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Tri gunas - die 3 materielle Erscheinungsweise
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Post new topic   Reply to topic    Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch Forum Index -> Deutsch-- Bhakti-philosophysche Prinzipien
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Posted: Mon Dec 18, 2017 3:35 pm    Post subject: Ads

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anadi
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PostPosted: Thu Mar 28, 2013 1:23 pm    Post subject: Tri gunas - die 3 materielle Erscheinungsweise Reply with quote

Jedes Individuum ist durch das falsche Ego an dieser Welt gebunden,
das Falsche Ego, welches durch Tri-gunas (drei Erscheinungsweise der materiellen Natur) gefärbt wird,
und jeder beschäftig sich in Gedanken, Gespräche und Tätigkeiten, als folge er der Machenschaften der Tri-gunas.

Gemäß dem Vedischen Wissen ist das erste materielle Element,
welche der Höchste Herr Maha Vishnu zuerst als Basis für die materielle Schöpfung, das Falsche Ego, welches umgewandelt, in drei Besonderheiten manifestiert wurde:
die Erscheinungsweisen der Tugend, Leidenschaft und Ignoranz.

Śrīmad Bhāgavatam 2.5.23-24

mahatas tu vikurvāṇād
rajaḥ-sattvopabṛḿhitāt
tamaḥ-pradhānas tv abhavad
dravya-jñāna-kriyātmakaḥ


Das Prinzip des materiellen Daseins wurde umgewandelt - tu mahatas vikurvāṇād
die Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Tugend wurden stark - rajaḥ-sattva upabṛḿhitāt
aber die Erscheinungsweise der Leidenschaft wesentlich - tv tamaḥ-pradhānas
bestehend aus Tätigkeiten, (welche) - kriyā ātmakaḥ
von Feststoff bis zum (materiellen) Wissen erzeugen - dravya jñāna abhavat

so 'hańkāra iti prokto
vikurvan samabhūt tridhā
vaikārikas taijasaś ca
tāmasaś ceti yad-bhidā
dravya-śaktiḥ kriyā-śaktir
jñāna-śaktir iti prabho


O Meister, somit wird gesagt - prabho iti prokto
dass. das (das Prinzip des materiellen Daseins über dem im vorigen Vers gesprochen wurde) - saḥ
das falsche Ego –ahańkāraḥ
wurde umgewandelt, und in drei Besonderheiten manifestiert - vikurvan tridhā samabhūt
die Erscheinungsweisen der Tugend, Leidenschaft und Ignoranz - vaikārikaḥ taijasaḥ ca tāmasaḥ
und somit wurde geteilt in - ca iti yat bhidā
Energie der Feststoffen (entspricht der Ignoranz) -dravya-śaktiḥ
Energie der Schöpfung (entspricht der Leidenschaft) -kriyā-śaktiḥ
Energie des transzendentalen Wissens (entspricht der Tugend) jñāna-śaktiḥ

prakṛteḥ kriyamāṇāni
guṇaiḥ karmāṇi sarvaśaḥ
ahańkāra-vimūḍhātmā
kartāham iti manyate
(Bhagavad-gita 3.27)

Die Seele verwirrt durch das falsche Ego (welche die Identifikation der Seele mit dem Körper, Geist und andere materielle Elemente bewirkt) – ātmā vimūḍha ahańkāra
denkt sich selbst als Ausführende aller Tätigkeiten - manyate aham kartā sarvaśaḥ karmāṇi
(welche) faktisch durch die Erscheinungsweisen der materiellen Natur ausgeführt werden - iti guṇaiḥ prakṛteḥ kriyamāṇāni.
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anadi
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PostPosted: Wed Apr 10, 2013 2:29 pm    Post subject: Reply with quote

Bhagavad-gītā 14.5

sattvaḿ rajas tama iti
guṇāḥ prakṛti-sambhavāḥ
nibadhnanti mahā-bāho
dehe dehinam avyayam


O mächtig Gerüsteter, die materielle Natur (besteht aus drei) Erscheinungsweisen - mahā-bāho prakṛti guṇāḥ
Tugend, Leidenschaft und Ignoranz - sattvaḿ rajas tama
deren Natur ist, das unvergängliche verkörperte Lebewesen – sambhavāḥ avyayam dehinam
am materiellen Körper zu binden - nibadhnanti dehe iti

Es bedeutet, dass solange die Seelen durch die Trigunas,
am Kreislauf der karmischen Aktionen und Reaktionen gebunden ist,
wird sie immer wieder Geburt für Geburt,
dementsprechend verschiedene Formen annehmen.

Bhagavad-gītā 14.6-8

tatra sattvaḿ nirmalatvāt
prakāśakam anāmayam
sukha-sańgena badhnāti
jñāna-sańgena cānagha


O Sündlose, die Erscheinungsweise der Tugend, die reinste (von der materiellen Erscheinungsweisen) - anagha sattvam nirmalatvāt
leuchtend, ohne sündvolle Reaktionen - prakāśakam anāmayam
bindet (die Seele an der materiellen Welt) - badhnāti
durch die Gemeinschaft mit dem (materiellen) Glück - tatra sańgena sukha
und die Gemeinschaft mit dem transzendentalen Wissen - ca sańgena jñāna

rajo rāgātmakaḿ viddhi
tṛṣṇā-sańga-samudbhavam
tan nibadhnāti kaunteya
karma-sańgena dehinam


O Sohn Kuntīs, wisse, dass die Erscheinungsweise der Leidenschaft - kaunteya viddhi rajaḥ
bindet die verkörperte Seele - nibadhnāti dehinam
durch die Gemeinschaft mit den vorgeschriebenen Pflichten - sańgena karma
Gemeinschaft dessen Natur ist- sańga tat samudbhavam
der Durst und Anhaftung an seinem eigenen materiellen Geschäft - tṛṣṇā rāga ātmakam

tamas tv ajñāna-jaḿ viddhi
mohanaḿ sarva-dehinām
pramādālasya-nidrābhis
tan nibadhnāti bhārata


O Sohn Bharatas, wisse, dass die Erscheinungsweise der Dunkelheit (Ignoranz) - bhārata viddhi tamaḥ
wird aus Unwissenheit geboren - ajñāna jam
ist die Täuschung aller materiell verkörperte Lebewesen- mohanam sarva-dehinām
welche durch Wahnsinn, Indolenz und Schlaf bindet - tat pramāda ālasya nidrābhiḥ nibadhnāti


Last edited by anadi on Thu Apr 11, 2013 3:49 pm; edited 1 time in total
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anadi
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PostPosted: Thu Apr 11, 2013 2:19 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Gott wird immer als liebe dargestellt, ohne Hass und so, aber warum tut er dann so etwas und sagt Abraham sollte sein Kind opfern, so etwas tut doc kein netter Gott oder ist das nur erfunden, findet ihr noch mehr solche Ungleichungen, sagt sie mir und ich füge sie hinzu!!!


Hallo Bebegirl,

Böse oder gut haben eine Bedeutung nur in der materiellen vergänglichen Welt.
Gut und Böse sind vergänglich.
Die Götter und die Dämonen die diese Extreme verkörpern
gehören dem vergänglichen Spiel der materiellen Welt.

Der Höchste Herr ist weder Gut noch Böse,
er ist transzendental (jenseits der materiellen Natur).

In Śrīmad Bhāgavatam 2.5.18 wird gesagt

sattvaḿ rajas tama iti nirguṇasya guṇās trayaḥ
sthiti-sarga-nirodheṣu gṛhītā māyayā vibhoḥ


Der Allmächtige akzeptierte die Erscheinungsweisen der materiellen Natur - vibhoh gṛhītā māyayā
Tugend, Leidenschaft und Ignoranz - sattvaḿ rajas tama
für Erhaltung, Schöpfung und Zerstörung (der materiellen Welten) - sthiti-sarga-nirodheṣu
auf diese Weise ist Er immer noch frei (von dem Einfluß der Erscheinungsweisen der materiellen Natur) den - iti trayaḥ guṇās
In Ihm befinden sich keine materielle Eigenschaften - asya nirguṇa

Die Unpersönlichkeitsanhänger behaupten hiermit, der Höchste Herr hätte keine Eigenschaften überhaupt - nirguṇa weil sie den Kontext vernachlässigen, und so wäre der Höchste Herr ein "große" Nichts.

Bhagavad-gītā 14.10

rajas tamaś cābhibhūya
sattvaḿ bhavati bhārata
rajaḥ sattvaḿ tamaś caiva
tamaḥ sattvaḿ rajas tathā


O Sohn Bharatas auf diese Weise die (materielle) Erscheinungsweise der Tugend - bhāratatathā sattvam
übertrifft die (materiellen) Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Ignoranz - abhibhūya rajaḥ tamaḥ
Auch die (materielle) Erscheinungsweise der Leidenschaft wird (mit der Zeit) hervorstehender als Tugend und Ignoranz - ca rajaḥ bhavati sattvam tamaḥ
Und sicherlich auch die (materielle) Erscheinungsweise der Ignoranz (wird hervorstehender als) Tugend und Leidenschaft - ca eva tamaḥ sattvam rajaḥ

Tika:
Laut Vedisches Wissen wird in Satya-yuga, der Zeitalter der Wahrheit,
der nach diesem Zeitalter folgt, die Erscheinungsweise der Tugend vorherrschend,
es gibt keine Leidenschaft oder Unwissenheit.

Nach Satya-yuga folgt Treta-yuga, der Zeitalter in dem
die Leidenschaft etwa bis zu Ende ein Viertel an Einfluss gewinnt
und die Ignoranz in einer sehr kleinen Anteil vorkommt.

Nach Treta-yuga folgt Dvapara-yuga, der Zeitalter in dem
die Leidenschaft etwa bis zu Ende die Hälfte an Einfluss gewinnt, und wird vorherschend
wobei die Ignoranz etwa ein Viertel an Einfluss gewinnt.

Nach Dvapara-yuga folgt Kali-yuga, der Zeitalter in dem wir uns befinden,
und vor etwa 5200 Jahre angefangen hat, als Krishna die Erde verlassen hat,
in dem am Anfang die Ignoranz (Unwissenheit) 50% an Einfluss hat
25% Leidenschaft und 25% Tugend. Am Ende von Kali-yuga es wird 100% Unwissenheit

Nach einer Umwandlungszeit wird Satya-yuga wieder eingeführt.
Dieses 4 Yuga Zyklus wurde auf die mittleren Welten des Universums erdacht
um verschiede Arten von Lebewesen bezüglich ihre Zugehörigkeit an Tugend, Leidenschaft und Ignoranz hervor-herrschen zu lassen.

1000 Zyklen je 4 Yugas machen ein Tag auf dem Planeten Brahmaas,
das erste Lebewesen im Universum,
der über der Welt der Götter und der Dämonen steht.

Brahmaa lebt 100 Jahre nach seiner Zeitrechnung,
dann wird das Universum zerstört, samt alle anderen Universen
und nach einem Atem von Maha Vishnu
werden alle komplet neu erschaffen.


Last edited by anadi on Fri Apr 19, 2013 7:01 am; edited 1 time in total
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PostPosted: Tue Apr 16, 2013 12:51 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Was hat es für einen Sinn, wenn sch die Zeitalter/Zyklen immer wiederholen?
Erklärst du es für mich Dummie?

Antwort:
Um verschiedener Arten von Wünschen die richtige Umgebung, in einer strukturierten Form, immer wieder zu Verfügung zu stellen.

Durch so einen Zyklus ist auch möglich Lebewesen auf die irdischen Planeten erscheinen zu lassen,
und trotz geringen guten Eigenschaften,
eine menschliche Lebensform zu bekommen um,
über dem Sinn des Lebens zu hören,
und damit den Wunsch zu entwickeln ein Gefährter des Höchsten zu werden,
um raus aus dem Zyklus der Wiedergeburt zu gelangen,


Last edited by anadi on Wed Apr 17, 2013 1:41 pm; edited 1 time in total
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anadi
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PostPosted: Wed Apr 17, 2013 1:40 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Zitat von lumen
die Seele inkarniert in den Körper durch die Leidenschaften?


Man wird wiedergeboren auch um die Ergebnisse seiner guten Taten aus vergangenen Leben zu genießen.
Tugend ist damit auch ein Grund für die Wiedergeburt. Es spielt sich ab auf der materiellen Ebene.

Man kann an der materiellen Welt sowohl durch schlechte wie auch durch gute Taten gebunden werden.
Und diese Bindung verursacht die Wiedergeburt.

Wie entsteht aber dieser Bindung?
Allgemein, binden die eigenen Wünsche einen an der Welt.
Und nicht nur die eigenen Wünsche sondern auch
alles was die anderen uns Wünschen, sei es gut oder böse, binden uns an der Welt.

Und all dieser Wünsche werden zur gegebenen Zeit, in einer bestimmten Leben erfüllt .
Deswegen sollte man aufpassen, was man unseren Nächsten tut, weil er uns dementsprechend was Gutes oder was Böses wünschen kann.

Und das allein reicht schon. Er braucht nicht uns was direkt antun.
Darum kümmert sich die Überseele, die sich „im Herzen“ eines jeden, als Zeuge und Erlaubnisgeber befindet.
Sie lenkt die Seele, Leben für Leben, um eben all diese Wünsche in Erfüllung zu bringen.

Solange das Lebewesen auf diese Welt bezogene Wünsche hat,
die noch nicht erfüllt sind, wird es dadurch gebunden wiedergeboren zu werden um diese Wünsche nachzujagen.

Diese Wünsche haben kein Ende, und auch die Wünsche der anderen zu uns.

Manchmal sind diese Wünsche
in der Erscheinungsweise der Tugend und dann genießt man das materielle Glück,
und dann wiederum in der Erscheinungsweise der Leidenschaft, und genießt man eine Mischung aus Leid und Glück,
oder dann in der Erscheinungsweise der Dunkelheit (Ignoranz) und leidet man erbärmlich,
wie allgemein auf die höllischen Planeten, oder auch manche auf die irdischen Planeten in Kali-yuga.

Die Kraft eines Wunsches hangt von der Kraft des Trägers des Wunsches ab,
dessen Kraft von seinem Konto an guten Taten abhängt,
nämlich die Zufriedenstellung einer großer Anzahl von Lebewesen oder zehr qualifizierten Lebewesen, wie de Halbgötter.

So eine mächtige Lebewesen, das ein großen Konto an guten Taten hat,
wenn es einem anderen Lebewesen eine Segnung erteilt,
wird dieser guter Wunsche viel schneller in Erfüllung gehen als andere Wünsche, die mit so eine große Kraft nicht ausgestattet sind.
Dementsprechend kann man auch von so einem mächtigen Lebewesen verflucht werden.

Um aus diesem Zyklus raus zu gelangen muss man
„jemanden“ zufriedenstellen, der außerhalb des Zyklus steht;
jemand der in transzendentaler Stellung zu der relativen Welt der Zyklen:
der Höchste Herr, in einer seiner ewigen Formen.

anadi
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PostPosted: Thu Apr 18, 2013 12:21 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Zitat von lumen
Es ist schon spannend, dass auch die Wünsche die jemand anderer für einen hat, erfüllt werden.

Oft bekomme ich von anderen mit, dass wenn sie meinen ungerecht behandelt worden zu sein ,demjenigen das gleiche Unglück wünschen in dem sie selber stecken.
Es ist eine ganz niedere Ebene, der Wunschaussprecher ist in einer Sonderform.


Hare Krishna,

Normallerweise diese „niedere Ebene“ ist die Ebene der breiten Masse der Menschen,
weil sie durch das Falsche Ego der Erscheinungsweise der Leidenschaft und Unwissenheit gelenkt sind.
Dabei fast alle denken sich nicht auf diese Ebene, wo sie tatsächlich sind,
weil sie diese Wünsche manchmal nicht in der Tat umsetzen (können),
oder werden bald von anderen Problemen geplagt.

Schau dir mal ein Paar wichtige Eigenschaften der Erscheinungsweisen der materiellen Natur:

Bhagavad-gītā14.11-13

sarva-dvāreṣu dehe 'smin
prakāśa upajāyate
jñānaḿ yadā tadā vidyād
vivṛddhaḿ sattvam ity uta


So sagt man, dass wenn alle Tore dieses Körpers - iti uta yadā sarva-dvāreṣu dehe asmin
durch das entwickelte transzendentale Wissen beleuchtet sind - upajāyate jñānam prakāśaḥ
zu der Zeit, wisse, dass die Erscheinungsweise der Tugend wächst - tadā vidyāt sattvam vivṛddham

lobhaḥ pravṛttir ārambhaḥ
karmaṇām aśamaḥ spṛhā
rajasy etāni jāyante
vivṛddhe bharatarṣabha


Bester der Bharatas, wenn die gierigen Wünsche, Bemühungen ums Anasammeln - ṛṣabha bharata lobhaḥ spṛhā ārambhaḥ pravṛttiḥ
und unbeherrschbaren Tätigkeiten gesiegt haben - aśamaḥ karmaṇām jāyante
All diese steigern die Erscheinungsweise der Leidenschaft - etāni vivṛddhe rajasi

aprakāśo 'pravṛttiś ca
pramādo moha eva ca
tamasy etāni jāyante
vivṛddhe kuru-nandana


O Sohn Kurus, wenn die fehlende Ausleuchtung - kuru-nandana aprakāśaḥ
Die Trägheit, die Verrücktheit und Illusion siegen - apravṛttiḥ pramādaḥ ca mohaḥ jāyante
Sicherlich all diese steigern die Erscheinungsweise der Unwissenheit - eva ca etāni vivṛddhe tamasi
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anadi
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PostPosted: Fri Apr 19, 2013 7:22 am    Post subject: Reply with quote

Der Höchste Herr, Sri Krishna, sagt zu Arjuna:

Bhagavad-gītā 4.14-15

na māḿ karmāṇi limpanti
na me karma-phale spṛhā
iti māḿ yo 'bhijānāti
karmabhir na sa badhyate


Weder bin Ich von materiellen Tätigkeiten berührt - na māḿ karmāṇi limpanti
Noch sehne Ich nach der Früchten (solcher) Tätigkeiten - na spṛhāme phale karma
Derjenige welche Mich auf diese Weise versteht - yaḥ māḿ iti abhijānāti
Wird nicht durch Tätigkeiten (an der materiellen Welt, durch die daraus entstehenden Reaktionen und Wünsche) gebunden - saḥ na karmabhiḥ badhyate

evaḿ jñātvā kṛtaḿ karma
pūrvair api mumukṣubhiḥ
kuru karmaiva tasmāt tvaḿ
pūrvaiḥ pūrvataraḿ kṛtam


Frühere Persönlichkeiten obwohl befreit (von der Fessel eigener materiellen Wünsche) - api mumukṣubhiḥ pūrvair
Führten (ihre) Tätigkeiten mit diesem Verständnis aus - kṛtaḿ karma evaḿ jñātvā
Deswegen tue deine vorgeschriebene Pflicht (und kämpfe) - tasmāt tvam kuru karma
Genau wie (deine) Vorväter in vergangenen Zeiten es getan haben – eva pūrvaiḥ pūrva-taram kṛtam
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PostPosted: Sat Apr 20, 2013 1:55 pm    Post subject: Reply with quote

Bhagavat-gita 4.16-18

kiḿ karma kim akarmeti
kavayo 'py atra mohitāḥ
tat te karma pravakṣyāmi
yaj jñātvā mokṣyase 'śubhāt


Was ist karma, was ist akarma - kiḿ karma kim akarmeti
Sogar die Gelehrten sind darüber verwirrt – apy kavayo atra mohitāḥ
Ich werde dir erklären was karma ist - tat te pravakṣyāmi karma
Und durch dieses Wissen wirst du von Unglück befreit - yaj jñātvā aśubhāt mokṣyase

karmaṇo hy api boddhavyaḿ
boddhavyaḿ ca vikarmaṇaḥ
akarmaṇaś ca boddhavyaḿ
gahanā karmaṇo gatiḥ


Karma ist sicherlich schwierig zu verstehen - karmaṇo hy api boddhavyaḿ
und vikarma ist schwierig zu verstehen - ca vikarmaṇaḥ boddhavyaḿ
auch akarma ist schwierig zu verstehen - ca akarmaṇaś boddhavyaḿ
Karmas Lauf ist schwierig (zu bestimmen) - gatiḥ karmaṇo gahanā.

karmaṇy akarma yaḥ paśyed / akarmaṇi ca karma yaḥ
sa buddhimān manuṣyeṣu / sa yuktaḥ kṛtsna-karma-kṛt


Jene Person, welche intelligent ist - sa manuṣyeṣu buddhimān
sieht Handeln in Akarma und Nicht-Handeln in Karma - yaḥ paśyed karmaṇy akarma ca akarmaṇi karma.
Jene Person ist verbunden (mit der spirituellen Ebene, obwohl) sie alle möglichen Tätigkeiten (in dieser Welt) ausführt - sa yuktaḥ kṛtsna-karma-kṛt.

Tika:

Die Bedeutung ist dass, für eine intelligenten Person,
Karma (handeln gemäß Varna-ashrama Dharma) Nicht-Handeln ist - eine Art "akarma",
weil dieser Art von Handeln nicht mit der ewigen Natur der Seele verbunden ist
(die Ewige Natur der Seele ist Shuddha-Bhakti – Reine liebevolle Dienst für den All Anziehender),
und so eine Person sieht Akarma – das Nicht-Befolgen der Vorgeschriebene Arbeit
gemäß Varna-asharama System,
(basierend auf die Falsche Identifizierung der Seele mit zeitweiligen Begriffe des materiellen Körpers),
als wirkliche Tätigkeit –, wenn diese Tätigkeit mit der wirklichen Identität der Seele verbunden ist – ein liebevolle Diener, Freund, Eltern, Liebhaber des Herrn- welche die nitya dharma – der ewige Pflicht der Seele.

1. Akarma bedeutet nicht Handeln gemäß der vorgeschriebenen Arbeit in varna-ashrama aufgrund:

- Ablehnung von Varna-ashrama dharma wegen Ignoranz,
aber trotz allem man tätigt sich weiter auf dem Feld des Varna-ashrama handeln,
ohne die Regeln zu befolgen, -welche allerdings in Vikarma mündet.

- Ablehnung von Varna-ashrama dharma und sich direkt in Tätigkeiten für das Erreichen von Mukti beschäftigen (wie das Leben an einem abgelegenen Ort und Meditation über die Absolute Wahrheit ausführen …).

- Ablehnung von Varna-ashrama dharma um sich in hingebungsvollen Tätigkeiten (Bhakti) zu tätigen
um die göttlichen Liebe zu rrreichen - Prema.

2. Karma, ist das Handeln gemäß varNa – soziale Klasse und Asram – sakrale Order,
welche zu die Zufriedenstellung des Höchsten Herr Hari führt,
welcher Mukti (Befreiung oder Erlösung vergibt)
(keine ewige persönliche Beziehung – solange keine reine Bhakti Tätigkeiten ausgeführt sind).

3. Vikarma – Handeln gegen die vorgeschriebene Arbeit; führt zu einem elendigen Schicksal und Zielort.
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PostPosted: Wed May 01, 2013 8:26 pm    Post subject: Reply with quote

Bhagavad-gītā As It Is 4.19-22

yasya sarve samārambhāḥ
kāma-sańkalpa-varjitāḥ
jñānāgni-dagdha-karmāṇaḿ
tam āhuḥ paṇḍitaḿ budhāḥ


Einer dessen Gelübde ist - yasya sańkalpa
alle Arten von Bemühungen nach Sinnenbefriedigung zu entsagen - sarve samārambhāḥ kāma varjitāḥ
wird von den Gelehrten im Vedischen Wissen und den Intelligenten deklariert - paṇḍitam budhāḥ āhuḥ
als einer dessen Tätigkeiten - tam karmāṇam
durch das Feuer des transzendentalen Wissens verbrannt wurden- agni jñāna dagdha

tyaktvā karma-phalāsańgaḿ
nitya-tṛpto nirāśrayaḥ
karmaṇy abhipravṛtto 'pi
naiva kiñcit karoti saḥ


Er entsagt die Anhaftung an die Früchte seiner Tätigkeiten
tyaktvā āsańgam phala karma
Ist immer zufrieden und unabhängig - nitya tṛptaḥ nirāśrayaḥ
Und obwohl beschäftigt in (verschiedene) Tätigkeiten - api abhipravṛttaḥ karmaṇi
Sicherlich tut er nichts - eva karoti saḥ na kiñcit

nirāśīr yata-cittātmā
tyakta-sarva-parigrahaḥ
śārīraḿ kevalaḿ karma
kurvan nāpnoti kilbiṣam


Ohne einen Wunsch nach Ergebnisse und beherrschend die Sinne und den Geist - nirāśīḥ yata citta-ātmā
Er entsagt alle Eigentümer - tyakta sarva parigrahaḥ
Handelt nur den Körper am Leben zu halten - kurvan kevalam śārīram
Und so handelnd bekommt keine negative Reaktionen - karma na āpnoti kilbiṣam

yadṛcchā-lābha-santuṣṭo
dvandvātīto vimatsaraḥ
samaḥ siddhāv asiddhau ca
kṛtvāpi na nibadhyate


Derjenige welcher zufrieden mit dem Gewinn ist - santuṣṭaḥ lābha
welcher von sich selbst kommt - yadṛcchā
hat die Dualität übertroffen - dvandva atītaḥ
und frei von Neid, unbeeindruckt in Erfolg oder Misserfolg - ca vimatsaraḥ samaḥ siddhau asiddhau
obwohl er handelt, wird dadurch nicht gebunden (an der Welt) (wird dadurch nicht betroffen) - api kṛtvā na nibadhyate
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PostPosted: Wed May 01, 2013 8:27 pm    Post subject: Reply with quote

Bhagavad-gītā As It Is 4.19-22

yasya sarve samārambhāḥ
kāma-sańkalpa-varjitāḥ
jñānāgni-dagdha-karmāṇaḿ
tam āhuḥ paṇḍitaḿ budhāḥ


Einer dessen Gelübde ist - yasya sańkalpa
alle Arten von Bemühungen nach Sinnenbefriedigung zu entsagen - sarve samārambhāḥ kāma varjitāḥ
wird von den Gelehrten im Vedischen Wissen und den Intelligenten deklariert - paṇḍitam budhāḥ āhuḥ
als einer dessen Tätigkeiten - tam karmāṇam
durch das Feuer des transzendentalen Wissens verbrannt wurden- agni jñāna dagdha

tyaktvā karma-phalāsańgaḿ
nitya-tṛpto nirāśrayaḥ
karmaṇy abhipravṛtto 'pi
naiva kiñcit karoti saḥ


Er entsagt die Anhaftung an die Früchte seiner Tätigkeiten
tyaktvā āsańgam phala karma
Ist immer zufrieden und unabhängig - nitya tṛptaḥ nirāśrayaḥ
Und obwohl beschäftigt in (verschiedene) Tätigkeiten - api abhipravṛttaḥ karmaṇi
Sicherlich tut er nichts - eva karoti saḥ na kiñcit

nirāśīr yata-cittātmā
tyakta-sarva-parigrahaḥ
śārīraḿ kevalaḿ karma
kurvan nāpnoti kilbiṣam


Ohne einen Wunsch nach Ergebnisse und beherrschend die Sinne und den Geist - nirāśīḥ yata citta-ātmā
Er entsagt alle Eigentümer - tyakta sarva parigrahaḥ
Handelt nur den Körper am Leben zu halten - kurvan kevalam śārīram
Und so handelnd bekommt keine negative Reaktionen - karma na āpnoti kilbiṣam

yadṛcchā-lābha-santuṣṭo
dvandvātīto vimatsaraḥ
samaḥ siddhāv asiddhau ca
kṛtvāpi na nibadhyate


Derjenige welcher zufrieden mit dem Gewinn ist - santuṣṭaḥ lābha
welcher von sich selbst kommt - yadṛcchā
hat die Dualität übertroffen - dvandva atītaḥ
und frei von Neid, unbeeindruckt in Erfolg oder Misserfolg - ca vimatsaraḥ samaḥ siddhau asiddhau
obwohl er handelt, wird dadurch nicht gebunden (an der Welt) (wird dadurch nicht betroffen) - api kṛtvā na nibadhyate
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PostPosted: Thu May 02, 2013 10:21 am    Post subject: Reply with quote

Der Höchste Herr Sri Krishna fängt an das Opferprinzip zu erklären.
Um etwas zu bekommen, muss man was opfern.
Je nach dem was, und wem opfert, bekommt man eine dementprechende "Belohnung".

Bhagavad-gītā 4.23-26

gata-sańgasya muktasya
jñānāvasthita-cetasaḥ
yajñāyācarataḥ karma
samagraḿ pravilīyate


Befreit, von materiellen Gemeinschaften abgelöst - muktasya gata-sańgasya
mit dem Bewusstsein situiert im spirituellen Wissen – cetasaḥ sthita jñānāva
und das gute Betragen der Opfergabetätigkeiten - ācarataḥ yajñāya karma
Alles (materiell) wird aufgelöst - samagram pravilīyate

brahmārpaṇaḿ brahma havir
brahmāgnau brahmaṇā hutam
brahmaiva tena gantavyaḿ
brahma-karma-samādhinā


Durch die transzendentale Opfergabe, den transzendentale Butter - brahmārpaṇaḿ brahma havir
Das transzendentale Feuer, geopfert von Brahmanen - brahmāgnau hutam brahmaṇā
Wird sicherlich das transzendentale Reich von jemand - eva brahma tena
Durch Vertiefung in transzendentalen vorgeschriebene Pflichten erreicht - samādhinā brahma karma gantavyam

daivam evāpare yajñaḿ
yoginaḥ paryupāsate
brahmāgnāv apare yajñaḿ
yajñenaivopajuhvati


Andere so bringen Opfergabe für die Halbgötter - apare eva yajñam daivam
Yogis verehren das transzendentale Feuer - yoginaḥ paryupāsate brahma agnau
Andere so bringen Opfergabe durch Opferzeremonien - apare eva yajñam yajñena upajuhvati

śrotrādīnīndriyāṇy anye
saḿyamāgniṣu juhvati
śabdādīn viṣayān anya
indriyāgniṣu juhvati


Andere opfern die Sinne, angefangen mit dem Hören und Sprechen- anye juhvati indriyāṇi śrotra-ādīni śabda-ādīn
In dem Feuer der Entsagung - agniṣu saḿyama
Andere opfern im Feuer die Objekte der Sinnenbefriedigung - anye juhvati indriya viṣayān agniṣu
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anadi
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PostPosted: Fri May 10, 2013 10:39 pm    Post subject: Reply with quote

4.27-29

sarvāṇīndriya-karmāṇi
prāṇa-karmāṇi cāpare
ātma-saḿyama-yogāgnau
juhvati jñāna-dīpite


Auch andere opfern - ca apare juhvati
Die Tätigkeiten aller Sinnen und die Funktionen der Lebensluft - karmāṇi sarvāṇi indriya
karmāṇi prāṇa
in dem entzündeten Feuer des Yoga des transzendentalen Wissens - dīpite agnau yoga jñāna
um den Geist zu befrieden - ātma-saḿyama

dravya-yajñās tapo-yajñā
yoga-yajñās tathāpare
svādhyāya-jñāna-yajñāś ca
yatayaḥ saḿśita-vratāḥ


An Gelübden festhaltend, manche (durchführen) - saḿśita-vratāḥ apare
Das opfern (ihre) Objekte welche kommen und gehen - yajñāḥ dravya yatayaḥ
Das Opfern durch Entsagung - yajñāḥ tapaḥ
Das Opfern durch Yoga und - yajñāḥ yoga ca
Das Opfern des transzendentalen Wissens durch das Rezitieren der Veden - yajñāḥ jñāna tathā svādhyāya

apāne juhvati prāṇaḿ
prāṇe 'pānaḿ tathāpare
prāṇāpāna-gatī ruddhvā
prāṇāyāma-parāyaṇāḥ
apare niyatāhārāḥ
prāṇān prāṇeṣu juhvati


Und so andere opfern die Ausatmung in der Lebensluft - tathā apare juhvati apāne prāṇam
Und die Lebensluft in der Ausatmung - prāṇe apānam
(indem sie) die Bewegungen der Lebensluft und Ausatmung - gatī prāṇa apāna
Durch den prāṇāyāma Prozess kontrollieren - prāṇāyāma ruddhvā
Andere sind geneigt das Essensprozess abzustellen - apare parāyaṇāḥ āhārāḥ niyata — durch die Vollendung des Opfern der Lebensluft - prāṇeṣu juhvati prāṇān
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