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Guru tattva

 
Post new topic   Reply to topic    Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch Forum Index -> Deutsch-- Bhakti-philosophysche Prinzipien
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Posted: Mon Dec 18, 2017 3:37 pm    Post subject: Ads

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anadi
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Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4657
Location: Germany

PostPosted: Tue Mar 12, 2013 2:58 pm    Post subject: Guru tattva Reply with quote

Quote:
Hi Anadi, die Sinne werden bestimmt nicht dadurch gereinigt, indem man sich mit spirituellen Tätigkeiten beschäftigt! Wink

Eine Gottheit, Guru, Meister usw. anbeten ist für mich das gleiche wie das Geld anbeten. Very Happy
Beide sind auf der Suche nach Befriedigung, der Eine findet sie im Wohlstand :koenig: und der Andere in der Anbetung eines imaginären Gottes! (Sinnenbefriedigung) :guru:


Hallo Wertekiller,

Sowohl die Verehrung des Höchsten Herrn wie auch die Verehrung de Gurus werden durch den Höchsten Herrn Sri Krishna empfohlen.

1. Über die Verehrung des Höchsten Herrn (als Bildgestalt), als spirituelle Tätigkeit, habe ich auch in meiner vorherigen Post gesprochen.

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2. Das Akzeptieren eines Gurus und dessen Verehrung, sind spirituelle Tätigkeiten,
wie sie von Sri Krishna Selbst in seiner Rede zu Arjuna betont wurden:

tad viddhi praṇipātena
paripraśnena sevayā
upadekṣyanti te jñānaḿ
jñāninas tattva-darśinaḥ
(Bhagavad-gītā 4.34)

Jenes (Wissen über verschiedene Arten von Opfer) lerne es durch - tad viddhi
(1) selbst Verbeugung - praṇipātena
(2) demütige Befragung -paripraśnena
(3) Dienst Darbringung - sevayā
an dem Wissenden, dem Seher der (Absoluten) Wahrheit - jñānam darśinaḥ tattva
er wird dich im Wissen einweihen - upadekṣyanti te jñāninaḥ

deva-dvija-guru-prājña-
pūjanaḿ śaucam ārjavam
brahmacaryam ahiḿsā ca
śārīraḿ tapa ucyate
(Bhagavad-gītā 17.14)

Die Verehrung des Herrn, der zwei Mal Geborenen (der Eingeweihten), des verwriklichten spirituellen Meisters - pūjanaḿ deva dvija prājña guruSauberkeit, Einfachheit, Keuschheit und Gewaltlosigkeit - śaucam ārjavam brahmacaryam
heißt Körperliche Entsagung - ucyate śārīraḿ tapa

Tika:
Hier Krishna spricht sowohl über die Verehrung des spirituellen Meisters,
wie auch über die Verehrung des Herrn, und damit meint er,
dass ist die wahre Entsagung der materiellen Welt.

Diese Verehrung des Höchsten, bezieht sich auf dem Bildgestalt Gottes und das Wort dafür in Sanskrit ist pūja.
Man kann nicht direkt auf der Ebene der Verehrung des Höchsten Herrn im Geist springen,
wo allerdings auch ein „Bildnis“ Gottes verehrt wird (wie im vorherigen Post aus Bhagavat Puran 11.27.12 zitiert wurde), und nicht der Herr Selbst.

Dem Anfänger ist es empfohlen die Bildgestalt Gottes zu Verehren um die Sinne,
denen den Geist folgt,
mit „Symbolen“ des Absoluten zu beschäftigen,
um sich von der Beschäftigung mit den materiellen Problemen zu entfernen,
und damit von ihnen nicht mehr gestört zu werden.

Auf Höhere Stufen, das was der Anfänger als „Symbol“ wahrnimmt, wird von dem Verwirklichten Gottgeweihten als nicht verschieden von dem Höchsten wahrgenommen, mit dem er eine Austauschbeziehung baut.

Das Problem ist es "nur",
dass die meisten Gurus heutzutage falsche Gurus sind .

Der Guru dessen langjährigen Schüler die göttliche Liebe für den Herrn nicht erreicht hat,
darf nicht als Guru genannt werden.

Die einzige Beschäftigung des wahren Gurus ist
seine eigene göttliche Liebe für den Herrn
dem Schüller weiter zu geben.
Der Guru sollte Krishna zu seinem Schüler bringen.
Wenn aber ein Guru seinem Schüler Gott nicht bringen kann,
weil er selbst keine persönliche Austauschbeziehung mit Krishna gebaut hat,
darf sich nicht Guru nennen.

Der wahre Guru ist einer der keine andere Mission im Sinne hat
als das spirituelle Wohlergehen seines Schülers und
der wahre Schüler ist derjenige welcher seinen Guru liebt.

Wenn der Schüler bekommt von einem Guru nur Wissen von den Bücher,
entwickelt er keine Hingabe für Guru, obwohl
solange er das Ziel des spirituellen Wissens nicht verstanden hat,
nämlich das Aufbauen einer liebevollen Austauschbeziehung mit dem Herrn,
mit der Hilfe des Gurus,
könnte er die Gemütstimmung eines treuen Hundes des Gurus entwickeln,

Wenn er aber das Glück hat sich später dieses Wissen anzueignen,
wird er seinen Guru verlassen,
wenn Guru dem Schüler nicht helfen kann
dieses Wissen zu verwirklichen:
Krishna und die Liebevolle Beziehung zu Krishna zu verwirklichen.

Ein wahrer Guru erkennt man schon daran, dass er
nicht viele Schüler akzeptiert, die allerdings meistens benutzt werden um
die Eröffnung und Erhaltung von Tempeln und Ashrams zu finanzieren.
So ein Guru wird meistens der Sklave
des Geldes, selbst Verehrung und Erlangung von Ruhm.

Eine Person, welche von dir alles erwartet – einschließlich Geld, Verehrung, Gehorsam – kann nicht dein Guru, sondern dein Schüler sein.
Der wahre Heilige braucht von keinem etwas, und wünscht sich nicht Guru zu werden.
Er kann die Rolle eines Gurus akzeptieren, indem er
durch sein eigenes Beispiel lehrt,
in einer täglichen engen Beziehung zu seinem Schüler
wie man sich dem Höchsten Herrn nähert,
(nicht durch Emails, Video-Botschaften und zwei Mal Treffen im Jahr.

Der wahre Guru akzeptiert nicht die Verehrung seines Schülers,
sondern er verehrt seinen Schüler.
Der wahre Guru braucht nicht, dass man ihm gehorsam ist,
sondern den spirituellen Schriften.

Wenn ein Guru seinen Schüler aus dem Kreis der Wiedergeburt nicht retten kann,
sollte er nicht Guru werden, denn ansonsten würde er dadurch eine Sünde begehen.

"Gurur-Brahmaa Gurur-Vissnnur-Gururdevo Maheshvarah"

Guru ist wie der Schöpfer des Universums, Brahmaa,
indem er den Fackel des transzendentalen Wissens und Liebe anzündet
Guru ist wie der Erhalter aller Universen, Vishnu,
indem er das transzendentale Wissen und Liebe des Schülers ernährt
Guru ist wie der Zerstörer Shiva, indem er die Ignoranz seines Schülers zerstört.

Heutzutage passen der falsche Guru und der falsche Schüler gut zusammen.
Der Guru wird berühmt indem er immer mehr Schüler annimmt und die Zahl seiner Tempeln und Asrams vermehrt.
Seine Schüler wollen auch berühmt werden, indem sie sagen, sie haben so einen berühmten Guru.
Jeder bekommt was er verdient.

In diesem Zeitalter des Streits und Heuchelei (Kali-yuga)
sowohl ein wahre Guru
wie auch ein wahrer und qualifizierter Schüler
sind schwer zu finden,
aber das bedeutet nicht dass sie nicht existierten.
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anadi
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Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4657
Location: Germany

PostPosted: Wed Mar 13, 2013 3:16 pm    Post subject: Reply with quote

Sri Krishna Caitanya sagte zu Sanantan Gosvami,
wie in Caitanya Caritamrita Madhya 22.47 aufgenommen:

kṛṣṇa yadi kṛpā kare kona bhāgyavāne
guru-antaryāmi-rūpe śikhāya āpane


Wen Krishna einer (vom Schicksal) begünstigte Person Barmherzigkeit zeigt - yadi kṛṣṇa kona bhāgyavāne kare kṛpā
lehrt Er (sie) - śikhāya
(1) Persönlich (oder) - āpane
(2) in der Form des Gurus (oder) - rūpe guru
(3) als die Überseele (von Innen) – antaryāmi

Tika:
Vom Schicksal begünstigt bedeutet qualifiziert die Lehre zu empfangen.
Die Qualifikation ist das transzendentale Vertrauen.

Der Höchste Herr Sri Krishna sagt in Bhagavad-gita 4.39:

śraddhāvān labhate jñānaḿ tat-paraḥ saḿyatendriyaḥ
jñānaḿ labdhvā parāḿ śāntim acireṇādhigacchati


Ein Person mit Vertrauen erreicht Wissen über dem Höchsten (Herr) und kontrolliert seine Sinne-śraddhā-vān- labhate jñānam tat-paraḥ saḿyatendriyaḥ
(Nachdem man) transzendentales (spirituelles) Wissen erreicht hat - jñānaḿ labdhvā
erreicht man (auch) sehr bald transzendentalen Frieden adhigacchati acireṇa parāḿ śāntim.

Man erreicht nur shanti – transzendentalen Frieden, wenn das erreichte Vertrauen, aus der Gemeinschaft mit den Heiligen, die Vertreter der Unpersönlichkeitslehre sind, stammt.
Wenn man Gemeinschaft mit bhakti sadhus (Heilige die Liebe für den Höchsten Herr (in einer Seiner vielen spirituellen Formen) erreicht haben) erreicht man nicht nur shanti sondern auch die Göttliche Liebe -prema- für den All Anziehenden Herrn, und dann liebevollen Dienst für Ihn - bhakti.

Wo kommt aber das Vertrauen her, welches letztendlich in liebevollen transzendentalen Dienst (in der spirituellen Welt) gipfelt?
Aus der Ausführung eines riesigen Menge ewigen frommen Taten – sukriti, welche auf dem Dienst zum Höchsten Herrn beziehen, während seiner vorherigen Leben, wie in Brihan-naradiya Puran (4.33) bestätigt wird:

bhaktis tu bhagavad-bhakta sangena parijayate
sat-sanga-prapyate pumbhih sukritaih purva-sancitai


Der liebevolle Dienst (für den Höchsten Herrn) wird durch die Gemeinschaft mit den reinen Gottgeweihten erreicht – bhaktis sangena bhagavad-bhakta parijAyate
Aber (diese) transzendentale Gemeinschaft kann durch Menschen erreicht werden welche eine riesige (Ansammlung) vorherigen ewigen frommen Taten (erreicht haben)-tu sat sanga prapyate pumbhih sancitai purva sukritaih.

Die fromme Taten, welche die Gemeinschaft mit den Bhakti-Yoga Heiligen (bhakti sadhu-sanga) hervorrufen sind:

1. Gemeinschaft mit Gottgeweiten des Höchsten Herrn von dem man transzendentalen Themen hört

2. Gemeinschaft mit Heiligen Tage
– Fasten am 11 Tag des zu- und abnehmenden Mond (Ekadashi –Tag),
– Die Erscheinungstag Sri Krishnas feiern (Janmastami), Gaura-purnima und andere ähnliche Festtage welche eine heilige Einstellung hervorrufen;

3. Gemeinschaft mit hingebungsvollem „Zubehör“- wie das Anschauen, oder Berührung der heiligen Pflanze Tulasi, das Essen (dem Herrn) geopferten Speise - maha-prasad;

4. Gemeinschaft mit heiligen hingebunsvollen Stätte – Wie Tempeln, Sri Vrindavan (wo Sri Krishna Seine Kindheits- und Jugendspiele offenbart hat) und andere heilige Plätze verbunden mit dem Höchsten Herrn, oder heilige Flüsse wie Gange oder Yamuna.

Wenn diese Gemeinschaften unwissend (deren Bedeutung) ausgeführt werden sind sie als fromme Handlungen anzusehen; wenn man aber die Gemeinschaft in einer Gottesbewussten Zustand ausführt, sind sie als Teile des Bhakti Praxis zu verstehen.
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anadi
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Joined: 18 Dec 2006
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PostPosted: Wed Mar 13, 2013 4:11 pm    Post subject: Reply with quote

Uddav sagt zu Sri Krishna, kurz bevor Er die Erde verlassen hat
wie in Bhāgavat Puran (11.29.6) aufgenommen:

naivopayanty apacitiḿ kavayas taveśa
brahmāyuṣāpi kṛtam ṛddha-mudaḥ smarantaḥ
yo 'ntar bahis tanu-bhṛtām aśubhaḿ vidhunvann
ācārya-caittya-vapuṣā sva-gatiḿ vyanakti


Die Dichter sind nicht imstande Dir ihre Dankbarkeit zu zeigen - kavayaḥ na eva upayanti tava apacitim
(oh) Höchste Herr , auch wenn sie ein Leben (so lang) wie Brahmaas (Leben) (hätten) (Brahamaas Leben = Universums Leben) - īśa api āyuṣā brahma
(weil) ihre Freude wächst als sie sich an Dich erinnern - kṛtam ṛddha mudaḥ smarantaḥ
Derjenige (Welcher) (sowohl) im innern (wie auch) nach außen ist - yaḥ antaḥ bahiḥ
und zerstört das Unglück derer die ein materieller Körper haben - vidhunvan aśubham tanu-bhṛtām
(1) in der Form des spirituellen Meisters - vapuṣā ācārya
(2) (und/oder) als der innere Lehrer (die Über-Seele) - caittya
indem (er) den Weg zu Dir zeigt - gatim sva vyanakti
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