzte sich, von Schmerz überwältigt, auf dem Streitwagen nieder.
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