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Kirshna - der ursprüngliche Herr der Liebe oder KAma-deva

 
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anadi
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PostPosted: Sun Jan 14, 2007 8:00 pm    Post subject: Kirshna - der ursprüngliche Herr der Liebe oder KAma-deva Reply with quote

Kirshna - der ursprüngliche Herr der Liebe oder KAma-deva

Folgender wichtige Vers kann man in BhAgavata PurANa finden:

jayati jananivAso devakI-janma-vAdo
yadu-vara-pariSat svair dorbhir asyann adharmam
sthira-cara-vrijina-ghnam susmita-zrI-mukhena
vraja-pura-vanitAnAM vardhayan kAma-devam
BhP 10.90.48

Sei es dass Krishna, welcher im Herzen eines jeden weilt, immer siegreich sein;
weil Er, obwohl Er ihr Ruheort ist, manifestiert Er Sich im Muterleib DevakIs.
[Dies ist allgemein als die Wahrheit akzeptiert, obwohl es nur ein äußerer Schein ist.]
Jener Herr ist bei den besten Mitglieder der Yadu Dynastie gedient;
Er beseitigte den Einfluss der irreligiösen Menschen mit Hilfe der Pandavas, welche wie seine Armen sind, und auf diese Weise die dämonischen Menschen töteten.
Er beseitigte das Leiden aller beweglichen und unbeweglichen Lebewesen und
bei der Blicken Seiner gütigen, lächelnden, schönen Antlitz veranlasste Er die Schnelligkeit der lustvollen Wünsche (kAma) in den Herzen und Geistern
der Frauen der Weiden (von Vrindavan) und der Stadt [DvArakA], die auf diese Weise sich wünschten erotische Machenschaften mit Ihm, zu steigern.

Dieser Vers wurde in SanAtana’s Kommentar zu seinem eigenen BRhad-BhAgavatAmRta (2.7.154) erläutert.
Er hat besonders ausführlich über dem Gebrauch des Wortes kAma-devam in der vierten Linie des Verses geschrieben.

Anscheinend macht dieser Vers drei widersprechende Aussagen.

Die erste ist dass, Derjenige, welcher die Überseele im Herzen eines jeden ist, erschien im Mutterleib Devakis, als ihr Sohn; für andere bleibt Er im inneren, unsichtbar.
Obwohl auf dieselbe Art und Weise bleibt in Dewaki (als Überseele), agiert Er auch draußen, und geht und spricht mit Ihr.

Der nächste anscheinende Widerspruch ist dass, obwohl die kraftvollen Helden des Hauses Yadu, alle Seiner völlig engagierte Dienern waren, und fähig jegliche unbändigen Gegner zu bezwingen, beseitigte Er Selber, durch die Kraft eigenen Armen, die irreligiösen unterdrückenden Elemente.

Der dritte anscheinende Widerspruch ist dass, obwohl Er Derjenige ist, welcher die Sünde aller Lebewesen beseitigt, agiert Er als der Liebhaber der Kuhmädchen,
Derjenige welche die lustvolle Gefühle, nämlich die „Sünde“ der gopis (Kuhmädchen) steigert.

Trotz aller Anschein es gibt keine Widersprüche; es gibt keine Vergehen seitens Krishnas.
Als der All Anziehende, ist es Seine eigene Natur, durch Seinen süßen Lächeln, den Geist anderer in Flammen zu setzen.
Sogar die gopis zählen die Herrlichkeiten Seines welt-betörenden Lächeln, das die Wirkungen der materiellen Wünsche (kAma) in dem Famileinleben zerstört.
Das letzte Teil des Verses (vardhayan kAma-devam) kann auch so dargelegt werden:
Er wurde siegreich durch das Manifestieren in der Herzen der gopis, aller vielfältigen Wünsche, die Ihm persönliche Vergnügen bereiten, und kAma nur für Ihn und nichts und niemand anderen fühlen.

Man weiß dass, Lust oder materieller Wunsch (kAma), der Zerstörer aller ehrenvollen Absichten im Leben ist, aber für die gopis, ist die Lust die sie für Sri Krishna empfinden, göttliche Lust, und auf diese Weise ist sie der Zerstörer des Zyklus materiellen Daseins (saMsAra).
Diese göttliche Lust ist allerdings prema – göttliche Liebe für den Herrn.
Durch diese Liebe kontrollieren die gopis Sri Krishna
Der Herr kann nur durch Liebe erobert werden; nur durch Liebe kann man wirklich kontrollieren.
Diese Lust ist göttlich, weil sie zu Gott gerichtet ist, und sie ist die Frucht des Praktizierens des hingebungsvollen Dienstes über unzähligen Leben.

Sie wurde neuer und frischer mit jedem Augenblick, bis diese Liebe ihr transzendentalen Höhepunkt ereicht hat.
In anderen Worten manifestiert sich Sri Krishna in der Herzen der Gopis in einer ununterbrochenen Reihe immer neuen blühenden Erscheinungen und
entfacht diese lustvolle Liebe der Gopis zu immer neuen und größeren höhen.
Auf diese Weise etabliert Sri Krishna Seinen Ruhm.

Zudem, weil kama oder Lust, wenn ‘s auf Krishna gerichtet wird, zum höchsten und vollkommensten Liebe erhoben wird,
ist das Wort deva – göttlich, im Verbindung zu Kama benutzt worden.

Andererseits ist das Wort deva aus dem sanskrit Wurzel „div“ abgeleitet, was auch „zu spielen“ bedeutet, und zeigt nochmals,
dass in diesem Zusammenhang Kama nicht schädlich ist wie in materiellen Welt, sondern voll von spielerischen Genuß.
Krishna Selbst sagt in diesem Zusammenhang zu Arjuna

dhyāyato viṣayān puḿsaḥ / sańgas teṣūpajāyate
sańgāt sañjāyate kāmaḥ / kāmāt krodho 'bhijāyate
(Bg 2.62)

Beim Betrachten der Sinnesobjekte entwickelt der Mensch Anhaftung an sie; aus solcher Anhaftung entwickelt sich Lust, und aus Lust geht Zorn hervor.

krodhād bhavati sammohaḥ / sammohāt smṛti-vibhramaḥ
smṛti-bhraḿśād buddhi-nāśo / buddhi-nāśāt praṇaśyati
(Bg 2.63)

Aus Zorn entsteht völlige Täuschung, und der Täuschung folgt die Verwirrung der Erinnerung. Wenn die Erinnerung verwirrt ist, geht die Intelligenz verloren, und wenn die Intelligenz verloren ist, fällt man wieder in den materiellen Sumpf zurück.

Wenn die Intelligenz verloren ist, kann man nicht mehr zwischen seine angenommenen materiellen Natur und die wahre Natur unterscheiden, welche Liebe für den All Anziehenden ist.
Also die Bedeutung des Verses ist dass, der Herr immer Ruhmreich ist, weil Er durch die Manifestierung von unbegrenzten Mengen von Schönheit und Süße, bringt verschiedene göttliche erotischen Spiele in den Gopis hervor.

Die Hingabe, welche diese Art von erotischen Vergnügen als äußerliche Form hat,
bringt die Erfahrung einer spezifischen Freude hervor, welche aus dem direkten Sehen Krishna’s
ausstrahlendem lotosähnlichen Antlitz auskommt.

Diese Freude ist das Glückspendende Energie (hladini shakti), die aus Seinem persönlichen Form ausstrahlt und veranlasst dass alle menschliche Errungenschaften als unbedeutend erscheinen.

Aus diesem Grund, ist diese Lustvolle Liebe der Gopis, die höchste Vollkommenheit aller Arten der Hingabe und sollte als die höchste Vermögen göttlicher Liebe anerkannt werden.
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