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Gaudiya Vaishanvism - Parakya Bhava
 
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Krishna -der Höchste Herr
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Post new topic   Reply to topic    Bhakti-Yoga-forum english-român-deutsch Forum Index -> Deutsch-- Bhakti-philosophysche Prinzipien
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Posted: Mon Dec 18, 2017 3:38 pm    Post subject: Ads

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anadi
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PostPosted: Mon Jul 30, 2012 9:23 pm    Post subject: Krishna -der Höchste Herr Reply with quote

Quote:
Zitat von Cayden
Lieber anadi,
welche Qualität ist Narayan und Herr Vasudev (oder Vilas-rupas)?


Lieber Cayden,

Sri Caitanya beschreibt die Eigenschaften Sri Krishnas, wie in Caitanya Carit-amrta Madhya Lila,23. Kap. aufgenommen wurde:

"Die göttlichen Eigenschaften Shri Krishnas kennen keine Grenzen.
Unter allen aber werden vierundsechzig Eigenschaften als hervorstechend betrachtet.
Die Ohren der Bhaktas werden vollständig zufriedengestellt, indem sie einfach, eine nach der anderen, hören.

Dieser höchste Held, Krishna, ist mit folgenden Eigenschaften ausgestattet:
1) Er besitzt den allerschönsten spirituellen Körper.
2) Er besitzt allglückverheissende Körpermerkmale.
3) Er ist strahlend und
4) den Augen äusserst wohlgefällig.
5) Sein Körper ist von unfassbarer Stärke erfüllt und
6) stets jugendlich.
7) Krishna beherrscht alle wundervollen Sprachen.
8 ) Er ist ein wahrhaftiger und
9) sehr angenehmer Sprecher.
10) Er ist ein hervorragender Redner;

11) Er ist hochgelehrt,
12) hochintelligent und
13) in jeder Beziehung ein Genie.
14) Er ist voller künstlerischer Fähigkeiten.
15) Er ist äusserst geschickt,
16) sachkundig,
17) dankbar und
18 ) fest entschlossen.
19) Er weiss Zeit und Umstände genau zu beurteilen.
20) Er sieht durch die offenbarten Schriften und handelt nach ihrer Anweisung.

21) Er ist sehr rein und
22) vollkommen selbstbeherrscht.
23) Krishna ist ausdauernd,
24) duldsam,
25) nachsichtig,
26) besonnen (ernst) und
27) ausgeglichen.
28 ) Er ist gleichmütig und gegenüber jedem gerecht.
29) Er ist grossmütig,
30) religiös,

31) heldenhaft und
32) mitfühlend.
33) Er ist den Respektwürdigen gegenüber stets achtungsvoll.
34) Sein natürliches Wesen ist einfach und liebenswürdig, und
35) Er ist überaus grosszügig,
36) bescheiden und verschämt.
37) Er ist der Schutzherr der ergebenen Seelen.
38 ) Er ist immer glücklich, und
39) Er ist der wohlmeinende Freund Seiner Bhaktas (Gottgeweihten).
40) Er wird durch Liebe beherrscht.

41) Er ist für alle Wesen glückverheissend.
42) Krishna ist überaus mächtig und einflussreich,
43) Er ist berühmt
44) sehr beliebt.
45) Er ist der Zufluchtsort der Heiligen und Heldenhaften.
46) Er wirkt auf den Geist aller Frauen anziehend.
47) Er wird von allen geachtet und verehrt,
48 ) Er ist der Besitzer aller Reichtümer.
49) Er wird stets verehrt als
50) der höchste Herrscher.

Die fünfzig beschriebenen Eigenschaften des Herrn sind tiefer als alle Ozeane.
Es ist sehr schwer in all diese Eigenschaften Sri Haris einzudringen.
Diese Eigenschaften treten zuweilen in winzig kleinem Ausmass in den Lebewesen (Jiva-Atmas) zutage, doch in Krishna sind sie beständig in unbegrenzter Fülle gegenwärtig.
Er besitzt noch fünf weitere Eigenschaften, die auch teilweise in Brahma und Siva existent sind.

51) Krishna ist unwandelbar (d.h. Er ist stets in Seiner wesenseigenen ewigen Stellung verankert),
52) Er ist allwissend,
53) Er ist ewig frisch und jugendlich,
54) Sein Körper besteht aus Ewigkeit, Wissen und Glückseligkeit (sac-cid-ananda-vigraha) und
55) Er ist der Besitzer aller mystischen Kräfte (siddhi).

Nun gibt es noch weitere fünf Eigenschaften, die Narayana der Herr Laksmis, ebenfalls in unbegrenztem Ausmass besitzt:

56) Er besitzt unbegreifliche höchste Macht und Kraft,
57) Er erzeugt unzählige Universen aus Seinem Körper,
58 ) Er ist der Ursprung aller Avataras,
59) Er gewährt den getöteten Feinden Befreiung (Erlösung)
60) Er wirkt selbst auf diejenigen, die in sich selbst zufrieden sind (alle Atmas, die Mukti oder Befreiung erlangt haben), anziehend.
All diese Eigenschaften Krishnas sind sicherlich sehr wunderbar.

Dazu besitzt Krishna noch vier weitere unübertreffliche Eigenschaften, die in Sri Narayan oder andere Erweiterungen nicht zu finden sind):

61) Krishnas wundervolle Taten und Spiele sind wie ein Ozean von Wellen, die in jedem Herzen Wunder vollbringen.
62) In Seinen ehelichen Spielen wird Er von beispiellos liebenden Bhaktas umringt.
63) Der melodiöse Klang Seiner spirituellen Flöte wirkt auf den Geist aller Wesen in den drei Welten anziehend.
64) Durch Seine unvergleichliche und unübertroffene Schönheit und Seinen grenzenlosen Reichtum, versetzt Er alle Lebewesen in Erstaunen."

Lieben Gruß
anadi
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anadi
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PostPosted: Mon Jul 30, 2012 9:26 pm    Post subject: Reply with quote

Zitat von Cayden
Hallo anadi,

Ist Krishna gleichbedeutend mit Ishvara der der Herr der Maya und ihr Schöpfer ist? Mir erscheint das so.

Hallo Cayden,

Ja. Krishna ist Ishvara (der Kontrollierende).
Laut Gottgeweihten der Gaudiya Vaishnava Linie, ist Krishna (aufgrund Seiner Eigenschaften) die originale Form des Höchsten Herrn.
In anderen Sampradayas (Schülernachfolge) ist Narayan oder Vishnu als die originale Form angesehen.
Das ist auch nicht so wichtig. Dabei sollte nur verstanden werden, dass der Höchste Herr sich in verschiedenen Formen erweitert.

In seinem Buch Laghu Bhagavat-amrita, Srila Rupa Gosvami, aus der Gaudiya Sampradaya schriebt:

“Weil die Vedische Offenbarung der beste Beweis ist, werde ich meine Argumente darauf beziehen und nicht auf materielle Logik.
Die besten Weisen akzeptieren die Vedische Offenbarung als das beste Beweis, wie in der Schlussfolgerung (Vedant-sutra 1.1.3) besagt wirt:
Der Höchste ist durch die Vedische Offenbarung verstanden.
Mit den Worten (Vedanta-sutra 2.1.11) "Der Höchste kann nicht durch materielle Logic verstanden werden" man kritisiert die materielle Logik.

Zu beweisen, dass der Höchste Herr Sri Krsna der best verehrungswürdige ist, werde ich seine Formen, eine nach der andere beschreiben.

In Seinem Aufenthaltsort über die Welten der Materie, manifestiert der Höchste Herr drei Arten von Formen:
1. svayam-rupa
2. tad-ekatma-rupa
3. avesh-rupa.

1. Svayam-rupa ist als originale Form, nicht von anderen Formen manifestiert betrachtet.

2. Die tad-ekatma-rupa sind Formen, welche verschieden von der originale Form sind, Formen mit andere Eigenschaften.
Es gibt zwei Arten von tadekatma-rupa
- vilas-rupa
- svamsha-rupa.

Vilas rupas sind Manifestationen wie Narayan und von Narayan der Höchste Herr Vasudev.

Svamsha-rupas sind Manifestationen der Vilas Rupas. Sie haben weniger Leistung.
Diese Formen sind von dem Höchsten Herrn Sankarshan … angeführt.

3. Avesh-rupas sind Formen der individuellen Seelen worin der Höchste Herr mit ein Teil Seiner Energien reinkommen. Beispiele dafür wären Narada Muni, Shesha, die vier Kumaras.

Wenn der Höchste Herr dieselbe Form vervielfältigt, werden diese Formen als Prakash rupas bezeichnet.
..."

Große mystische Yogis aus den vorherigen Zeitaltern konnten sich auch vervielfältigen.

lieben Gruß
anadi
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anadi
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PostPosted: Mon Jul 30, 2012 9:27 pm    Post subject: Reply with quote

Zitat von Cayden
Lieber anadi,
Die Verehrung Ishvaras (Krishnas), des persönlichen Gottes (mit Eigenschaften und in der Maya) mag einen Menschen sehr weit führen auf dem Pfad der Spiritualität. Sie kann ihn zum Heiligen machen.

Lieber Cayden,

Wir müssen all diese Aussagen aufmerksam analysieren:

Gott ist immer „persönlich“, und niemals „unpersönlich.
Die „absolute“ oder die spirituelle Wahrheit kann als unpersönlich wahrgenommen werden,
wenn man danach strebt,
aber das ist nicht Gott,
sondern seine innere Energie - brahma.
Man kann auch behaupten, dass alles Gott ist,
aber es gibt eine Unterschied zwischen Gott un seine Energien;
darauf können wir wahrscheinlich später eingehen.

An vielen Stellen in der Vedischen Literatur wird gesagt dass die Absolute Wahrheit advayam ist.
Die Unpersönlichkeitsanhänger übersetzen das Wort adavayam durch eins.
Sie besagen dann damit, dass in der Absoluten Welt alles eins ist.
Es gäbe nur ein Absolutes Licht - brahma, sonst nichts.

A-dvayam bedeutet aber „non dual“
und das bezieht sich auf die Qualitäten der Absoluten Wahrheit,
wo keine Dualitäten gibt, wie in der materiellen Welt der Fall ist.
Man kann auch sagen, dass „non dual“ auch eins bedeuten „kann“,
aber in Sanskrit gibt es schon das Wort eka für eins,
welches niemals in Beziehung zu der Absoluten Wahrheit benutzt wird.
Auf diese Interpretation des advayam = eins baut die ganze Unpersönlichkeitphilosophie.

Schauen wir uns mal ein berühmter Vers aus dem Bhagavat Puran:

vadanti tat tattva-vidas tattvaM yaj jJAnam advayam
brahmeti parama-atmeti bhagavAn iti zabdyate

„Diejenige, welche spirituelles Wissen haben
und die Wahrheit gesehen haben,
haben es verwirklicht, dass die Wahrheit non dual (eins?) ist
1. brahma – die spirituelle Energie
2. parama atma - Die Überseele
3. bhagavan – Gott

Wenn die Absotule Wahrheit eins wäre, könnte sie auf keinen Fall drei Fach sein.

lieben Gruß
anadi
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anadi
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PostPosted: Tue Jul 31, 2012 8:43 pm    Post subject: Reply with quote

Zitat von Cayden
Lieber anadi,
Kann man Bhagavan von seinen Energien/Qualitäten trennen? Ich denke: nein.

Lieber Cayden,

Es geht nicht um die Trennung der Energien (shaktis) von dem Höchsten Herrn (bhagavan) sondern von der getrennten Wahrnehmung.

Wenn man nur brahma(n) wahrnimmt, bedeutet nicht dass brahma(n) von bhagavan getrennt wäre. Allerdings ist diese wahrgenommenen brahma(n) nichts anderes als die Ausstrahlung bhagavans.

Wie in Isa Upanishad Mantra 15 beschrieben, ein Gottgeweihter der diese spirituelle Licht wahrnimmt, weiß dass dahinter, der Höchste Herr verbirgt.

hiraṇmayena pātreṇa
satyasyāpihitaḿ mukham
tat tvaḿ pūṣann apāvṛṇu
satya-dharmāya dṛṣṭaye


O du Wahr-existierende, Erhalter (aller existierende) – sat-yasya pūṣann
Entferne bitte die goldene bedeckende Ausstrahlung - apāvṛṇu hiraṇmayena pātreṇa
Welche dein Antlitz bedeckt - tat tvaḿ mukham apihitaḿ
(und) zeige (Dich) (Deinem) reinen Gottgeweihten - dṛṣṭaye satya-dharmāya

Die Unpersönlichkeitsanhänger behaupten, es gäbe keinen spirituellen Höchsten Herrn.
Es gäbe nur eine Widerspiegelung von brahma(n) in maya welche die Form des Höchsten Herrn nimmt.
Er wäre auch einer von uns ... nur mächtiger.
Allerdings diese Glaube haben auch alle Dämonen, wie in den Vedischen Schriften erwähnt.
Deswegen kämpfen gegen ... die Halbgötter (die Ihn verehren)... na ja nicht gegen Ihn.
Sie behaupten auch, dass Vishnu aus Angst von den Dämonen als parama-atama in dem Herzen eines jeden ... versteckt hat.

Lieben Gruß
anadi
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anadi
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PostPosted: Tue Jul 31, 2012 8:44 pm    Post subject: Reply with quote

Zitat von Cayden
Lieber anadi,
Vllt. ist das Verständnis von "persönlich" bei uns beiden zu klären. Es gibt, wie ich erkennen kann, drei Arten von "persönlich".
Persönlich auf zu mir persönlich bezogen.
Persönlich als eigenständige Person (Gott als eine Persönlichkeit).
Persönlich als mein persönlicher Gott.

Lieber Kayden,

Damit ist die Persönlichkeit gemeint.
Gott ist eine wahre Person, hat Persönlichkeit, hat wahre Freunde, wahre Familien, wahre Liebesbezieungen aller Arten.

Bei uns alles baut auf die falsche Identifizierung mit einem zeitweiligen Leben.

lieben Gruß
anadi
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anadi
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PostPosted: Thu Apr 25, 2013 12:52 pm    Post subject: Laghu Bhagavatamrita Reply with quote

Sri Rupa Goswami schreibt über die Formen des Höchsten in seinem Buch Laghu Bhagavatamrita
1.10-14

athopāsyeṣu mukhyatvaḿ
vaktum utkarṣa-bhūmataḥ
kṛṣṇasya tat-svarūpāṇi
nirūpyante kramād iha


Um viel mehr werde ich hier von (all) den Wichtigsten die verehrt werden - atha iha mukhyatvaḿ upasyesu
über die Überlegenheit Sri Krishnas der Besitzer der Erde sprechen - utkarṣa kṛṣṇasya bhūmataḥ vaktum
und eine nach der anderen Seine eigenen Formen beschrieben –kramat tat sva-rupani nirupyante

svayaḿ rūpas tad-ekātmarūpa
rūpa āveṣa-nāmakaù
ity asau tri-vidhaḿ bhāti
prapañcātīta-dhāmasu


Auf diese Weise in seinem Aufenthaltsort, jenseits der materiellen Welt – iti dhāmasu atīta prapañca
ist Er auf drei Art und Weise manifestiert - asau tri-vidham bhati namaka
genannt
(1) Seine eigene (originale) Form - svayam-rupa(2) Erweiterungen– Formen eins in der Seele mit Ihm und - eka-atma-rupa
(3) Ermächtigte Formen - avesa-rupa

ananyāpekṣi yad rūpaḿ
svayaḿ-rūpaḥ sa ucyate


Jene Form die unabhängig ist - yad rūpaḿ ananyāpekṣi
Ist originale Form genannt - svayaḿ-rūpaḥ sa ucyate

īśvaraḥ paramaḥ kṛṣṇaḥ
sac-cid-ānanda-vigrahaḥ
anādir ādir govindaḥ
sarva-kāraṇa-kāraṇam
(aus Brahma-samhita (5.1))

Der Höchste Kontrollierende ist Krishna - paramaḥ īśvaraḥ kṛṣṇaḥ
(seine) Form ist ewig, voll wissend und spiritueller Ekstase - vigrahaḥ sac-cid-ānanda
(er ist) der anfangslose, ursprüngliche Govinda (so wird Er im Vrindavan genannt)
Die Ursache aller Ursachen - kāraṇa sarva-kāraṇam

yad rūpaḿ tad abhedena
svarūpeṇa virājate
akṛty-ādibhir anya dṛk
sa tad ekātma-rūpakaḥ
sa vilāsaḥ svāḿśa iti
dhatte bheda-dvayaḿ punaḥ


Diese Form (Krishnas) nicht verschieden von seine eigene Form - yad rūpaḿ tad abhedena svarūpeṇa
(wenn) unvollständig manifestiert, ist betrachtet als eine andere- akriti virajate dṛk anya adibhih
Und dies ist eine Form eins in der Seele (mit der Ursprüglichen) - sa tad rūpakaḥ ekātma
Welche wieder in zwei Arten sich manifestiert – sa punaḥ bheda-dvayaḿ dhatte
Und zwar Spielerische (Form) - Vilas und die wie der eigene Körper - Svamsha – iti vilāsaḥ svāḿśa

1.15 -16

svarūpam anyākāraḿ yat
tasya bhāti vilāsataḥ
prāyenātma samaḿ śaktyā
sa vilāso nigadyate

paramavyoma-nāthas tu
govindasya yathā smṛtaḥ
paramavyoma-nāthasya
vāsudevas ca yādṛśaḥ


Wenn Seine eigene Form mit anderen Eigenschaften erscheint - svarūpam tasya anya akāraḿ bhāti
Das wird für (Seine) Spiele gedacht – yat vilāsataḥ
Sie hat fast dasselbe Seelische Charisma - prāyena samaḿ śaktyā ātma
(Und) sie wird Vilas genannt - sa nigadyate vilāso

Auf diese Weise erinnert man sich Govinda, der (originale) Herr der spirituellen Welt– yathā smṛtaḥ govindasya nāthasya paramavyoma
Als der Herr der spirituellen Welt Vasudev – yādṛśaḥ nāthasya paramavyoma vāsudevas

1.17

tādṛśo nyūna-śaktiḿ yo
vyanakti svāḿśa īritaḥ
sańkarṣaṇādir matsyādir
yathā tat-tat-svadhāmasu


Auf diese Weise sind die Formen die Svamsha genannt sind, manifestiert– tādṛśo svāḿśa īritaḥ vyanakti
Welche weniger Macht (haben) - yo nyūna śaktiḿ
(Forme die) mit (dem Herrn) Sankarshan anfangen – sańkarṣaṇa ādir
(Und Forme die) mit (dem Herrn) Matsya anfangen – matsya ādir
Und auf diese Weise werde auch ihre eigenen (spirituellen) Räume (manifestiert) - yathā tat-tat-sva-dhamasu

1.18- 19

Jñāna śakty ādi-kalayā
yatrāviṣṭo janārdanaḥ
ta āveśā nigadyante
jīva eva mahattamaḥ

vaikuṇṭhe 'pi yathā śeṣo
nāradaḥ sanakādayaḥ
akrūra-dṛṣtāne cāmé
daśame parikīrtitaḥ


Die Lebewesen, die sicherlich große Seelen sind - jīva eva mahattamaḥ
In denen der (Höchste Herr) Djanardan eingeht – yatra janārdanaḥ āviṣṭo
mit der Energie des Wissens und andere Energie – śakty jñāna ādi-kalayā
sind „Avesha“ genannt - ta āveśā nigadyante

Auf diese Weise Shesha, Naarad und Sananka (aus der vier Kumaras) - 'pi yathā śeṣo nāradaḥ sanaka
Sind solche Beispiele in der spirituellen Welt Vaikuntha – adayaḥ vaikuṇṭhe
Sie wurden auch von Akrura gesehen – ami ca Akrura drstante
Wie im zehnten Kanto (von Bhagavat Puran) verherrlicht – dasame parikīrtitaḥ

1.20

prakāśas tu na bhedeṣu
gaṇyate sa hi nau pṛthak


Die Formen Prakash sind nicht (von der orginalen Form) verschieden - prakāśas tu na bhedeṣu
(und alle die) genau so folgen sind (auch) nicht verschieden - gaṇyate sa hi nau pṛthak

1.21- 22

tathā hi
anekātra prakatatā
rūpasyaikasya yaikadā
sarvathā tat svarūpaiva
sa prakāśa itīryate

dvāravatyāà yathā kṛṣṇaḥ
pratyakṣaḿ prati-mandiram
citraḥ bataitat ity ādi
pramāṇena sa setsyati


Zudem die Manifestierung einer einzigen Form - tathā hi prakatatā ekasya rūpasya
an mehreren Orten zur selben Zeit – anekātra ekadā
welche in jede Beziehung wie Seine eigene Form sind – yā sarvathā tat sva rūpa eva
sind Leuchtende Formen – Prakaash genannt - sa prakāśa itīryate

Wie in Dvaraka Krishna – yatha dvaravatyam kṛṣṇaḥ
Direkt in fast allen Gebäuden (anwesend war) – pratyaksam prati mandiram-
Oh, dies ist erwiesen (aus Bhagavat Puran 10.69.2)
Der Beweis wird angegeben - pramanena sah setsyati

1.23

kvacic catur-bhujatve 'pi
na tyajet kṛṣṇaḥ-rūpatam
ataḥ prakāśa eva syāt
tasyāsu dvi-bhujasya ca


Manchmal obwohl (Er) an seine Krishna Form nicht verzichtet hat – kvacit api kṛṣṇaḥ-rūpatam na tyajet
hat Er vier Arme - catur-bhujatve
somit ist dies offensichtlich ein Prakash - ataḥ syāt eva prakāśa
Seiner zwei armigen Form – tasya asau dvi-bhujasya ca

1.24

prapañcātīta -dhāmatvam
eṣāḥ śāstre pṛthag-vidhe
pādmiyottara-khaṇdādau
vyaktam eva virājate


Diese Erscheinungsformen (des Höchsten Herrn) – eṣāḥ vyaktam
Die sich jenseits der materiellen Wellt aufhalten - atita prapanca dhamatvam
Sind in verschiedenen spirituellen Schriften dargestellt – prthak vidhe śāstre virajate
Angefangen mit dem Kapitel Uttara von Padma Puran - adau khanda uttara padmiya
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anadi
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PostPosted: Fri Apr 26, 2013 4:06 pm    Post subject: Reply with quote

2.1

athāvatārāḥ kathyante
kṛṣṇo yeṣu ca puṣkalaḥ


Jetzt die Avatars (Formen die in den materiellen Welte herunterkommen) werden beschrieben – atha avatārāḥ kathyante
von denen Krishna der Volle Ganze ist – yeṣu kṛṣṇo puṣkalaḥ
2.2-3

purvoktā viśva-kāryārtham
apūrvā iva cet svayam
dvārāntareṇa vāviḥsyur
avatārās tadā smṛtāḥ

tac ca dvāraà tadekātmarūpas
tad-bhakta eva ca
śeṣaśāyi-ādiko yādvad
vasudevādiko 'pi ca


Um seine Ziele zu erfüllen – artham viśva-kārya
Wie vorher beschrieben erscheint (der Höchste Herr) - purva uktā aviḥsyur
Persönlich oder in einer andere Art und Weise – svayam va dvārāntareṇa
Als wäre es noch nie passiert – iva cet apūrvā
also als Avatars (Herrunterkommende) erinnert – tadā avatārās smṛtāḥ


Auf diese Weise (erscheint Er) auch als Formen eins in der Seele mit Ihm - tac ca dvāraà rūpas tad ekātma
angefangen mit dem Herrn Shesha – ādiko śeṣaśāyi
Und sicherlich auch als seiner Gottgeweihte – ca eva api ca tad-bhakta
angefangen mit Vasudev– ādiko vasudeva

2.4-5

puruṣākhyā guṇātmāno
lilātmānaś ca te tridhā

prāyaḥ svāḿśas tathāveśā
avatārā bhavanty ami
atra yaḥ syāt svayaḿ-rūpaḥ
sa 'gre vyakti-bhaviṣyati


Allgemein gibt es drei Arten (von Avatars) – prāyaḥ tridhā
Am Anfang werden manifestiert - sa 'gre vyakti-bhaviṣyati
Die genannten Genißende, Kontrollierende der (drei) materiellen Erscheinungsweisen (Tugend, Leidenschanft und Ignoranz) Und Spielerische (Formen) – akhyā te puruṣa guṇātmāno lilātmānaś
Diese Avataras sind (meistens) –ami avatārā bhavanti
Seine eigene Erweiterungen wie auch Eintauchungen (in den Formen seiner Gottgeweiten) – sva aḿśas tatha aveśā
Hier (in der materiellen Welt) wird auch die ursprüngliche Form des Herrn manifestiert - atra yaḥ syāt svayaḿ-rūpaḥ

Text 6

tatra puruṣa-lakśaṇaḿ yathā viṣṇu-purāṇe

“tasyaiva yo 'nu guṇa bhāg vividhaika eva
śuddho 'py aśuddha iva mūrti-vibhāga-bhedaiḥ
jñānānvitaḥ sakala-sattva-vibhūti-kartā
tasmai nato 'smi puruṣāya sadāvyayāya"

iti.
ñtasyaiva anu purvoktāt parameśvarāt samānāntaram" iti svāmi.


Hier werden die Eigenschaften des Genießers wie in Vishnu Purana (angegeben) (beschrieben) - tatra lakśaṇaḿ puruṣa yathā viṣṇu-purāṇe

Aus Ihm sicherlich folgen Teile ausgestatet mit verschiedenen Eigenschaften – tasyaiva anu bhāga vividha guṇa
Obwohl er eins und rein ist (nicht durch die materiellen Erscheinungen umgewandelt) – api yo eka śuddho
Volles Wissen, ganzes Dasein, der Macher aller Füllen – jñānānvitaḥ sakala-sattva kartā vibhūti
Als wäre Er unrein – iva aśuddha
Verteilt (Er sich) in vielen Formen - vibhāga-bhedaiḥ mūrti
Ich bringe meine Ehrerbietungen zu Ihm - nato 'smi tasmai
Der ewig unwandelbare Genießer – sadā vyayāya puruṣāya

Gemäß Sridhara Svami „Aus Ihm folgen“ aus dem vorigen Gesagte - iti svāmi ñtasyaiva anu purva uktāt
bezieht sich auf den ganzen Höchste Kontrollierende – samānāntaram parama iśvarāt
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PostPosted: Sat Apr 27, 2013 8:50 pm    Post subject: Reply with quote

Texts 7 and 8

atra kārikā

parameśāḿśa rūpo yaḥ
pradhāna-guṇa-bhāg iva
tad-ikṣādi-kṛtir nānāvatāraḥ
puruṣaù smṛtaḥ

ādyo 'vatāraḥ puruṣaḥ parasya iti.


Hiermit die Erklärung - atra kārikā
Derjenige, dessen Form ein Teil des Höchsten Kontrollierenden ist – yaḥ rūpo aḿśa parama iśa
Und so mit einem Teil der unmanifestierten Eigenschaften der materiellen Natur – iva bhāg pradhāna-guṇa
Jener ursprünglicher Beobachter -tad ādi ikṣa
und Schöpfer verschiedener Avataren - kṛtir nāna avatāraḥ
so wird man sich an dem (Höchste) Genießer erinnert – it puruṣaù smṛtaḥ

Der ursprüngliche Purusha (Genießer) Avatar (Vishnu) of the Supreme - ādyo puruṣaḥ avatāraḥ parasya

Tika:
In dieser Hinsicht sagte das erste Lebewesen in diesem Universum (Brahmaa) zu seinem (geistigen) Sohn Narada Muni, über dem ersten Purusha Avatar -Vishnu, wie in Bhagavat Purna 2.5.18 angegeben:

sattvaḿ rajas tama iti
nirguṇasya guṇās trayaḥ
sthiti-sarga-nirodheṣu
gṛhītā māyayā vibhoḥ


Der Allmächtige akzeptierte die Illusion (die materielle Energie) - vibhoḥ gṛhītā māyayā
(in der Form der) drei materiellen Erscheinungsweise der materiellen Natur - trayaḥ guṇās
Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit (Dunkelheit) - sattvaḿ rajas tama
Für die Erhaltung, Schöpfung und Zerstörung (der materiellen Welten) - sthiti-sarga-nirodheṣu
(Aber) Er (der Herr) ist ohne (jeglichen) Eigenschaften der materiellen Natur – asya nir-guṇa

Die Unpersönlichkeitanhänger akzeptieren nicht,
dass hiermit nir-guṇa sich auf materiellen Eigenschaften bezieht.
Sie behaupten nir-guṇa bedeutete der Allmächtige hätte gar keine Eigenschaften,
als wär Er eine „Schöpfung der Wünschen der Gottgeweihten“.
Dazu behaupten diese Unpersönlichkeitsanhänger Gott,
wie zum Beispiel Krishna, ein Produkt der illusionierenden Energie wäre,
obwohl der vorherige Vers sehr deutlich sagt dass
die Avataren keine materiellen Eigenschaften haben.

Sie wollen damit auch um ihre Idee verteidigen,
dass nur eine Art der Verwirklichung - Wahrnehmung der Absoluten Wahrheit - gibt:
die Brahman Ausstrahlung – das liebevolle „weiße“ Licht.
Suta Gosvami bevor er die lange Bhagavat Puran zu rezitieren anfängt, sagt:

vadanti tat tattva-vidas
yaj jñānam advayam
brahmeti paramātmeti
bhagavān iti śabdyate
(Śrīmad Bhāgavatam 1.2.11)

Es wurde gesagt, durch den transzendentalen Klang - vadanti śabdyate
dass diejenige, welche spirituelles Wissen haben - vadanti tat tattva-vidas
haben es verwirklicht, dass die Wahrheit non dual (eins) ist - jñānam ya tattvaḿ advayam
1. brahma – die spirituelle Energie - brahmeti
2. parama atma - Die Überseele - paramātmeti
3. bhagavan – Gott - der Höchste Herr - bhagavān
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anadi
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PostPosted: Sun Apr 28, 2013 3:23 pm    Post subject: Reply with quote

Text 9

tasya tu bhedāḥ. sātvata-tantre

viṣṇos tu trīṇi rūpāṇi
puruṣākhyāny atho viduḥ
ekaḿ tu mahataḥ sraṣṭṛ
dvitīyaḿ tv aṇḍa-saḿsthitam
tṛtīyaḿ sarva-bhūta-sthaḿ

tāni jñātvā vimucyate"


So wird den Unterschied im Sātvata Tantra (beschrieben)

"Viṣṇu hat drei Formen die als Purusḥas (Genießer) bezeichnet werden - viṣṇos tu trīṇi rūpāṇi puruṣa-ākhyāni
Der Erste (Maha Viṣṇu) ist bekannt als der Schöpfer des Prinzips der materiellen Natur (wie auch der hauptmateriellen Elementen und der Universen) - ekaḿ atho viduḥ sraṣṭṛ tu mahataḥ
Der Zweite befindet sich in dem Ei (jedes Universums, auf dem universalen Ozean) - dvitīyaḿ tv saḿsthitam aṇḍa
Der Dritte befindet sich in allen Lebewesen (als Überseele – der Zeuge und Erlaubnisgeber) - tṛtīyaḿ sthaḿ sarva bhūta

Derjenige, welche Sie kennt, ist befreit (aus dem Kreis der Wiedergeburt und gelangt im Vaikuntha Raum der spirituellen Welt) - tāni jñātvā vimucyate

Text 10

tatra prathamaḿ yathā ekādaśe

bhūtair yadā pañcabhir ātma-sṛṣtaiḥ
puraḿ virājaḿ viracayya tasmin
svāḿśena viṣṭaḥ puruṣābhidhānam
avāpa nārāyaṇa ādi-devaḥ
Śrimad-Bhägavatam (11.4.3

Es gibt eine berühmte (Beschreibung) im elften (Kanto von Bhagavat Puran) - tatra prathamaḿ yathā ekādaśe

Als Nārāyaṇ der originale Herr (der spirituellen Welt derr Reichtümer - Vaikuntha (nicht die spirituelle Welt Krishnas wo die Opulenz durch die Süsse bedeckt ist)) – yadā nārāyaṇa ādi-devaḥ
legte am Anfang das Reine (Prinzip der materiellen Natur) an – viracayya puraḿ virājaḿ
schaffte aus Sich Selbst die fünf materielle Ellementen – sṛṣtaiḥ ātma pañcabhir bhūtair
Damit Erweiterte sich und trat da rein (in dem Ozean der Ursachen als der erste Purusha – Maha Vishnu) – tasmin sva-aḿśena viṣṭaḥ
Und wurde genannt Purusha – abhidhānam puruṣa


Text 11

brahma-saḿhitāyāḿ ca

śaktimān puruṣaḥ so 'yaḿ
lińga-rūpī maheśvaraḥ
tasmin āvirabhūl lińge
mahā-viṣṇur jagat-patiḥ

sahasra-śīrṣā puruṣaḥ" ity ādi

nārāyaṇaḥ sa bhagavān
āpas tasmāt sanātanāt
āvirāsīt kāraṇārṇo
nidhiḥ sańkarṣaṇātmakaḥ
yoga-nidrāḿ gatas tasmin
sahasrāḿśaḥ svayaḿ mahān

tad-roma-bila jāleṣu
bījaḿ sańkarṣaṇasya ca
haimāny aṇḍāni jātāni
mahā-bhūtāvṛtāni tu" ity etad-antam


Brahma-samhita (5.10-13) auch (beschreibt)

Dies ist der Inhaber der Energie, Purusha - so 'yaḿ śaktimān puruṣaḥ
In der phallus Form als Maheshvara (Shiva) - lińga-rūpī maheśvaraḥ
In dem der Herr der Welten Maha Vishnu - jagat-patiḥ mahā-viṣṇur
Manifestierte sich als männlich schaffendes Organ - tasmin āvirabhūl lińge

So wird (weiter) gesagt, „Purusha mit thausende von Köpfe“ - ity ādi puruṣaḥ sahasra-śīrṣā

Er ist der Höchste Herr Nārāyaṇ - sa bhagavān nārāyaṇaḥ
Aus der ewigen Persönlichkeit kam “das Wasser” des Ozeans der Ursachen (das materielle Prinzip) heraus – tasmāt sanātanāt āvirāsī āpas kāraṇārṇo
In diesem Wasser der Höchste Herr selbst mit thausende von Erweiterungen - tasmin nidhiḥ mahān svayaḿ sahasra aḿśaḥ
Legt sich hin in dem mystischen Schlaf - gatas yoga-nidrāḿ
Besitzend die Natur von Höchsten Herrn Shankarshan – atmakaḥ sańkarṣaṇa

In den Poren jener (Maha Vishnu) (befindlich) im Wasser – bila roma tad jāleṣu
sind geboren die goldenen Samen von Shankarshna, die Eier (die Universen) – jātāni haimāny bījaḿ sańkarṣaṇasya ca aṇḍāni
bedeckt durch die Elemente der materiellen Natur - avṛtāni mahā-bhūta

somit endet (das Zitat) - ity etad-antam
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PostPosted: Mon Apr 29, 2013 2:32 pm    Post subject: Reply with quote

Text 12

lińgam atra svayaḿ-rūpasyāńga-
bheda udīritaḥ


In diesem Zitat "linga" ist beschrieben auch als verschieden von– atra lińgam udīritaḥ bheda
der originalen Form des Körpers des Herrn - svayaḿ-rūpasya ańga

Text 13

dvitīyaḿ yathā tatraiva tad-anantaram
praty-aṇḍam evam ekāḿśād
ekāḿśad viśati svayam" iti.


So wird hier sicherlich (beschrieben) - evam yathā tatraiva
wie den zweiten (Purusha Avatar) welcher der glückselige Ananta ist - dvitīyaḿ tad-ananta-ram
Als separates Teil in jedem Universum rein kam- eka-aḿśāt praty-aṇḍam viśati
Als derselbe (allerdings Erweiterungen des Mahā-Viñṇus). – svayam

Tika:
In Brahma-saḿhitā 5.14 wird dieser zweite Purusha-avatāra beschrieben:

praty-aṇḍam evam ekāḿśād
ekāḿśād viśati svayam
sahasra-mūrdhā viśvātmā
mahā-viṣṇuḥ sanātanaḥ


So kommt rein in jedem Eis (Universum) Mahā-Viṣṇu persönlich - evam viśati prati aṇḍam mahā-viṣṇuḥ svayam
Als je eine Erweiterung - eka-aḿśāt eka-aḿśāt
Mit tousende von Köpfe - sahasra-mūrdhā
Die ewige Seele des Universums - sanātanaḥ viśva-ātmā

Text 14


garbhodaka śayaḥ padmanābho
'sāv aniruddhakaḥ
iti nārāyaṇopakhyāna
uktaḿ mokṣa-dharmake
sa 'yaḿ hiraṇya-garbhasya
pradyumnatve niyamakaḥ


Derjenige welcher Wasser (in dem leeren Universum) gebärte (wo Er Sich drauf legte) - asau udaka garbha śayaḥ
Aus desem Nabel ein Lotus (wuchs) (wo das erste Lebewesen, Brahmaa, geboren wurde) - nabhaḥ padma
Ist Aniruddha (Erster Purush Avatar ist Sankarshan aus der spirituellen Welt und der zweite ist Aniruddha)
Und so Narayana (durch Sankarshan und Aniruddha) wird in Bezeihung - iti nārāyaṇa upakhyāna
Zu der vorgeschribenen Pflicht der Befreiung gebracht - uktaḿ mokṣa-dharmake
Er (Aniruddha) ist Derjenige aus dem goldigen (Ei) Innern - sa 'yaḿ hiraṇya-garbhasya
Welcher durch Pradyumna kontrolliert wird - pradyumnatve niyamakaḥ

Tika:
Dass Sri Narayan Sich als Sri Pradyumna erweitert, Welcher dann die Quelle des zweiten Purusha Avatar wird
in Nārāyaṇa-upakhyāna des Mokṣa-dharma erwähnt:
"Als Garbhodakaśayī Viṣṇu, ist der Herr Pradyumna, aus dessen Nabel auf diese Weise ein Lotos wächst, die Quelle des Herrn Aniruddha."
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PostPosted: Wed May 01, 2013 5:18 pm    Post subject: Reply with quote

Text 15

atha yat tu tṛtīyaḿ syāt
rūpaḿ tac cāpy adṛśyata
kecit sva dehāntaḥ" iti
dvitīya skandha-pādyataḥ


Jetzt wird auch über dem dritten (purusha Avatar) (gesprochen) - atha yat tu tṛtīyaḿ syāt
Dessen Form auch unsichtbar ist - tac rūpaḿ ca adṛśyata
Doch gemäß einigen (ist Er) im inneren (unserem) eigenen Körper (als die Überseele) – api kecit sva antaḥ deha
Wie am Anfag des zweiten Kantos (des Bhagavat Puran) (angegeben) - pādyataḥ dvitīya skandha

kecit sva-dehāntar-hṛdayāvakāśe
prādeśa mātraḿ puruṣaḿ vasantam
catur bhujaḿ kañja-rathāńga-śańkha-
gadā dharaḿ dhāraṇayā smaranti
(Bhagavat Puran 2.2.8 )

Einige conzentrieren sich und meditieren über den Herrn - kecit dhāraṇayā smaranti puruṣaḿ
im inneren des eigenen Körper (wo Er als die Überseele) im Herz Gegend residiert - sva-dehāntar hṛdaya-avakāśe vasantam
So groß wie der (maximale) Abstand zwischen dem Daumen und dem Zeigefinger — mātram prādeśa
Mit vier Hände - catuḥ-bhujam
(wo er) ein Lotos, ein (Feuer) Diskus, ein Muschelhorn und eine Streitkeule (hält) - kañja ratha-ańga śańkha gadā-dharam

Tika:
Die drei Purusha Avatars sind

1. Vishnu, welcher in dem Ozean der Ursachen, wo alle Universen schwimen, – Karana-daka Vishnu oder Maha Vishnu. Er erweitert sich und dringt in jedem Universum ein.

2. Vishnu welcher in dem Ozean am Boden jedem Universum ist und aus desem Nabel der Universale Lotus sprißt, wo das erste Lebewesen – Brahmaa – „geboren“ (garbha) wird – Garbho-daka Vishnu. Er erweitert Sich als der Herr auf dem Insel in dem Millchozean (Kshiro-daka) welcher Sich als Überseele im Herzen jedem Lebewesen erweitert.

3. Vishnu, welcher in dem Millchozean (Kshiro-daka) lebt - Kshiro-daka Vishnu- die Überseele aller existierende
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PostPosted: Thu May 02, 2013 10:50 am    Post subject: Reply with quote

Text 16

guṇāvatārās tatrātha
kathyante puruṣād iha
viṣṇur brahmā ca rudraś ca
sthiti-sargādi-karmaṇā


Jetzt werden die Avatars beschrieben die über die drei Erscheinungsweise (gunas) regieren – atha tatra guṇa-avatārās kathyante
Hier, aus dem Höchsten Genießer Purusha (kommen) - iha puruṣād
Viṣṇu, Brahmā und Śiva - visnuḥ viṣṇur brahmā ca rudraś
(welche verantwortlich für) Erhaltung, Schöpfung und Zerstörung (sind) - sthiti-sargādi-karmaṇā


Text 17
yathā prathame

sattvaḿ rajas tama iti prakṛter guṇās tair
yuktaḥ paraḥ puruṣa eka ihāsya dhatte
sthity-ādaye hari-viriñci-hareti saḿjñāḥ
śreyāḿsi tatra khalu sattva-tanor nṛṇāḿ syuḥ
"

Wie sie im ersten Kanto von Bhagavat Puran (1.2.23) beschrieben sind - yathā prathame

So wird der Höchste Genießer mit der Eigenschaften der materiellen Natur - iti paraḥ puruṣa guṇās prakṛter tair
Tugend, Leidenschaft und Unwissenheit beschäftigt - sattvaḿ rajas tama yuktaḥ
(Und deswegen) akzeptiert er allein in dieser materiellen Welt - dhatte eka ihāsya
Für die Erhaltung (der Welten) und so weiter (Schöpfung und Zerstörung) - sthity-ādaye
Verschiedene Bezeichnungen Als Viṣṇu, Brahmā und Śiva – saḿjñāḥ hari-viriñci-hareti
Von diesen (drei) selbstverständlich kriegen die Menschen von Tugend (von Viṣṇu) den höchsten Nutzen - tatra tanor khalu syuḥ nṛṇāḿ sattva śreyāḿsi

Text 18

atra kārikā
yogo niyamakatayā
guṇaiḥ sambandha ucyate
ataḥ sa tair na yujyate
tatra svāḿśaḥ parasya yaḥ


Hiermit die Erklärung: atra karika
Die Verbindung bewirkt durch die Kontrollierenden - yogo niyamakatayā
Wird die Verbindung der materiellen Eigenschaften genannt - sambandha guṇaiḥ ucyate
Nur dass diese Kontrollierende (mit der materiellen Eigenschaften) nicht verbunden werden - ataḥ sa tair na yujyate
weil sie eigene Forme des Höchsten (in der Kategorie bhagavan-tattva, nicht jiva-tattva – gewöhnliche Lebewesen) sind - tatra svāḿśaḥ parasya yaḥ
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