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Dharma

 
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Posted: Mon Dec 18, 2017 3:51 pm    Post subject: Ads

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anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4657
Location: Germany

PostPosted: Sat Dec 10, 2011 6:44 pm    Post subject: Dharma Reply with quote

Quote:
All glories to my spiritual master,

Lieber anadi und alle meine lieben Gottgeweihten,
Würdet ihr bitte erklären, wie könnte der Überzeugung werden, dass gaudiya vaishnava dharma das letztendliche Ziel des Lebens ist?
Danke.


Ich denke nicht, dass es so was wie gaudiya vaishnava dharma gibt .
Es gibt ein naimitik, oder gelegentliches dharma und es gibt ein nitya oder ein ewiges dharma.

Ein Gegenstand wird vastu genannt, und seine ewige Natur wird als sein nitya-dharma bekannt.

„Das Wort vastu wird vom Sanskrit Wurzel Vas abgeleitet, welche `zu existieren` oder zu `bestehen' bedeutet.
Die Wurzel wird ein Gegenstandswort, wenn das Suffix tu addiert wird.
Folglich bedeutet vastu das, was Bestehen hat, oder das was selbstverständlich ist.
Es gibt zwei Arten vastu: vAstava und avAstava .
Die Bezeichnung ` wirklich bestehende Substanz', vastava-vastu, bezieht sich auf das, das im Transzendenz verankert ist. Temporäre Gegenstände, avästava vastu, sind dravya (feste Gegenstände), guNa (materielle Qualitäten), und so weiter.

Reale Gegenstände haben ewiges Bestehen.
Unwirkliche Gegenstände haben nur einen Anschein des Bestehens, das manchmal real und manchmal unwirklich ist.
„Es wird gesagt im Srimad-Bhagavatam (1.1.2)

dharmaḥ projjhita kaitavo 'tra paramo nirmatsarāṇāḿ satāḿ
vedyaḿ vāstavam atra vastu śivadaḿ tāpa-trayonmūlanam


Verzichte völlig auf dharma, die materielle Früchte erbringt – projjhita dharmaḥ kaitavo
Und hier in (in Bhagavat Puran) erfahre – atra vedyaḿ
Das transzendentale, reine, ewige, - paramo nirmatsarāṇāḿ satāḿ
glückverheissende wirkliches Oobject (Sri Bhagavan (der Höchste Herr)) - śivadaḿ vāstavam vastu
welches das dreifache Elend entwurzelt - tāpa-traya unmūlanam

Sri Bhagavan ist das einzige reale Wesen (vAstava-vastu).
Das lebende Wesen (jiva) ist ein eindeutiges oder individuelles Teil dieses Wesens,
während Maya - die Kraft, der Verwirrung produziert - die Energie dieses Wesens ist.

Folglich bezieht sich das Wort vastu auf drei grundlegende Grundregeln: Bhagavan (der Höchste Herr), das jiva (die lebenden Wesen) und Maya (die illusionierende, materielle Energie).
Wissen über die Beziehungen zwischen diesen drei Prinzipien wird als reines Wissen (shuddha-ghiana) bekannt.

Das lebende Wesen - jiva - ist ein reales Wesen und seine ewige charakteristische Eigenschaft ist seine wirkliche Natur.
Eigentümlichkeit entsteht aus der grundlegenden Struktur eines Gegenstandes (ghaTana).
Durch den Wunsch des Herrn, wenn ein Gegenstand gebildet wird, ist eine bestimmte Natur in
dieser Struktur als ewiger begleitender Faktor zugehörig. Diese Natur ist das nitya-dharma des Gegenstandes.

Die ewige Natur, oder nitya-dharma von jiva ist
- göttliche Liebe - prema und
- das Drängen, es durch Darbringung verschiedener Dienste zu zeigen - bhakti .
Der Gegenstand dieses prema ist der Höchste Herr.
Wenn man Bhagavat Puran studiert, verwirklicht man diese Wahrheit, und wird man die Lehren Sri Caitanyas , die auf Bhagavat Puran basieren, studieren.

Die wirkliche Natur oder das nitya-dharma von jiva wird durch langfristige Verbindung mit der illusorischen Energie maya verzerrt.
Die Natur eines gegebenen Gegenstandes wird umgewandelt oder verzerrt, wann eine Änderung darin, entweder
Kraft der Umstanden, oder wegen der Gemeinschaft mit anderen Gegenständen stattfindet.
Im Laufe der Zeit wird diese verzerrte Natur wird fest, und scheint, dauerhaft zu sein,
als ob es die ewige Natur dieses Gegenstandes war.

Diese verzerrte Natur ist nicht das svabhAva (wirkliche Natur); es wird nisarga, jene Natur welche durch langfristige Verbindung erworben wird .
Dieses nisarga besetzt den Ort der tatsächlichen Natur, und wird fälschlicherweise als das svabhAva gedacht.

Das svabhAva eines Gegenstandes ist sein nitya-dharma (ewige Funktion),
während seine erworbene Natur sein naimittika-dharma (die gelegentliche Funktion ist).

(von Bhaktivinod Thakuras Jaiva Dharma inspiriert)
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anadi
Site Admin


Joined: 18 Dec 2006
Posts: 4657
Location: Germany

PostPosted: Sun Apr 21, 2013 7:41 pm    Post subject: Reply with quote

Quote:
Hallo anadi!
Immer diese Rätsel!
Tue deine vorgeschriebene Pflicht
Genau wie deine Vorväter in vergangenen Zeiten es getan haben...????
Gibt es dazu eine Erklärung?
LgLumen

Hallo Lumen,

Die vorgeschriebene Pflicht -Dharma- war das, was gemäß des Vedischen sozialen und sakralen System - Varna-ashram befolgt werden sollte.

Varna - bezieht sich an die vier sozialen Klassen:
1) Brahmanen - Priester mit mystischen Fähigkeiten, Experten in der Durchführung Vedischen Opferzeremonien, im richtigen Rezitieren und Verständnis der Veden.
Lebten meistens in Zölibat, Armut und völlige Unabhängigkeit, auch wenn manche direkt den Königen mit Rat und in der Durchführung Vedischen Opferzeremonien geholfen haben.

Sie lebten in der Erscheinungsweise der Tugend.

2) Kshatrias - Könige - "Krieger und Verwalter", dessen Hauptaufgabe, das Schützen (auch von Verbrechern) und Erobern war. Ehre und Ruhm wurden höher als Reichtum geschätzt. Sie konnten meistens nur mit der Genehmigung und Rat der Brahmanen handeln.

Sie lebten in der Erscheinungsweise der Leidenschaft mit tugendhaften Einflüsse.

3. Vayshias - Betriebst- und Landwirtschafter
Sie lebten in der Erscheinungsweise der Leidenschaft mit tugendhaften Einflüsse.

4. Shudras - Diener
Sie lebten in der Erscheinungsweise der Leidenschaft und Unwissenheit mit tugendhaften Einflüsse.
In diesem Zeitalter, Kali-yuga, welcher vor etwa 5200 Jahre angefangen hat, laut den Vedischen Schriften, werden alle als Shudras geboren.

Quote:
Zitat von lumen
Tue deine vorgeschriebene Pflicht
Genau wie deine Vorväter in vergangenen Zeiten es getan haben...????
Gibt es dazu eine Erklärung?


In meisten Fällen fand das Geburt in einer bestimmten sozialen Klasse statt aufgrund der Eigenschaften erworben in früheren Leben.
Auch in Kali-Yuga passiert so was, obwohl die urprünglichen vier sozialen Klassen entartet sind und alle als Shudras geboren sind.

Ashram - die sakralen Klassen:

1. Brahmacarya - Das Leaben im Zölibat, das Leben als Schüler (mindestes erster Viertel des Lebens - 25 Jahre).

2. Grihastra - Das Leben als Verheiratet, wenn man das Zölibat nicht mehr folgen will (kann) - geführt unter den dafür angegebenen Vedischen Regeln (etwa die Hälfte des Lebens 50 Jahre).

3. Vana-prastha - Das Leben im Wald in Zurückgezogenheit (geltend für alle sozialen Klassen)

4. Sannyasi - ein Vana-prastha (Zurückgezogener) welcher die Verwirklichung der Absoluten Wahrheit mindestens als Brahman - das Eintauchen in das spirituelle Licht, erreicht haben. Die Verwirklichung der Überseele (parama-atma) und des Höchsten Herrn (bhagavan) sind höhere Stufe der Verwirklichung der Absoluten Wahrheit.


In Vishnu Puran wird gesagt:

varṇāśramācāra-vatā puruṣeṇa paraḥ pumān
viṣṇur ārādhyate panthā nānyat tat-toṣa-kāraṇam
Viṣṇu Purāṇa (3.8.9)

Durch das angemessene Benehmen gemäß dem sozialen und spirituellen System - ācāra-vatā varṇa-āśrama
verehrt der Mensch dem Höchsten Genießer Vişnu - ārādhyate pumān paraḥ puruṣeṇa viṣṇuḥ
Es gibt keinen anderen Weg , als Grund für Seine Zufriedenheit - na anyat panthā kāraṇam toṣa tat

Tika:
In Bhagavat Puran 1.2.13, sagt Suta den im Naimişa Wald (Namiş-aranya) versamelten Weisen:

ataḥ pumbhir dvija-śreṣṭhā / varṇāśrama-vibhāgaśaḥ
svanuṣṭhitasya dharmasya / saḿsiddhir hari-toṣaṇam


Ihr, die zwei Mal geborenen (durch Brahmana Einweihung) - dvija-śreṣṭhā ataḥ saḿsiddhir hari
die Ausführung der eigenen vorgeschriebenen Pflichten für die menschlichen Lebewesen - svanuṣṭhitasya dharmasya pumbhir
gemäß der Einteilung des sozialen und spirituellen Systems - vibhāgaśaḥ varṇāśrama
stellt den Höchsten Herr zufrieden - toṣaṇam hari.
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